Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

: ] 26,3 - die Bastion „Rehbock“ abbaggert und in die KRV]. Brücken, Fähr en un d Öffent- Buchten die Erde bringt. So isst auch die Ab- liche Badeanstalten. sicht. Dadurch sparen wir erhebliche Kosten, ; denn sonst würde uns die Arbeit um mindestens P u m p - Schlutup: Es wäre sehr wünschens- 50% teurer werden. Um das zu vermeiden, wert, wenn an dem niedrigen Teil der Herren- müssen beide Arbeiten zusammen gemacht wer- wyker Brücke, wo das Fährboot anlegt, an zwei den. Es nützt Ihnen alles nichts, wenn Sie Seiten ein Geländer angebracht würde, um Un- nicht die Siele direkt ins tiefe Wasser hinein- glücksfällen vorzubeugen, die sehr leicht eintreten legen. Ich bitte Sie deswegen, diese Posiion können. Ferner möchte ich bitten, die Schlu- nicht zu streichen und den Senatsantrag wieder tuper Brücke möglichst nicht früher abzu- herzustellen. brechen, bevor die neue Kaianlage soweit her- ; gestellt ist, daß Passagierdampfer dort anlegen Dr. S ch 1 o m e r: Den von Herrn Dr. Ziehh fköznnen. | erwähnten Einwand gegen meine Ausführungen kann allerdings nach meiner Ansicht nur en . D a h m s: Am 16. Oktober 1905 haben wir Rechtsanwalt erheben, ich hätte ihn aber nicht von hier aus auf mein Ersuchen einen Antrag von Herrn Dr. Ziehl erwartet. Einem Rechts- gn den Bürgerausschuß gebracht, der den Zweck anwalt nehme ich es nicht übel, wenn er nichts hatte, die Versorgung der Str u > f äh r € und von der Selbstreinigung der Flüsse gehört hat. der Einsie d elf ähr e mit Kraftbe- Es steht fest, daß bei der Einführung der Siele t ri e b in die Wege zu leiten. Der Bürger- an andern Stellen solche Mißstände wie im ghausschuß hat diesen Antrag an den Senat ge- Stadtgraben nicht herrschen. Ich bin kein dhracht, der Senat hat ihn aber nicht befürwortet. Freund davon, daß unsre Siele in die Flüsse Die Kommission des Bürgerausschusses, der hineingeführt werden sollen, aber eime Ab- seinerzeit die Rückäußerung des Senates zur änderung würde Jahre erfordern. Deshalb HBeratung überwiesen worden ist, hat nur aus nehme ich jest das Gute und hoffe, daß es dem Grunde von der weiteren Befürwortung später durch das Bessere ersest wird. Die cbgesehen, weil die Überbrückung des Hafens an Ausführungen von Herrn Dr. Ziehl über jener Stelle damals in Aussicht stand. Am die Fäulnisbakterien sind teilweise berech Hd5. November 1908 ist aber diese Überbrückung, tigt, aber die Folgerung wäre, daß Herr jch muß von meinem Standpunkte aus sagen Dr. Ziehl anregen müßte, überall Misté ,leider“, abgelehnt worden. Seitdem sind an haufen in den Straßen F anzulegen, denn jener Stelle die Kaibauten zu Ende geführt, die sind eine Fundgrube für Fäulnis- ü„nd wie Sie gesehen haben, ist ein neues Fähr- bakterien. Ich denke aber, daß sie in dboot für die Struckfähre in etwas kürzerer und der Stadt verboten sind. Daher wollen dkhyxeiterer Form eingestellt worden. Dennoch wir auch diese schwimmenden Misthaufen im erscheint es angemessen, wo die Überbrückung Stadtgraben entfernen. in ziemlich weiter Ferne gerückt ist, an die Mit Herrn Rechtsanwalt Fehling darüber zu Ausstattung der Fähre mit Kraftbetrieb zu streiten, daß ich gegen das gesamte Budget erinnern. Man hat neuerdings für derartige stimme, hat keinen Wert. Dazu ist mir die Fähren recht gute Systeme, ich denke an das Zeit jetzt zu kostbar. Ich nehme an, daß Herr System Wessström, so ist damit die Möglichkeit Rechtsanwalt Fehling, den ich wegen seiner gegeben, vermittels des elektrischen Strontes oft geistreichen Ausführungen sehr schäte, vom Lande aus und ohne kostspielige Ausbauten diesen alten Ladenhüter nur hervorgeholt dieser Boote zu betreiben. Ich möchte an hat, weil er durch die dreitägige Debatte sehr den Senat bei dieser Gelegenheit die Bitte ermüdet ist. richten, die Ausstattung dieser Fährboote mit Kraftbetrieb wieder in Ertvägung zu Die Bürgerschaft lehnt hierauf dem Antrage ziehen. des Bürgerausschusses entsprechend die Ab- baggerung der Bastion „Rehbock“ und die Nach Erledigung des Voranschlages der Bau- Regulierung des Stadtgrabens bei der Puppen- deputation wird die Beratung des allgemeinen brücke ab. Voranschlages wieder aufgenommen. :I0
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