Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

eine Mitteilung zugehen zu lassen. Es ist mir. Ich muß offen“aussprechen, daß mir das äußerst von da aus die Antwort erteilt, das, wenn auffällig ist. die Reiferstraße nicht gepflastert würde, beide Senator Dr. St o o s s : Die Namen der Chausseestrecken gepflastert werden sollten. I< einzelnen Arbeiter, denen gekündigt worden ist, möchte heute noch einmal dafür meine Stimme sind mir nicht bekannt, auch der Behörde nicht. einlegen, und ich bitte die Baudeputation recht Das werden wir naturgemäß dem pyeflicht- dringend, diese beiden Chausseestrecken, die vm mäßigen Ermessen der Beamten überlassen, der Bahnhofsstraßze nach dem Rehtteich und wem sie kündigen wollen. Jm übrigen ist der von der Bahnhofsstraße nach der Fackenburger Behörde berichtet worden, es sollten haupt- Allee führen, so bald wie möglich zu pflastern. sächlich die Arbeiter entlassen werden, die am Sie werden sehr stark in Anspruch genommen, wenigsten lange bei der Behörde gearbeitet und ich halte es für durchaus notwendig, daß hätten. Ob unter den Gekündigten auch einige diese beiden Stellen ausgebaut werden. Jm dazwischen sind, die schon etwas länger, vielleicht Sommer isst da viel Staub, der in die Bahn- Jahre, für die Baudeputation gearbeitet haben, hofsstraße gebracht wird, und im Winter, wenn weiß ich nicht. Man wird bezüglich der Auswahl es naß ist, wird der Schlamm von der Chaussee der Arbeiter, denen gekündigt werden soll, den ebenfalls dorthin geführt. Ich möchte daher Beamten freie Hand lassen müssen. bitten, daß so bald wie möglich die Bau- Dr. S chl o m e r: Ich möchte die Bürger- deputation daran denkt, diese Strecke auszu- schaft bitten, der Anregung der Herren Neuner bauen. Ich hoffe, daß die Pflasterung der und Lauenstein bezüglich der Reiferstraße keine Reiferstraßze abgelehnt wird. Ich kann dem Folge zu geben. Wer häufig gezwungen ist, Herrn Vorredner vollständig recht geben, daß die Reiferstraßze zu passieren, wird andrer der Verkehr dort durchaus nicht ein derartiger KAnjicht über die Güte des Pflasters sein. Viel- ist, daß es notwendig erscheinen könnte, diese leicht hat Herr Lauenstein seine Ansicht über die Straße neu zu pflastern. Ich bin heute morgen Güte des Pflasters an einer Dorfstraße gebildet, noch dort entlang gegangen. Wenn es auch kein fùür eine städtische Straße ist aber jedenfalls die vorzügliches Pflaster ist, ist es doch ein solches, Pflasterung der Zeit nicht mehr entsprechend. daß Fuhrwerk dort verkehren kann, wenn es Nun wird hier bestritten, daß die Reiferstraße auch noch so schwer ist. Zudem hat die Wickede- eine Verkehrssstraße ist, und es wird gesagt, daß straße, die Parallelstraße, ein sehr schönes nicht weit von ihr entfernt die Wickedestraße Pflaster, so daß der Hauptverkehr dort sein wird. liegt, die ein besseres Pflaster hat. Es ist aber St ellin g: Es ist vom Senatstisch die eine bekannte Tatsache, daß der Verkehr sich Möglichkeit zugegeben worden, daß 30 bis 40 nicht in bestimmte Bahnen zwingen läßt, sondern Arbeitern des Siel- und Wegebaues gekündigt. daß er immer den kürzesten Weg einschlägt. worden ist. Herr Senator Dr. Stooss sagte, Die Reiferstraße ist an und für sich eine ziemlich daß keine Mittel mehr vorhanden seien. Ich dicht bevölkerte Straße. Es stehen in ihr wundere mich, offen gestanden, darüber, daß ungefähr 100 Häuser, die von je zwei bis drei mir diese Auskunft zuteil wird. Ich möchte Familien bewohnt werden, so daß ungefähr mir eigentlich bei dieser Gelegenheit die Frage 250 Familien dort wohnen, also im ganzen gestatten, ob man Beamte, die nicht mehr ungefähr 800 bis 1000 Personen. Der Verkehr beschäftigt werden können, weil keine Mittel ist also, wenn ich mich so ausdrücken dacf, ein mehr vorhanden sind, auch kündigt. Das ist ziemlich lebhafter. Aber auch der Durchgangs- bislang nicht geschehen. Die Sache ist die, verkehr ist besonders stark, denn alle Personen, daß die Mittel vorhanden sind und auch vor- die über die Drehbrücke kommen und nach der handen sein müssen, um das machen zu können, Fackenburger Allee wollen, passieren die Reifer- was irgendwie gemacht werden muß. Wenn straße. Sie schlagen den kürzesten Weg ein, nur das geschieht, was heute hier im Saale der sich ihnen bietet, und das ist der durch die gewünscht worden ist, ist auch Arbeit in Hülle Reiferstrazke. Sie lassen sich nicht zwingen, und Fülle da. Aber auch zugegeben, daß die etwa durch die Wickedestraße zu gehen. Auch Arbeitsgelegenheit eine geringe ist, wie kommt alle die Arbeiter, die nach den Fabriken in der es dann, daß man nicht jüngeren Leuten, die Fackenburger Allee gehen, nach Ewers, Beth, erst seit kurzer Zeit beschäftigt sind, kündigt, der Hansabrauerei, der Hansameierei und den sondern Leuten, die, wie gesagt, zum Teil bis zu übrigen, passieren diese Straße. Wenn Herr acht Jahren im Staatsdienste gearbeitet haben ? Lauenstein sich einmal zwischen 12 und 1 Uhr 90
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.