Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

E Roeckstraße, FackenburgerAllee~Roeckstraße u nw. legen, wer es in der Hauptsache sein wird, der Diese Linien haben auch dann, wenn wir dem diese 10% ausmacht, kommen wir zu der Schluß- Antrage des Herrn Coleman unsre Zustmmung folgerung, daß es in der Hauptsache wiederum geben, eine Verteuerung erfahren. Nun wird die minderbemittelten Schichten unserer Be- eingewendet werden, es sei dringend notwendig, völkerung sein werden, hauptsächlich Arbeiter, daß wir den Zonentarif bekämen, denn Zonen- die an der Peripherie der Stadt wohnen und tarif und Schaffner hängen aufs engste mite. am andern Ende ihre Arbeit haben. Man einander zusammen. Ich will eins gleich vorweg sollte diesen Leuten den Verkehr mit der Bahn bemerken: Ich stehe auf dem Standpunkte, daß nicht verteuern, sondern man sollte sagen, da es unbedingt notwendig ist, Schaffner einzu- es sich nur um 10% handelt, wird dieser Ausfall führen, und zwar auch aus Gründen der Be- nicht so groß sein. 90%, daran halte ich fest, quemlichkeit des fahrenden Publikums und aus fahren unter 3000 m. Ich habe das nicht fest- Gründen der Betriebssicherheit. Wenn Sie sich gestellt, ich nehme aber an, daß diese Fest- heute den Betrieb ansehen, finden Sie dort, stellung erfolgt ist, weil auch bei anderer Ge- wo keine Schaffner sind, daß die Führer wechseln legenheit darüber gesprochen wurde. Wenn müssen. Zwar heißt es, daß nur an den Halle. man nun annimmt, daß 90% die Strecken stellen gewechselt werden dürfe. Ich selbsst nur teilweise benutzen, dann ist die Schluß- aber und Sie alle gewiß mit mir, bin oft genug folgerung irrig, daß man unter Umständen Augenzeuge gewesen, wie auch außerhalb der die Mehrkosten für den Ausbau der Straßen- Haltestellen Geld gewechselt worden ist. Das bahn von diesen 5 oder 10 Pf. mehr bestreiten liegt in der Natur der ganzen Verhältnisse, könnte. Soviel wird es nicht ausmachen. Sie und man wird schon aus dem Grunde niemals dürfen auch eins nicht vergessen. Wenn man gegen die Führer einschreiten können, weil selbt heute imstande ist, für 10 Pf. größere Strecken die Kontrolleure während der Zeit kommen zu fahren, wird man viel eher die Bahn be- und wechseln lassen. Sie selbst empfinden die nuten, als wenn man für eine etwas weitere Bestimmung, die erlassen ist, als hart und Strecke noch 5 Pf. mehr bezahlen soll. Es ungerecht und übertreten sie. In dieser Be- wird auch, wie in andern Städten, wo der Zoner- ziehung steht es fest, daß wir unbedingt den tarif eingeführt ist, der Fall eintreten, daß man Standpunkt beibehalten müssen, der auch vom sich beim Schaffner erkundigt, wie weit man Senat und Bürgerausschuß vertreten wird, der für 10 Pf. fahren kann, und hat man dann Einführung von Schaffnern näherzutreten. noch ein paar Minuten zu laufen, läuft man Ich wollte das vorausschicken, damit etwaige sie. Das, was in der Vorlage als Beweis dafür weitere Einwendungen dadurch gewissermaßzen cangeführt ist, daß der Zonentarif notwendig beseitigt werden. Trotz alledem, und troßdem sei, kann ich nicht unterschreiben. Der Ver- Herr Senator Strack uns eben einen ziemlich gleich mit andern Städten ist für mich weng erheblichen Kostenaufwand für die Schaffner stichhaltig, schon deshalb nicht, weil ich dort in Aussicht gestellt hat, bin ich der Meinung, Bemerkungen finde, die so recht erkennen lassen, daß es notwendig ist, daß wir von dem alten daß vielfach der Wunsch der Vater des Ge- System, von der bisherigen Zahlungsweise dankens gewesen ist. Wenn Sie einmal diese nicht abgehen, sondern daß wir an dem Ein- Bemerkungen, die auf Seite 26229 enthalten heitstarift von 10 Pf. festhalten. Man sagt, sind, lesen, finden Sie dort: Der Zonentarif wenn das geschähe, gefährdeten wir dadurch hat sich bewährt, er ist sehr gut, leider sind w!t den Ausbau der Bahn. Dos ist insbesondere durch den Vertrag gezwungen, einen Einheits von Herrn Coleman gesagt. Ich kann mich tarif zu haben usw. Ich habe das Empfinden, diesem Gedankengange nicht anschliezken. J
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