Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

‘i Verhandl. d. Bürgerschaft am 18. Juli 1910. schließlich für den Radfahrverkehr bestimmt sind. so trifft es bezüglich der Radfahrwege zu. Die Jrent Über die Benutzung der Radfahrwege von Fuß- Anträge des Senates haben seinerzeit viel über gängern ist hier im Frühjahr ein Lied gesungen Widerspruch erfahren. Es scheint ja jett, als mer worden. Das muß man aber mit in Kauf wenn auch die Anträge der Kommission nicht chte, nehmen; denn an eine strikte Durchführung befriedigen. Setzen Sie noch einmal eine „ab- dieses Paragraphen ist gar nicht zu denten, Kommission ein, diese wird vielleicht zu noch über weil die nötige Aufsicht nicht stattfinden kann. andern Vorschlägen kommen, ebenso eine dritte ines Es würde dazu kommen, daß man immer be- Kommaisssion, wenn sie eingeseßtt würde. Ich dorf züglich der Ausweichgelegenheit in Konflikt bin aber überzeugt, daß Ihnen etwas, das sein, geriete. Vorgeschrieben ist, daß auf dem Fuß- allen gefällt, keine Kommission bringen wird. esen wege der Radfahrer, auf Radfahrwegen der Die Kommission, die Jhnen Bericht erstattet wei Fußgänger auszuweichen hat. Das wäre hier hat, steht auch nicht auf dem Standpunkt, Ihnen des- aber gar nicht zu kontrollieren. Es ist dringend das absolut Beste vorgeschlagen zu haben. Sie fnan notwendig, daß auf dieser Strecke etwas gemacht kann nur für sich in Anspruch nehmen, daß sie inde wird; man muß aber vor allen Dingen erst einen Ihnen nach bestem Wissen das gebracht hat, arer Fußweg schaffen, der auch als Radfahrweg was sie von den noch zu bauenden Wegen für 4,20 benutzt werden kann. Es ist selbstverständlich, brauchbar und mit am wünschenswertesten hält. wei daß aus der Radfahrkasse zu dem Bau dieses HWird, was wir vorschlagen jett nicht gemacht, vird Weges auch etwas beigetragen wird. Wir wird das meiste in einem oder zwei Jahren gn müssen auch dazu kommen, daß das vor zehn gemacht werden. Mich würde es darum ganz eine Jahren gemachte Gesetz über die Radfahrabgabe kalt lassen, wenn Sie heute eine neue Kom- tter geändert wird. mission einseszen. Wir haben nach bestem en! Ich möchte weiter eingehen auf den Antrag Wissen geurteilt; vielleicht findet aber eine aut von Herrn Buchwald, der die Ermäßigung der andere Kommisssion etwas Besseres. Was die ved Steigung des Jsraelsdorfer Radfahrweges durch Herstellung des Radfahrweges vom Gnevers- die Abtrag in den Sandbergstannen betrifft. Die dorfer Mühlenberg bis zur Landesgrenze an- if Sache ist seinerzeit vom Buürgerausschuß ab- langt, so hat Herr Neuner moniert, daß dieser un. gelehnt worden; selbst die Kommission schreibt Weg überhaupt nicht oder doch nur sehr wenig Ich darüber auf Seite 4 ihres Berichtes: , Außer- von Radfahrern befahren wird. Herr Reimpell die dem ist es fraglich, ob der Weg in seiner jetzigen hat vor sechs bis acht Wochen ausgeführt, daß aße Lage auf die Dauer überhaupt bestehen bleiben der Weg ganz enorm von Radfahrern benutzt sen! kann.“ Die Bebauung schreitet in jener Gegend werde. JIch habe + nicht jeßt, aber in früheren ebt ständig fort und wird ohne Zweifel in nicht zu Jahren ~ den Weg des öfteren benutt und ge- fd ferner Zeit auch eine Änderung und Verlegung funden, daß er verhältnismäßig viel befahren ehr des Radfahrweges nach sich ziehen. Auch die wird. Deshalb bin ich der Meinung, daß auch ve; Chaussee wird, wenn sie erst gepflastert ist, hier wie so oft die Wahrheit ziemlich in der fon gewiß wieder mehr als bisher von Radfahrern Mitte liegt. Herr Reimpell hat vielleicht etwas rg. benutt werden. Der Radfahrweg wird mit der übertrieben, und Herr Neuner schätt die Be- f!!! Zeit fast überflüssig werden, denn die Chaussee nutzung des Weges durch Radfahrer zu gering dis erhält durch die Neupflasterung und durch die ein. u s ing Tieferlegung bei dem Rondel eine so kurze Was die Äußerung von Herrn Neuner anlangt, ; Überfahrt, daß der Radfahrweg kaum mehr in daß der geplante Radfahrweg ein Fußgängerweg fit Benußung kommen wird. Die 5000 .14, die würde und daß er für das Geld der Radfahrer ct dafür aufgewendet werden, werden in An- gebaut würde, so ist das ja die bekannte Redens- eg betracht dessen, daß die Chaussee in den nächsten art, die hier allerdings nicht ganz am unrechten lar Jahren geändert wird, vergeblich aufgewanhtt Plate ist. Ich denke aber nicht so strenge :>< sein. f darüber, denn die Fußgänger sind doch sozu- zie Wortführer Dim p k e r: Ich möchte den sagen auch Menschen. (Heiterkeit.) Ich bin ü Fer church tert Üührthe tihses wit bas bir vutiehrte sure cht zg ftengrurtcn " sich zunächst auf Punkt a zu beschränken. sollten. Viele Wege außerhalb der Vorstädte !? Buch wald: Wenn irgendwie das Wort und eine ganze Anzahl der Wege im Landgebiet h unserer Schiffergesellschaft, daß allen zu ge- sind Fußwege, die aber von den Radfahrern y. fallen unmöglich ist, angewendet werden kann, mit benutzt werden. Genau genommen gehören 1.57
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