Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

. –~ Verhandl. d. Bürgerschaft am 19. Dezbr. 1910. Fassung entschlossen, und ich halte sie auch heute hat vorhin schon ausgeführt, daß der Vortrag noch für richtig, da sie zum Ausdruck bringt, daß der nackten Zahlen eigentlich kein Beweis- allen denjenigen Lehrern, welche unter normalen argument sei, wenn nicht auch eine Erläuterung Verhältnissen angestellt sind, tatsächlich die Be- dazu gegeben werde. Auch hier beweisen die schränkung der Hilfslehrerzeit nachträglich mit nackten Zahlen absolut nichts, denn es fehlt die zugute kommen soll. Der Senat wird bei Erläuterung dazu. Das Verhältnis von denen, die unter normalen Verhältnissen an- 190 000 ( : 350 000 MC ist ja kein besonderes, gestellt sind, im einzelnen Falle zu prüfen haben, Unnatürliches. Als der Herr ständige Senats- wieweit es möglich ist oder nicht. Ich will nur kommissar diese Zahlen vortrug, hörte ich mehr- noch das eine aussprechen, daß ich den von mir fach Töne des Erstaunens aus dem Saale. Aber gestellten Antrag zurückziehe, falls die Bürger- wenn ich Ihnen die näheren Erläuterungen schaft den Antrag des Bürgerausschusses an- dazu gebe, werden Sie sehen, daß diese Zahlen nehmen sollte. Ich nehme an, daß dieser Antrag eigentlich gar nichts beweisen. Den Zahlen als der zurzeit weitergehende vor dem Senats- wird vielleicht im Kreise der Bürgerschaft eine antrag zur Abstimmung kommen wird, so daß ganz andre Bedeutung beigemessen, als sie sie ich es dann in der Hand habe, meinen Antrag tatsächlich besizen. Wir haben vorhin gehört, zurückzuziehen. daß im Bereich der Oberschulbehörde ein Be- Senator Dr. St o o ss: Ich möchte eine amtenetat von 468 Köpfen existiert. Jch habe Anfrage an Herrn Rechtsanwalt Fehling richten. vor nicht langer Zeit eine Zustammenstellung Es heißt in seinem Antrage, daß den im Amt sämtlicher etatsmäßig angestellter Beamten befindlichen Beamten der Klasse C Il und III unsrer Staatsverwaltung gemacht, und ich bin die die gesetzliche Hilfslehrerzeit übersteigende dabei auf die Zahl von ungefähr 900 Beamten Dienstzeit auf das Besoldungsdienstalter anzu- gekommen. Ich habe sie allerdings nicht mehr rechnen ist. Hat der Herr Antragsteller dabei genau im Kopf. Nun venrgleichen Sie damit auch diejenigen Beamten im Ange, die unter die Zahl der Beamten der Oberssschulbehörde ungewöhnlichen Verhältnisssen angestellt sind, in Höhe von 468 Personen. Bedenken Sie also diejenigen Lehrer, die z. B. in der zweiten weiter, daß die Beamten der Obersschulbehörde Prüfung durchgefallen waren oder wegen ihres sich hauptsächlich in den mittleren und höheren Gesundheitszusstandes nicht sofort angestellt wer- Gehaltsklassen befinden, während bei den übrigen den konnten oder von auswärts hierher ge- Gehaltsklassen die Mehrzahl der Beamten in kommen oder vor dem Erlaß des Unterrichts-. den untern Gehaltsklassen ist, dann werden Sie geseßes unter besonderen Verhältnissen anger es ganz erklärlich finden, daß der weitaus größte stellt sind ? Sollen die etwa ebenso behandelt Teil der Kosten dieser Vorlage auf die Beamten werden, wie die unter gewöhnlichen Verhält- der Obersschulbehörde entfällt. Diese Zahlen nissen angestellten Lehrer? oder soll sich die haben eine ganz natürliche und selbstverständ- Vorschrift nur auf die letzteren beziehen ? liche Erklärung. s Joh. Ev e r s (zur Geschäftsordnung): Ich Ich bin nicht in der Lage, genau prüfen zu habe vorhin nicht gewußt, als ich meinen Antrag können, ob durch die Herabsetzung der Steige- zu C einreichte, daß die allgemeine Beratung zeit von 27 auf 24 Jahre die hiesigen Volks- sich auf alle drei Klassen erstrecken würde. Mein schullehrer ihren preußischen Kollegen gleich- Antrag gilt natürlich sinngemäß, wie auch der gestellt werden oder ob sie sich, wie der. Herr Antrag der Bürgerausschußkommisssion, zu allen Senatskommissar vorhin ausführte, infolge der drei Klassen C 1, I1 und III. Herabseßung etwas besser stehen. Aber selbst Lippert: Ich habe bereits im Bürger- wenn der letßtere Fall eintreten würde, wäre ausschuß für die Herabseßung der Steigezeit das dann vielleicht eim Unglück? Ich würde von 27 auf 24 Jahre gestimmt, und ich werde es mit Freuden begrüßen. Es ist doch eine auch heute wieder für die 21 Jahre stimmen. fesststehende Tatsache, daß unsre Volksschule hier Der Herr ständige Senatskommissar hat uns in Lübeck auf einer Höhe steht, der sich nicht viele vorhin mit einer großen Reihe von Zahlen Volksschulen in andern Staaten zu rühmen aufgewartet. Er hat unter anderm gesagt, daß haben, und wir sind stolz darauf. Wäre es da die Kosten für die Gesamtvorlage in Höhe von wirklich so etwas Außergewöhnliches, wenn zirka 350 000 16 zum größten Teil, nämlich in man auch dementsprechend die Kräfte, die an der Höhe von 190 000 ., auf die Klasse der diesen Schulen wirken, höher bezahlen würden Lehrer entfalle. Herr Hauptlehrer Reimpell als anderwärts ? In gewisser Hinsicht soll auch §75
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