Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

eine Durchschnittslohnhöhe erreicht, die in der deshalb zu der Überzeugung gekommen, daß Tat nicht zu verzeichnen ist. Ich könnte hier sie nur deswegen ausgelassen worden sind, weil eine ganze Anzahl von Fällen anführen und für diese Arbeiter Löhne von 2,40 s6 während darauf hinweisen, daß beim Wasserwert an der sechs Sommermonate gezahlt werden, Löhnen bezahlt sein sollen 1221 M bei den während der Wintermonate gar nur 2,10 M, Platarbeitern, 1315 .46 bei den Heizern, während soweit es sich um Wald- und Forstarbeiter handelt, in Wirklichkeit Stundenlöhne von 35 und 37 Pf. wobei noch 60 M für die Wohnung abgerechnet bezahlt werden. Ich könnte weiter darauf hin- werden. Es wird also für diese Arbeiter nur weisen, daß, wenn man diese Löhne, wie sie ein Lohn von 600 .46 bis 700 . im Jahre bezahlt. heute an die Arbeiter gezahlt werden, rein nackt Es wäre zweckmäßig und richtig gewesen, wenn betrachtet, dieses Durchschnittsgehalt nicht im auch diese Arbeiter mit in der Drucksache auf- geringsten erreicht wird. Weiter kommt in geführt wären, damit man sich ein tatsächliches Frage, daß die Arbeitszeit zwar in diesem Bericht HBild darüber machen kann. angegeben ist, nicht aber, innerhalb welcher Ich habe dann noch eine Bitte auszusprechen. Stunden di e s e Löhne erzielt wurden. Ich Sie geht dahin, daß den Bürgerschaftsmit- habe eine Aufstellung bekommen, nach welcher gliedern, natürlich nach vorheriger Anmeldung ein Lohn, der hier mit 1720 K aufgeführt wird, bei dem in Frage kommenden Direktor oder in 4300 Arbeitsstunden verdient worden ist, das dem Vorsteher der betreffenden Gemeindeanftalt, heißt in 430 Arbeitstagen im Jahre. Sie der Zutritt zu den Gemeindeanstalten gestattet können daraus ermessen, da wir im allgemeinen wird. Sie werden vielleicht sagen, daß das 300 Arbeitstage haben, daß eine ganz enorme nicht geht, und auf einen Unfall verweisen, der Anzahl von UL. gemacht ist und nur sich vor mehreren Jahren abgespielt hat und dadurch dieser Lohn von 1720 .s herauskommt. dem leider ein Mitglied der Bürgerschaft zum Ich erkläre, daß mir diese Aufstellung absolut Opfer gefallen ist. Das scheidet aber meines nicht genügt. Ich bin vielmehr der Meinung, Erachtens aus, denn das eine steht fest, daß man daß, wenn man uns eine solche gibt, dann auch nicht solche Betriebe besichtigen wird, wo die die Arbeitszeit, innerhalb welcher der Lohn Möglichkeit eines derartigen Falles vorliegt. verdient ist, also die Zahl der Arbeitsstunden, Es handelt sich hierbei für uns Bürgerschafts- mit aufgeführt werden muß, um kein schiefes mitglieder um solche Anstalten, die man ohne Bild zu bekommen. Wenn wir uns über die Lebensgefahr besichtigen kann, um in ihnen die tatsächlichen Lohnverhältnisse der Staats- und Arbeitsmethode und die inneren technischen Ein- Gemeindearbeiter klar werden wollen, können richtungen derselben kennen zu lernen. So wir das nur auf Grund einer Aufstellung, wie geschieht es auch in andern Städten. Was man sie mir zuteil geworden ist. Danach sind hier dort den Stadtverordneten, soweit es sich nicht 1819 Staats- und Gemeindearbeiter in Lübeck um Deputationen handelt, gewährleistet hat, beschäftigt. Von diesen beziehen 946, also weit das läßt sich auch hier machen. Ich möchte deshalb über die Hälfte, unter 1200 JM. Wenn Sie sich bitten, daß nach vorheriger Anmeldung bei der das Dekret des Senates vor Augen führen, in Frage kommenden Instanz den Bürgerschafts- wonach im allgemeinen Durchschnittslöhne von mitgliedern die Möglichkeit gegeben wird, Zu- 1300 M, 1400 Mk und 1500 Ms bezahlt werden, tritt zu den Betriebsanstalten zu bekommen. Es werden Sie mir zugeben müssen, daß die An- wäre mir lieb, wenn gerade über den letten gaben in der Tat nicht den Tatsachen entsprechen, Punkt eine Erklärung abgegeben wird. mindestens nicht insoweit, als auch die Löhne Senator Dr. Li e n au: Ich möchte in Kürze der Vorarbeiter darin aufgenommen sind. Ich auf die Angaben, die Herr Stelling über die hätte dann erwartet, daß, wenn man uns eine Einnahmen der Arbeiter bei den Gas- und Aufstellung über die Löhne der Staats- uuan HWassserwerken gemacht hat, eingehen. Es ist Gemeindearbeiter gibt, dann auch alle Arbeiter- nicht zutreffend, daß eine Reihe von Arbeitern kategorien mit erwähnt wären und daß man eine Einnahme von weniger als 1200 M bezieht. nicht diejenigen ausgelassen hätte, die verhältnis- Es liegt mir hier die Unterlage zur Feststellung mäßig minimal bezahlt werden. Das sind die des Durchschnittsjahresverdienstes der Arbeiter Arbeiter in den Wall- und Friedhofsanlagen der Gas- und Wasserwerke im Kalenderjahre und die Wald- und Forstarbeiter. Ich habe die 1909 vor. Darnach hat die Einnahme der Plat- Drucksache verschiedentlich durchgelesen, habe arbeiter im Durchschnitt 1307 . betragen. Die diese Arbeiterschichten aber vermißt. Ich bin Laternenwärter hatten einen Durchschnitts- 150
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.