Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

anlagen und Garteuanlagen Deutschlands und auc eine Miete von jährlich von . 3500 einbrächten. des näheren Auslands. Die Reisekosten stellen fich Wenn wir das Geld so groß nötig haben, belasten nicht hoch. Wenn man zwei Beamte daran teil. Sie uns nicht wieder mit jährlich zirka . 2000. nehmen ließe, vielleicht in einem Fahre den Ober. JIch verstehe diese Inkonsequenz nicht. Einmal heißt förster, im andern den Stadtgärtner, würden sie Ge- es, sparsam zu sein, und im nächsten Augenblick wird legenheit haben, das Schönste in Deutschland zu sehen, wieder Geld ausgegeben. Ich vermag natürlich nicht sie würden im Austausch der Ansichten mit andern zu übersehen, ob der Antrag, wie ihn Herr Heinsohn Herren viel lernen und ihre Kenntnisse wesentlieh gestellt hat, richtig ist; ich halte es aber für not- bereichern. Ich empfehle, dieser Anregung näher. wendig, nachdem ich mich überzeugt habe, daß in zutreten. Dem Vorschlag von Herrn Heinsohn, Göärtnerkreisen die Meinungen geteilt sind, daß die das Endgehalt auf / 3800 zu bemessen, bitte ih Sache nochmals kommisssarisch geprüft wird. Ich nicht beizutreten, weil ich der Meinung bin, daß uns wöchte deshalb den Antrag stellen, daß eine Kom- dann keine tüchtige Kraft erhalten bleibt. mission eingeseßt wird. Es ist an und für sich sehr Heinsohn: Die lezten Worte des Herrn Peters erfreulich, wenn vom Senatztisch gesagt worden ist, veranlassen mich, nochmals das Wort zu ergreifen. es soll jede Nebenbeschäftigung für diesen Beamten Es wird von dem Herrn Spezialkommissar des ffortfallen. Ich möchte nur wünschen, daß das überall Senats gesagt, wir müßten einen tüchtigen, technich durchgeführt würde. Wir sehen, daß dem einen eine vorgebildeten Stadtgärtner haben. Ja, die Leute, Pprivattätigkeit gestattet wird, dem andern aber wird die heutigen Tags vorwärts wollen, müssen sich s ie verboten. Auch hierbei soll doch wieder Privat- schon genügend vorbilden. Das verlange ich auh tätigkeit gestattet sein, nur sollen die Einnahmen der von einem Landschaftsgärtner, der sich für diese HVBaudeputation zufließen. (Widerspruch.) Es sind Stellung meldet. Dann wird nicht nur in der jedenfalls Arbeiten, die direkt mit der Sache nichts Weise, wie Herr Peters sagte, Gelegenheit zur Fore. gzu tun haben und wofür unter allen Umständen bildung gegeben, sondern auch durch eine tüchtige ceine Zahlung erfolgt. Ich weiß aber nicht, wie Fachliteratur, durch die jeder Gewerbetreibende Ge- später die Sache gedeichselt wird. Jedenfalls ist legenheit hat, sich weiterzubilden. Ich bin deshalb mir die Sache nicht klar. Aber mag dem sein wie fest überzeugt, daß wir für dieses Gehalt einen ihm wolle, ich bin der Meinung, daß es gewiß an- durchaus tüchtigen Mann bekommen werden. Nebenbei genehm ist, wenn die Nebenarbeiten fortfallen und gesagt ist er nicht allein dem Baudirektor, sonderen wir die betreffenden Beamten nur für ihr Amt an- auch der Behörde unterstellt, und in diese setze ich stellen, aber was erleben wir denn da ? Wir haben schon das Vertrauen, daß sie sehr wohl prüfen kann, vor einiger Zeit einen Staatstierarzt angestellt. wenn der Mann für besondere Arbeiten seine Vor- Nun habe ich angenommen, daß jetzt beispielsweise lagen macht. bei den Pferdeankäufen für unsre Feuerwehr in A. Pape: Ich habe mich in gärtnerischen erster Linie neben dem Fachkenner, dem Branddirektor, Kreisen umgehört und erfahren, daß sie dem Antrag unser Staatstierarzt mit bei der Sache herangezogen selbst mit sehr geteilter Meinung gegenüberstehen. würde. Das ist aber nicht der Fall gewesen, sondern Die einen wünschen unter allen Umständen den man hat einen Privattierarzt hinzugezogen, der bei Antrag abgelehnt, die andern sind der Meinung, dem Ankauf der Pferde mit eine Entscheidung gehabt daß etwas mehr in der Landschaftsgärtnerei geschehen hat. Es sind immer nur schöne Worte, die hier müßte, es seien in den letzten Jahrzehnten beispiels. gdausgesprochen werden, in der Praxis sieht die Sache weise keinerlei Alleen neugepflanzt worden. Das ganz anders aus. Ich bin der Ansicht, daß dieser mag bedauerlich sein, aber an und für sich ist das Antrag unbedingt eine nochmalige kommisßsarische noch kein Grund, um deshalb mit dieser kolossalea Prüfung erfordert. Gehaltserhöhung vorzugehen. Es ist überhaupt eine Senator Dr. Eschenburg: Es ist gewiß eigenartige Erscheinung, daß, sobald der Beamten. richtig, daß man den Beamtenbesoldungsetat nicht besoldungsetat durchbrochen wird, es sich gewöhnlih, ohne Not durchbrechen soll. Die Veranlassung zu um besser besoldete Beamte handel. Daß wir dem vorliegenden Antrag bietet aber der Tod des gerade im jetzigen Augenblick hier eine Gehalts- Inhabers einer Stelle, die man unter den bisherigen erhöhung bekommen, ohne daß im entferntesten auh Bedingungen nicht wieder beseßen will bzw. in aus. nur die Notwendigkeit dafür nachgewiesen wird, reichender Weise nicht wiederbesetzen zu können glaubt. vermag ich nicht einzusehen. Wir haben in der Wenn man eine ebenso tüchtige Kraft wie den bis- lezten Sitzung vom Senat gehört, wir möchten recht herigen Stadtgärtner gewinnen will, bleibt unter den sparsam sein und den Antrag ablehnen, der forderte, obwaltenden Umständen nichts andres übrig, als daß Häuser beseitigt werden sollten, weil sie uns HMeittel und Wege zu finden, wie das Gehalt der A I
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