Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

] . Verhantl. d. Bürgerschaft/am 24. Oktbr. 1910. der Strecke in Frage von der Marlikaserne ziemlieh sich auch darüber aus und sagt, daß er diesem uß- gerade durch, d. h. Hüxstraße hinauf und Holsten- Wunsche entsprechen werde. Ich möchte hierbei um straße hinunter. Das Ende, das ich herume- noch einen weiteren Wunsch äußern. Ich halte Be- fahren muß, scheidet für mich bei der Berech es für zweckmäßig, daß man zunächst auch in ter, nung aus. Allerdings soll die Strecke ja aue dYJfraelsdorf eine Wartehalle errichte. Wenn ind nur 10 Pf. kosten. Weiter wäre es nach meiner Mafsenandrang ist, dürfte sie sich nicht allzusehr kan Meinung notwendig, einen Ausbau insoweit bewähren, aber wir haben nicht immer mit 1hn vorzunehmen, als man mehr als bisher dem dWMagssenverkehr zu rechnen, und da dort nicht im- da Wunsche der Arbeiterbevölkerung Rechnung mer ein regelrechter 5-, 6- oder 8-Minuten- fall trägt. Bei der Marlibahn kann man im Sommer wuerkehr, sondern ein 10- oder 20-Minutenbetrieb est, früh morgens 58 fahren, im Winter jedoch ist, vertrete ich die Auffassung, daß es ratsam est- nicht. Ich bedaure das. Man kann vielleicht. ist, auch hier eine Wartehalle einzurichten. est- sagen, daß die Arbeiter im Winter nicht so füh H Ich hätte überhaupt den Wunsch, daß man Ve- mit ihrer Arbeit zu beginnen hätten, ich halle dallgemein an den Endsstationen Wartehallen nn es aber für notwendig, auch für den Winter errichtet, nicht nur für das fahrende Publikum, ken die Einrichtung beizubehalten und sie auh |\ondern auch für das Fahrpersonal. Es darf uß- auf alle übrigen Strecken auszudehnen. Man nach den Vorschriften nicht in die Wirtschaft ven kann das um so eher, je mehr man dazu über-. gehen. Es kann aber sehr leicht der Fall ein- en- geht, einzelne Depots an der Peripherie der treten, daß unangenehmes Wetter herrscht, ten Bahn zu errichten, wie ein solches in der Finken- wenn der Führer sein Frühstück verzehren will. Zie straße vorgesehen ist, weil dann die Wagen Im Wagen soll er es nicht verzehren, denn, ian leichter zur Stelle sind und man nicht von wie mir mitgeteilt ist, soll es auf Anregung ken oben herunterzufahren braucht. Die Frequenz eines Bürgerschaftsmitgliedes den Leuten ver- he- der Bahn würde sich dadurch nur heben. Aller- boten sein, weil jemand an der Endstation ere dings müßte man dann auch mit der Ansicht schon einsteigen könnte. Wo sollen die Leute Es brechen, daß nur die Arbeiter Arbeiterfahrkarten ihr Frühstück denn essen? Sollen sie sich draußen n- bekommen, die unter 1200 . verdienen. Mit auf der Chaussee hinstellen, wenn dort ein recht an Recht ist in der Kommission der Wunsch zum schöner Orkan braust und wo sie ihr vielleicht an Ausdruck gekommen, daß man diesen Zensus gar nicht einmal belegtes Butterbrot mit Sand nn fallen lassen und einfach sagen solle: In Frage belegt essen müssen? Sie werden mir Recht an kommen für die Verausgabung von Arbeiter- geben müssen, daß, wenn man diese Verfügung ür fahrkarten alle diejenigen, die Arbeiter sinn, aufrecht erhält, es dann notwendig ist, auch »ig unbekümmert darum, ob sie 1200 oder 1500 M dafür zu sorgen, daß den Leuten Unterkunfts- er- verdienen. Man sollte in dieser Beziehung räume gegeben werden, damit sie nicht nötig jig keine Klasseneinteilung vornehmen. Ich habe haben, ihr Brot mit Sand und Staub oder im [k den Wunsch geäußert, daß eine Kommission Regen zu essen. Ich bitte Sie, sich aus diesen tt eingeseßtt werden möge, die auch diese Sache Hründen für Kommissionsberatung zu erklären. k- prüft. Die Aufgabe der Kommission wäre es Der Senat wird vielleicht aus bestimmten ie dann auch, zu prüfen, wie weit es möglich ist, Gründen wünschen, daß die Sache beschleunigt " an dem System der Monatskarten, das auf der werde. Man könnte aber troß der Kommissions- .f Marlibahn besteht, festzuhalten. Wir Jollen beratung den Senat ermächtigen, das neue r Fahrscheinbündel bekommen. Selbst die Kom- Material zum Bahnbau schon jett zu beschaffen. mission des Bürgerausschusses gibt zu, daß das Unter diesen Umständen könnten Sie der Kom- E keine glückliche Lösung ist, und auch ich betrachte mission sicher Jhre Zustimmung geben. ' sie nicht als glücklich. Ich meine, daß man unter Gestatten Sie mir nunmehr, daß ich im Verüchichtigung der ganzen Umstände nicht weiteren Zusammenhange damit noch eine / nur für die einzelnen Linien, sondern sogan andere Sache zur Sprache bringe, die gleichfalls ! für die gesamten Strecken Monatskarten ein JIhr JInteresse erwecken dürfte. Als seinerzeit t sühren kann. Dadurch entspräche man dem die Bahn vom Staat übernommen wurde, üutSltleisvitt t S E N ENS 1 weiter G § U daß oft. Errichtung einer damit waren wir gemeint ~ für die Verstaat- t Vartehalle an der Ecke der Fackenburger Allee lichung der Bahn sind, denn dann werden wir ? in Erwägung gezogen werde. Der Senat sprict uns in fast jeder Sißung, wo Straßenbahn- G5:
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