Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

. JI. – Verhandl. d. Bürgerschaft am 19. Dezbr. 1910. der Hilfslehrerstellung verbrachte Zeit auf ihr träglich auf das Besoldungsdienstalter ange- Besoldungsdienstalter nachträglich angerechnet rechnet werde, dann kommen, da dabei Hilfs- werden solle. Eine derartige Zusicherung kann lehrerzeiten von 20 bis 30 Jahren in Frage schon deshalb unmöglich gegeben werden, weil stehen, Summen heraus, die gar nicht abzusehen im Senate diese Frage bisher nicht beraten ist. sind und die man unmöglich übernehmen kann. Aber das kann ich Ihnen versichern, daß die Be- Senator Heinr. Evers: Ich möchte amtenkommission sich dahin schlüssig geworden fragen, ob ich die Note, die hier auf Antrag von ist, daß sie alles das, was als Härte angesprochen Herrn Rechtsanwalt Fehling eingefügt werden werden kann, auf Grund der Ermächtigung des oll, richtig verstanden habe. Herr Rechtsanwalt Senates zu beseitigen sich bemühen wolle. Fehling hat auf die Note hingewiesen, die sich Gestatten Sie mir dann noch ein Wort zu der bei dem Direktor der Baugewerkschule befindet. angeregten Note. Ob der damit angebahnte Weg Dort hat der Senat sich vorbehalten, das Gehalt einer Verständigung überhaupt gangbar ist, ist anders zu regulieren, wenn die Baugewerkschule mir schon sehr zweifelhaft. Aber auf eins möchte eingeht. Das liegt in dem Falle aber doch ganz ich jedenfalls schon sofort hinweisen, wenn ich anders, es handelt sich um eine erhebliche Ent- den Antrag des Herrn Rechtsanwalt Fehling lastung des Beamten. Es verhält sich folgender- bei einmaligem Hören recht verstanden habe. maßen. Wenn der Direktor der Gewerbeschule Es soll die Revision der Alterszulagen unter zwei die Baugewerkschule nicht mehr zu leiten hat, Voraussetzungen stattfinden. Erstens unter der, also wesentlich in seinem Amt entlastet wird, daß die Hilfslehrerzeit gesetzlich auf vier Jahre wollen wir in der Lage sein, sein Gehalt herab- begrenzt wird. Der Kostenpuntkt hierfür beträgt, zuseßzen. Wenn Sie in diesem Augenblicke be- wie ich Ihnen schon sagte, im Beharrungszu- schließen, der großen Zahl der Lehrer das Höchst- stande 93 000 M jährlich, auf diesen Betrag in gehalt nach 24 Jahren zu bewilligen und zu fünf Jahren steigend. Die zweite Vorausseßzung gleicher Zeit sich das Recht vorbehalten wollen, ist, wir sollen dann den jetzt angestellten Lehrern, was ich aus dem Antrage entnehme, sämtlichen die eine längere Hilfslehrerzeit als vier Jahre Lehrern, die sich nun auf die 24jährige Steige- gehabt haben, das Mehr nachträglich anrechnen. zeit einrichten, nach etwa zwei Jahren zu sagen, Ich habe vorhin schon gesagt, das lettere kostee, daß das ihnen Zugesagte nicht mehr gelte, so überschlägig berechnet, 40 000 M jährlich. Die muß das den Lehrern bisher gezahlte Gehalt Erfüllung beider Voraussetzungen kostet also wieder geschmälert werden. Für die gesamte im Beharrungszustande zusammen 133 000 . Lehrerschaft würde dann noch einmal in eine jährlich. Dem kann man aber unmöglich zuu Revision der Verhältnisse eintreten, indem an stimmen. Das erleichtert es dem Senat keines- die Stelle größerer Zulagen kleinere treten. wegs, der Ermäßigung der Steigezeit auf 24 €Es würde dann nötig, daß diejenigen Lehrer, Jahre zuzustimmen. Ich möchte Sie schon des- die sich heute nach dem Beschluß der Bürger- halb dringend bitten, diesem Antrage nicht zu schaft auf diese 24jährige Steigezeit eingerichtet folgen. Der Senat ist der festen Überzeugung, haben, sich nachher ganz anders einrichten daß er auf die 24jährige Steigezeit einzugehen müßten, weil ihre erste Berechnung nicht stimmt. nicht imstande sei. Dann habe ich auch noch ein Bedenken gegen Wortführer D i m p k e r verliest den Antrag diesen Antrag, nämlich das, daß genau die geit von Fehling noch einmal. von vier Jahren genannt ist. Ich möchte Herrn Senator Dr. St o o s s: Ich habe noch ein Rechtsanwalt Fehling, wenn er seinen Antrag mal ums Wort gebeten, weil ich erst jezt den aufrecht erhält, bitten, doch eine allgemeine Wortlaut des Antrages genau gehört habe. Ich Fassung zu wählen, welche davon ausgeht, daß möchte Sie nämlich dazu auf eins noch besonders eine Änderung eintreten soll, sobald eine Be- aufmerksam machen. Die technischen Lehrkräfte, grenzung der Hilfslehrerzeit eintritt. Es kommt die Turn- und Handarbeitslehrerinnen, sind erst sowohl für den Senat als auch für die Bürger- vor wenigen Jahren festangestell, und zwar schaft darauf an, in diesem Puntte frei zu sein. meines Wisssens alle oder doch die meisten mit Alber einen Dienst erweisen Sie der Lehrerschaft dem Anfangsgehalt. Es sind 33 Lehrerinnen, damit durchaus nicht. Man tut besser, heute die zum Teil 40 Jahre und darüber alt sind. das CErreichbare zu nehmen und mit den 27 Jahren Wenn Sie jetzt zur Bedingung machen wollen, zu rechnen. In irgendeiner Weise wird ein daß diesen Lehrerinnen ihre gesamte Hilfss. Antrag kommen, entweder die Zahl der sonst lehrerzeit, soweit sie vier Jahre übersteigt, nach gangestellten Lehrer zu erhöhen oder die Hilfs- 8S6C
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