Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

- (B53 t Berhandl. d. Bürgerschaft am 12. Dezbr. 1910. r- dann schließlich fest anstellen und ihm Pensions- handelt sich nur um die zweckmäßige Ver- ie berechtigung geben. Weiter wird es dahin wendung der Gelder, und dafür ist der Bade- zu kommen, da der Badekommissar natürlich immer fkommissar der richtige Mann. Was die Ver- er das Beste des Bades im Auge hat, daß er mit teuerung der Bäder anlangt, so möchte ich auf es Vorschlägen kostspieliger Art kommt und Arran- eins hinweisen. Ob die Passanten, die in großer in gements treffen will, die sicher nicht billig sind. Zahl Sonntags von Hamburg kommen und 1s Es wird nicht angängig sein, daß die Vorschlige schon 4, 5 oder 6 M für die Reise bezahlt haben, !- vom Finanzdepartement abgelehnt werden, und 30 oder 40 Pf. für das Bad bezahlen, ist ihnen . deshalb werden aus der Tätigkeit des Bade- vollständig gleich. Wer hier in Lübeck auf ein é kommissars dem Staat nach meiner Meinung billiges Bad sieht, kann ein solches auf dem bedeutende Kosten erwachsen. Priwall haben. Die Bäder dort werden ja n Herr Grünau führte aus, daß man die Kosten dohnedies von vielen vorgezogen. 11 für den Badekommissar zu einem Teil mit Herr Schiemann führte eine Reihe von ü dadurch aufbringen könnte, daß der Preis der Höüdern auf, die keinen Badekommisssar haben. d Bäder erhöht würde. Ich würde ein derartiges Ich kann aber ebensogut eine Reihe von Bädern k Vorgehen für sehr bedenklich halten, besonders nennen, die einen solchen haben. In den von c- aus dem Grunde, weil ich befürchte, daß dadurch Herrn Schiemann angeführten Bädern wird ? die Frequenz des Bades leiden würde. Wir eben die ganze Verwaltung so aufgezogen sein, n wünschen doch, daß das Bad auch von minderer daß man mit einem Vergnügungsdirektor aus- .1 bemittelten Leuten benutzt werden kann, die kommen kann. Aber unsere Organisation ist V wohl mit 5 und 10 Pf. rechnen müssen. Der noch nicht so weit, daß man sich auch bei uns m Herr Senatskommisssar meinte, die geringe Err damit begügen könnte. Wir müssen eine Per- s höhung des Preises für die Bäder würde nicht sönlichkeit haben, die auch auf den andern it viel ausmachen. Ich bin darin anderer Meinung. Gebieten, die in Frage kommen, Tüchtiges zu Gerade weil alle Lebensbedürfnisse im Preise leisten imstande ist, und die Person wird auch : gestiegen sind, soll man hier nicht auch noch gefunden. N ' verteuernd vorgehen. Herr Schiemann hat S ch o r e r: Als vor einigen Jahren im j die meisten Gründe, die gegen die Anstellung HBöürgerausschuß ein Antrag gestellt wurde, für des Badekommissars sprechen, in ausreichender die Anstellung eines Badekommissars 600 A Weise zum Ausdruck gebracht. Ich möchte Sie zu bewilligen, sprach der Senat dagegen, und bitten, dem Spruche von Wilhelm Busch zu jetzt bringt er selbst einen derartigen Antrag, folgen, wenn er sagt: „Das Gute, dieser Saß jedoch in der Summe bedeutend höher. Ich steht fest, ist stets das Böse, das man läßt“. bin entschieden dagegen, daß ein Badekommissar Vir tun am besten, das Böse, das nach meinem angestellt wird. Der Badekommissar ist kein Dafürhalten im Senatsantrage vorhanden ist, Beamter, aber „er wird quasi als Beamter zu lassen. Es wird dadurch Gutes für den Staat geführt, denn diese Summe wird jährlich ins bewirkt. Budget eingesettt. Haben wir aber erst einmal Senator R a b e: Ich möchte den Herrn diese Summe dauernd bewilligt, wird es nicht Vorredner darauf hinweisen, daß der anzuste) lange dauern, bis wir uns auch mit dem Kon- lende Badekommisssar kein Beamter ist und verssationshaus zu beschäftigen haben. Erst in daß daher eine Pension niemals in Frage kommen der letzten Situng der Bürgerschaft haben wir kann. Derartige Herren werden niemals fett wieder einen Beamten mit hohem Oehalt an- angestellt. Es sind gewöhnlich Persönlichkeiten, stellen müssen, und so geht es immer weiter. denen eine Pension anderweitig zu Gebote HWir haben aber die Verpflichtung, zu sparen. steht und die sich dann mit einem solchen Vosten dJch bin jedenfalls für diese Sache nicht zu haben. abfinden. Wenn wir demnächst an die Steuerbewilligung Ich möchte weiter eingehen auf die Kosten, kommen, werden Sie sagen: Hätten wir diesen die hier noch gefordert werden könnten. Jn Antrag doch nicht bewilligt! Ich bitte Sie, den letzten Jahren sind überhaupt keine Kosten lehnen Sie den Badekommissar ab. ; von hier gefordert worden, und hoffentlich Senator R a b e: Ich meine, die Zahlen, die findet man auch ferner in Travemünde opfer. ich vorhin genannt habe, sollten Ihnen doch willige Leute genug, die einsehen, was not mehr zu denten geben. Wein die Einkommen- wendig ist. Die Kosten sind stets durch frei- steuer in fünf Jahren sich um 50% erhöht hat, willize Spenden aufgebracht worden. Es die Veräußerungsabgaben um 55% und die :
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