Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

U Verhandl. d. Bürgerschaft am 19. Juli 1910. ent Erleichterung dadurch geschaffen werden, daß bog enfreih eit gegeben wird, denn ein ver man die Pacht der Stadthalle herabsezt. Nun Künstler kann erst dann recht zeigen, was er bin ich der Meinung, daß es das zweckmäßigste leisten kann, wenn ihm eine ausreichende Mög- die wäre, wenn man den Pachtvertrag mit dem lichkeit für sein Schaffen gegeben ist. gt Besitzer der Stadthalle überhaupt nicht erneuern Nun ist, wie aus dem Bericht hervorgeht, fia würde. Die Stadthalle, für die der Direktor schon Vorsorge für einen Nachfolger getroffen. ct 19 000 M Pacht bezahlt, hat nach meiner Die Wahl ist auf Herrn Stanislaus Fuchs ese Meinung kaum die Unkosten der Vorstellungen gefallen, der sicherlich ein ausgezeichneter Künst- t. gedeckt. Sicher hat sie nicht entfernt das ein- ler ist, abér was er als Direktor leisten wird, nd gebracht, was der Pächter an Pacht zahlen steht noch dahin. Er war der Berater von ;1d mußte, und deshalb wäre es ein Schritt zum Herrn Direktor Kurtscholz und hat als solcher fig bessern, wenn wir den P a < t v ertr a g mit sicher auch dazu beigetragen, dâß das Repertoir te der Sta d thalle nicht wieder er- sich so gestaltet hat, wie es geschehen ist. Es h- neuern würden. Nach dem Vertrage mit gibt Stimmen, die meinen, daß das Repertoir 1g deni neuen Direktor wird ihm allerdings die besser hätte sein können. Ich stimme dem zu, in Stadthalle ohne weiteres aufgehängt, und das aber es wird sicher keinen Direktor geben, der tr kann ich nur bedauern. Es wird vielleicht es allen recht machen kann. Ich weiß nicht, ns befürchtet, daß in der Stadthalle, wenn der weshalb uns nun aber gewissermaßen die he Staat sie nicht pachtet, sich ein Konkurrenz- Pistole auf die Brust geseßt wird und weshalb 6 unternehmen etablieren könnte. Ich habe die der 26. Juli der Endtermin sein soll, bis zu dem !: Befürchtung, daß sich das Publikum dann in wir uns entscheiden müssen. Wenn dadurch | großen Scharen der Stadthalle zuwenden würde, eine gründliche Beratung der Vorlage erschwert i nicht. Die Akustik dort ist so schön wie ungefähr oder gar unmöglich gemacht wird, ist das sehr be die im Marmorsaal des städtischen Saalbaues, bedauerlich. Ich stehe auf dem Standpuntt, . in den niemand gern hineingeht. Sollte aber daß man in einer Kommission die Frage zu j! eine Konkurrenz eintreten, so bin ich der Meinung, prüfen hätte, ob es nicht richtiger ist, wenn wir h daß sie nur dazu beitragen wird, den Leiter des die Stelle ausschreiben. Ich bin weiter der h Stadttheaters darin zu bestärken, dem Publikum Ansicht, daß man die Frage der Verstaatlichung hi nur das Beste zu bieten. des Theaters einer Kommission überweisen § Nun möchte ich noch einige Worte zu dem kann. Ich halte die getroffene Wahl für recht j Direktionswechsel sagen, der ja sehr plöglich glücklich, bedaure es aber, daß wir den Schau- V gekommen ist. Es ist in verschiedenen Kreisen spieler Herrn Fuchs verlieren. Würden wir . die Rede davon gewesen, daß hinter den Herrn Direktor Kurtscholz behalten haben, hätten Kulissen gearbeitet sein müsse, um Herrn wir auch den Schauspieler Herrn Fuchs be- ( Intendanzrat Kurtscholz, der bei einigen Herren halten. (Zurufe: Nein.) Der Anjicht bin ich nicht beliebt sein soll, wegzubringen. Ich kann gewesen. Ich habe aber nichts weiter darüber nicht glauben, daß das zutrifft, aber es ist in gehört, weil ich nicht in den Kreisen verkehre, der Presse zum Ausdruck gekommen. Ich wo derartige Gerüchte kursieren. Ich möchte meine, es ist zweckmäßig, wenn seitens der Sie bitten, die Vorlage an eine Kommission zu Theaterbehörde auch hier erklärt wird, daß das verweisen und stelle hiermit den Antrag, damit nicht zutrifft. Jch bedaure lebhaft, daß Herr vor allem geprüft wird, ob es nicht richtiger ist, Direktor Kurtscholz geht, weil ich ihn für einen das Theater sstädtisch zu machen und weiter, ob außerordentlich tüchtigen und umsichtigen Mann man nicht richtiger handelte, wenn man die gehalten habe, der zweifellos unser Theater Stelle des Direktors ausschriebe. Ich glaube auf eine ansehnliche Höhe gebracht hat. Es sicher, daß wir auch dann, falls wir Herrn Fuchs wird auch gesagt, daß ihm nicht die nötige nicht erhielten, unter den gegebenen recht Ellenbogenfreiheit in seinem Handeln gegeben sei. guten Bedingungen einen tüchtigen Theater- Ich weiß nicht, ob das zutrifft, aber das Gefühl direktor erhalten würden, der es versteht, unser habe ich auch gehabt, als wenn die frühere Theater zu einer Stätte wahrer Kunst zu Theaterbetriebskommission die Tätigkeit des machen. : Direktors reichlich eingeengt hat. Ich möchte Dr. W i t t e r n (zur Geschäftsordnung): Ich nur wünschen, daß, wenn wir einen neuen beantrage die Vertagung der weiteren Be- Direktor bekommen, ihm recht w e it e Ell e n- ratung der Senatsvorlage. Es ist schlechterdings
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