Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

14 –ô Verhandl. d. Bürgerschaft am 31. März 1910. Art. 73. Neues Stadttheatenr, der Arbeiterbildungsschule entgegengekommen Saalbau und Stadthalle ist und auch für sie Vorstellungen veranstaltet hat, ] ; damit auch die Arbeiter weiter Gelegenheit haben, Löw ig t: Die Ausgaben für das Stadt- das Theater mehr als bisher zu besuchen. Jch theater sind jetzt recht hohe, und sie resultieren möchte also bitten, daß die Zahl der Volksvor- meiner Meinung nach daher, daß der Besuch stellungen vermehrt wird. Zugleich bitte ich, nicht so ist, wie man ihn wohl erwartet hatte. auch mehr Wert auf das Repertoire dieser Vor- Besonders die sogenannten bessern Plätze sind stellungen zu legen. ; in leßter Heit meines Wissens recht miserabel besucht (sehr richtig), während die billigeren "q rt. 74. Krankenhaus. Plätze, die in geringerer Zahl vorhanden sind, ' x ) ii obwohl sie auch verhältnismäßig teuer sind, Schi em ann: Ich möchte Sie nur hin- häufig nicht zu erhalten sind. Es wäre wohl weisen auf den Unterschied zwischen den Be- an der Zeit, daß die Theaterbehörde sich mit der stimmungen der Ortskrankenkasse und denjenigen Frage beschäftigt, ob es nicht möglich ist, die HBestimmungen, welche für die Hausangestellten Zahl der billigeren Plätze des dritten Ranges um gelten. Sie finden sie abgedruckt in dem An- einige zu vermehren. Das ist angängig, wenmm hang des Gesseßes über das Gesinderecht. Die man die letten Plätze des zweiten Ranges mit der Ortskrankenkasse Angehörenden erhalten hinzunimmt. Diese Plätze stehen vielfach lee, eine Krankenunterstütung für 52 Wochen, min- während die Leute, die gern ihr Geld für den destens aber für 26 Wochen, während die Ange- dritten Rang ausgegeben hätten, an der Kasse hörigen der Hausangestellten nur eine solche für umkehren müssen. Weiter habe ich den Wunsch, 13 Wochen genießen. Ich möchte, falls diese daß, wenn der Vorverkauf stattfindet, etwas HMaterie nicht durch die Reichsversicherungs- mehr auf die. Wünsche des hiesigen Publikums dHrdnung geregelt wird, bitten, daß ihr die Rücksicht genommen wird. Es ist wiederholt erforderliche Aufmerksamkeit zugewendet wird, vorgekommen, daß, wenn Leute zwei Tage vr daß eventuell Änderungen dahingehend ge- der Vorstellung, also wenn mit dem Vorverkauf troffen werden, daß auch die Hausangesstellten begonnen werden soll, 11 Uhr zur Kasse gingen größere Vergünstigungen genießen, als sie deren und Plätze für den dritten Rang haben wollten, bisher teilhaftig geworden sind. sie die Antwort erhielten, daß die Plätze aus- ; verkauft seien. Es ist dann eine Beschwerde an XX. Abschnitt. Für V olks s ch ul- die Theaterleitung gegangen. Darauf ist er- b ( U 1.6 N. widert worden, daß die Hälfte der wenigen billigen Plätze für Vorbestellungen auswärtiger Senator Dr. F e h lin g: Herr Senator Rabe Besucher reserviert werden müßte. Ich meine, hat Jhnen gestern unter Hinweis auf den Stand daß die minderbemittelten Theaterbesucher dieses übertragbaren Kontos mitgeteilt, daß Lübecks doch den Vorzug haben sollten, um das darauf die Summe von 29 000 .1& bereits vor- Theater besuchen zu können. Vielleicht kann schußweise angewiesen iste. Das müßte also man darüber auch anderer Meinung sein. Herr reguliert werden. Wenn es jett nicht geschieht, Klein hat ja vordem ausgesprochen, daß die wird, falls Sie die 100 000 .46 für Volksschul- Arbeiter Lübecks viel mehr erhielten als sie bauten streichen, der Senat mit einem be- bezahlten. Es kann sein, daß dieser Grundsaep sonderen Antrage kommen müssen. Ferner auch anderwo gilt, wenn ich ihn auch sicherlich teile ich Ihnen mit, welche Ausgaben demnächst nicht für richtig halte. Ich möchte zunächst dieee dauf dieses Konto zu übernehmen wären. Am wenigen Wünsche ausgesprochen haben. Weiter %24. November 1909 hat die Bürgerschaft einen wünsche ich, daß die Zahl der Volksvorstellungen Erweiterungsbau der 2. St. Jürgenschule be- etwas vermehrt wird. Ich habe das schon eim schlossen, wofür 166 500 .#6 beantragt waren. mal hier gesagt, möchte es aber troßpdem heute Die Bewilligung dieser Summe ist bis zur Vor- wiederholen. Es werden jetßt sechs Volks- legung des Spezialkostenanschlages verschoben. vorstellungen veranstaltet; diese Zahl reicht aber Sie wird jettt umgehend erfolgen müssen, denn nicht aus. Es ist anzuerkennen, und ich bin dee der Bau muß diesen Sommer ausgeführt Behörde dafür dankbar, daß man in letzter Zeit werden. Weitere städtische Volksschulbauten 29'
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