Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

57 ö Verhaudl. d. Bürgerschaft am 183. Januar 1908. der Nähe weitere Fabriken etablieren, welche sich um eine Industrie handel. Das haben wir diese Bahn mit benutzen und dadurch mit zu schon im September behauptet. Die Kommission den Anlagekosten beisteuern, soweit sie von der hat lange gebraucht, um zu ihrem Schlusse zu Firma Smidth nicht gedeckt werden. Das sind kommen. Wenn Sie den stenographischen Bericht alles Rücksichtnahmen, die dahin führen, das Terrain zur Hand nehmen, finden Sie, daß damals von SES p ESPO S U wt: Zur Pachtung eines Industriegeländes wird sich kum für manche Industrie nicht den vollen Wert habe, ein Unternehmer verstehen; wenn wir darauf bestehen weil die Bodenverhältnissse schlechte wären. Aber wollen, können wir die Sache nur schliegen. Das mit Rücksicht darauf sprach ich damals aus, daß man kann wohl in Hamburg geschehen, wo jeder Fuß bret wit dem Verkauf der Plätze nicht zurückhalten dürfe. Landes mit Gold aufgewogen wird, aber so weit sind Sch wa br o < : Auch ich bin im September bei wir hier leider noch nich. Das ist heute fur unuen der Verhandlung nicht anwesend gewesen, sonst noch undurchführbar, und es müssen hier in der würde ich dann schon für die Annahme gesprochen Regel Verkaufsverhältnisse bestehen bleiben. Wenn haben. Ich unterschreibe alles, was die Herren Sie diese Plätze nicht verkaufen wollen, haben Sie Senatskommissare und Herr H. Thiel für die An- denn ssonst welche in der Nähe der Stadt anzubieten? nahme der Vorlage ausgeführt haben. Aber ich Es sind keine da, sonst müßten Sie schon Vorwerk möchte mich gegen den Antrag Kahns wenden, da in Angriff nehmen, was weitere, sehr große Kapitalen ich befürchte, daß dieser Antrag die Firma Dietel erfordert. Wir haben augenblicklich sonst keine Pläszße zu sehr belastet und die Konkurrenzfähigkeit gegen- in der Nähe der Stadt für kleinere und mittlere über den bestehenden Unternehmungen in Harburg Betriebe abzugeben als nur diese, und das ist de und Stettin schädigen könnte. Natürlich ist die Grund gewesen, daß seinerzeit dem Finanzdepartement Firma Diestel allein ausschlaggebend dafür, zu be- die Verwertung der Terrains überwiesen ise. Sie stimmen, wie weit sie gehen kann. Aber wenn wir sollten nicht allein auf den Preis sehen, sondern ach den Senatsantrag abgelehnt haben, ist es schwer, berücksichtigen, wie der Industrie und namentlieh, daß der Senat einen neuen Antrag auf gleicher hiesigen Unternehmern zu helfen ist. Ich darf hie HBasis der Bürgerschaft entgegenbringt. Deshalb hinweisen auf den Verkauf des Terrains an die bitte ich Sie, dem jetzigen Senatsantrag zuzu- Firma Schetelig & Nölck, bei dem seinerzeit anerkannt stimmen. Ich will noch hinzufügen bezüglich der worden ist, daß vielleicht einige Mark aus diesem Frage des Verkaufs oder der Verpachtung, daß ich Areal mehr herausgeschlagen wären, wenn es zu der Ansicht bin, daß man für die Vergrößerung be- Bauplätzen ausgelegt wäre. Sie haben aber zuu stehender Betriebe und für die Errichtung neuer gestanden, daß es richtig sei, einer hier bestehenden dIndustrien, wenn so gewünscht wird, alle Terrains Fabrik weiter zu helfen. Dasselbe Prinzip haben verkaufen sollte, die der Staat für eigene Zwecke Sie bei Genehmigung des Vertrags mit der nicht benötigt, und ich sehe das in Frage stehende Maschinenbaugesellschaft anerkannt, und wahrlich nicht Terrain so an, daß es auf absehbare Zeit nicht für zum Schaden für Lübeck. Die hier bestehende In. Staatszwecke in Frage kommen kann. Nun will dustrie muß zuerst verlangen, daß ihr Hilfe zutel die Firma Diestel das Terrain kaufen und nicht wird, wenn sie im Begriff ist, sich zu vergrößern. pachten, und da bin ich der Meinung, daß man es Senator Eschen burg: Ich freue mich, daß verkaufen solle. Den Preis halte ich für angängig, Herr v. Schack seinen Standpunkt geändert hate. und ich betone nochmals, wenn die Firma die Ich habe nicht die Absicht gehabt, ihn mit meinn 14 000 Quadratmeter in Option wünscht, hat sie Ausführungen zu verlegen. Aber ich habe dafür zweifelsohne bestimmte Gründe dafür. Wenn wir plädiert, da für diese Terrains erst kürzlich eine aber der auswärtigen Firma Smidth & Co. eine Kommission eingesetzt ist, sie zu verkaufen, und dabei solche Option einräumen, haben wir die Ver- geäußert, daß sie aus den Kreisen zusammengesett pflichtung gegenüber dieser rührigen einheimischen sei, die ich für die Sachverständigsten halte. Es irma um so mehr. (Sehr richtig.) Man soll die gehören dazu Herren aus der Handelskammer, der hiesigen Firmen mindestens ebenso gut stellen wie aus- Gewerbekammer und dem Finanzdepartement, und wüärtige. Deshalb bin ich dafür, daß wir den Senats- dieser Zusammensezung gegenüber habe ich behaupte, antrag annehmen, wie er uns entgegengebracht ist. daß die hier ad hoe eingesetzte Kommission nicht Senator Rabe: Ich möchte Sie auch bitten, mit der gleichen Sachkunde ausgerüstet sein könnte. den Senatsantrag anzunehmen. Ich kann hier aus- Darin kann eine Beleidigung nicht liegen. Herr sprechen, daß die Firma Diestel auch heute schon v. Schack kommt jetzt zu der Überzeugung, daß es bereit ist, den Platz käuflich zu übernehmen. Aber
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