Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

.. P4 - sie sich bestimmt nicht ein, und Herr Kahn? sagt, ee des Geländes an und für sich sind, kann es Ihnen könne erklären, nachhem er sich mit den Herren schnuppe sein, was der einzelne Unternehmer dort unterhalten habe, daß sie bereit seien, an diesem aufführt, ob eine schwere Industrie mit eigener Ma- Vertrag noch etwas zu ändern. Nicht den Preis, sschinenwerkstätte oder nur eine Werkstelle, für die er aber doch indirekt dadurch, daß die Firma das leichte Bretter braucht. Im Prinzip kann Ihnen Terrain, was ihr vielleicht später überliefert werden das egal sein. Der Grund darf nicht entscheidend soll, gleich nimmt und mit diesem Preis bezahlt, sein. Wenn Sie im Prinzip die Berechtigung des während wir bislang doch über die Zukunft im Verkaufs von Staatsländereien anerkennen, muß es Zweifel blieben. Das ist aber doch ein großer dJIhnen gleich sein, zu welchem Industriezweck der Unterschied. Bei dieser ganzen Sachlage kann die Verkäufer das Land will. Wir erkennen die prin- Bürgerschaft heute nichts andres tun, als den yzipielle Berechtigung des Verkaufs von Staats- Antrag von Herrn Kahns anzunehmen. ländereien um deswillen nicht an, weil wir sagen, in Gewundert habe ich mich über die Ausführungen 20 bis 30 Jahren wird der Wert der im Besitz des von Herrn Dr. Wittern. Er sagte, es ginge aus Staats befindlichen Ländereien ein so ungeheuer diesen Verhandlungen heute hervor, es wäre am großer sein, daß wir ganz ungeheuerlich handelten, besten, alles der Behörde zu überlassen, und er halle wenn wir sie aus der Hand geben. es für zweckmäßig, wenn sie nicht bloß über den Es ist von Herrn Heinrich Thiel gesagt worden, Verkauf, sondern auch über alle Bedingungen alleen es sei in der Bürgerschaft noch niemals darüber ge- entscheide, auch den Verkaufspreis festseze. Ich habe klagt worden, daß das Finanzdepartement zu billig von Herrn Dr. Wittern bei Schlutup in bezug auf verkaufe, wir verkauften alles mit den Aufschlägen die Düngerfabrik von allem genau das Gegenteil der entgangenen Zinsen usw. Wir haben aber zu gehört. (Lebhaftes sehr richtig und große Heiterkeit.) billigeren Preisen verkauft, als uns Ländereien selbst Wissell: Gerade die legte Äußerung des Herm gekostet haben. Ich brauche nur das Hochofenwerk Dr. Wittern ist es, die mir unbedingt Veranlassunng zu nennen. Da haben wir zu demselben Preis geben mußte, das Wort zu nehmen. Er hat ein verkauft, zu dem wir gekauft haben, und es ist nichts Wort gesprochen, dessen Konsequenz die Verneinung aufgeschlagen. (Widerspruch.) Wir haben für 14 Pf. unsrer eigenen Existenzberechtigung ist. Denn wenn verkauft, Herr Rudolf Thiel, und wenn Sie das das wahr ist, daß nur die Behörde imstande ist, zu bestreiten, dann wissen Sie über die Preise nicht prüfen und den Preis zu bemessen, was sollen wir Bescheind. Es ist nicht aufgeschlagen der Preis für denn hier? Dann sind wir überflüssig, und unsre die Uferbahn, sondern den haben wir aus unsrer Beratungen sind zwecklos. Das Vertrauen zu den Teasche bar zugezahlt. Wir haben damals opponiert weisen Vätern unsrer guten Stadt, das im allge. und werden stets gegen jeden Verkauf von Staats- meinen bei Herrn Dr. Wittern nicht recht stark aus- ländereien opponieren, abgesehen vielleicht von der- geprägt ist, sich hier aber zeigt, hatte ich bei ihm artigen Ausnahmen, die Herr Schulmerich anführte, nicht vorausgeseßt. Ich habe dieses Zutrauen zu oder wenn es ssich z. B. um kleine Zipfel von Lände- der Richtigkeit dessen, was vom Senatstisch gesagt reien handelt, die für uns keinen Wert haben, aber wird, nach dem, was wir in den lettten Jahren in für einen Privatmann von Vorteil sein können. In bezug auf die Berichtigung unsrer eigenen Gesetze dem Fall werden wir dafür stimmen. Wir sind erfahren haben, gewiß nicht gerechtfertigt gefunden. aber direkt gegen den Verkauf von Staatsländereien, Ich verstehe auch eins wirklich nicht. Hier wird uns die für die Zukunft ungeheure Werte und Vermögens- jetzt vom Senatstisch gesagt, daß das, was in der vorteile für den Staat haben. Ich kann die prin- Vorlage gestanden habe, eigentlich nicht richtig sei. zipielle Berechtigung nicht anerkennen, hier Eigentum Dahinter stecke etwas andres. Wenn aber andre des Staats aus der Hand zu geben, ohne daß wir Gründe maßgebend sind für den Vertrag mit der irgendwelchen finanziellen Vorteil haben. Das ge- Firma, sollte man sie uns auch mit offenen Worten schähe nur zum Schaden unsrer selbst und unsrer sagen und nicht einzelnen Kommissionsmitgliedern, Nachkommen, für deren Vorteil doch auch zu sorgen und uns alle zu der Ansicht kommen lassen, der die ist. Sie werden natürlicherweise, auf einem andern Herren v. Schack und Dr. Ziehl schon Ausdruck prinzipiellen Standpunkt stehend, die Staatsländereien gaben. Wir konnten nach der Vorlage des Senats verkaufen. Wie wir heute von Herrn Kahns gehört “the zu ber üéentws koiuutn. bas so eitzehenzä I utrt, 111.9 % "st. zzc§h. §3 tic deshalb, weil es sich um schwere Industrie handelt, Jahre Pachtkontrakt eingehen will. Das sollten wir die Sache anders ansehen sollen als bei leichter wenigstens zu erreichen versuchen. In späterer Zeit Industrie. Ich meine, wenn Sie für den Verkauf können wir vielleicht die Verpachtung auf längere
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