Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

199 Wie sehr Herr Geheimrat Bielefeldt mit seinen Tanzmasken aus Neu-Mecklenburg. s Ausführungen die Herzen seiner Hörer für die schöne Jedermann fertigt zur Zeit des Totenfestes diese Sache der Arbeitergärten zu erwärmen gewußt hatte, Masken (tatanua) im Geheimen an. Über den Kopf zeigte die nachfolgende Besprechung, Allseiig war gestülpt, werden sie beim Fest im Tanzhause benußt, man überzeugt von der großen Bedeutung solcher ö Dem Eingeborenen sind diese grotesken Masken Gärten, und der Vorschlag des Direktors der Ge. der Inbegriff aller männlichen Schönheit: große sellschaft, Herrn Senator Dr. Neumann, die Eine hreite Nase, große Ohren, weißgekalkte Backenbärte, richtung von Arbeitergärten auch in Lübeck zu ver großer Mund mit guten Zähnen usw. sind die suchen, fand allseitige Zustimmung; man hoffte, daß Schönheitsideale der Neu-Mecklenburger. Die Masken das Rote Kreuz, das sich um die Walderholungss werden aus einem Holzsstück mit Muschel. oder Eisen- stätte und die Waldschule schon so große Verdienste dwerkzeugen geschnitt, bemalt und mit dem Haar- erworben hat, sich auch der Arbeitergärten annehmen schmuck versehen. Diesen stelltt man durch Pflanzen- werde. Zunächst wird eine auf dem Herrenabend mark, Bast, Korallengeslecht usw. dar. Er führt uns eingeseßte Kommission, der außer Herrn Geheimrat die langentschwundene, alte, raupenartige Kopftracht Bielefeldt die Herren Senator Evers, Senator Ver: vor Augen, der wir jetzt nur noch auf Kanist begegnen. mehren, Ökonomierat Eckhoff und Assessor Dr. Link Auch die durchbohrten, lang herabhängenden Ohr-. angehören, das weitere in die Wege leiten. läppchen sind aus Neu-Mecklenburg verschwunden. Museum für Völkerkunde. Tanzsstäbe von Neu-Mecklenburg. ' ;1 Süd Die tanzfrohen Eingeborenen wissen ihren Auf- Abteilung St fee führungen nach außen hin ein farbenprächtiges, be- Nische mit Speeren von Neu-Meéklenburg, stechendes Gepräge zu geben. Der Schmuck ist aller- Neu-Hannover und den Salomoinseln. dings mehr des Tanzes wegen vorhanden, doch Speere von Neu-Hannover und dem benachr wechseln Bemalung, Verhüllung, Maskierung, Tanz- barten nördlichen Teil von Neu-Mecdklenburg attribute mit dem Tanze. Auch die Musik paßt sich bilden die vordere Reihe, die beiden hinteren stammen sigen qt. tesien Nouxt rot Futter src! von Y? F.temeiu ti; den. beides éctlézllic it Von den Mérticrn zen het. den serenczio! bieten bestehen aus zwei Teilen, dem Bambusschafte änzen, vor allem gelegentlch des Erntesestes (kulao- und y Spitze aus Betelholz. Diese tritt uns in K!zsrtine vunbereltt . Britset Hüte 219 pz jorvu f gest iger allmählich nach oben hin tragen die Stäbe in der linken wie rechten Hand; t hunt vit luce. sie folgen genau den Bewegungen des Körpers und RH; 1 s zr S itze wirken so recht malerisch. Sämtliche Stäbe stellen Oberhalé sqth tus .. Spitze und Schaft qr sher witer zt zr tso:s1 beiheznh ist die erste V-fsörmig eingekerbt und mit starken elben Uns auh diese i bisweilen noch pc lärtt Ärjrcihnjttn an, Sdufte. vehritst, u, lum suus.it ‘zu ‘nu, t Sthuucit: die 'Miaäte d.: mente verziert, die Augen, Pflanzenteile, Schlangen, runde Kreis das Auge des Duk.Duk ahnen läßt. Durchschnitte durch Fische usw., wahllos zu einer Dr. Paul Hambruch.. "n!: rs. u. den Salomoinseln Der Lübecker Zeichner Friedrich Schmidt. sind gleichfalls zusammengesetzt. Schast und Spite (Sonderausstellung im Museum Lübeckischer Kunst- werden allerdings aus einem Stück Hartholz gearbeitet. und Kulturgeschichte.) Doch bewehrt man die Spitze mit einer Reihe N. Widerhaken (masingke) aus den Flügelknochen einer Den Hafen zu Lübeck im 18. und 19. Jahrhundert Pteropusart. Diese werden in Rosetten angeordnet, zeigte uns die letzte Sonderausstellung des Museums durch feine Faserfäden am Schafte befesligt und mit HLübeckischer Kunst- und Kulturgeschichte. An ihre Stelle weißer Tonerde (moruvassi) bemalt. Am unteren tritt von heute ab eine neue, die uns bekannt macht Teil der Spitze, die durch einen Knopf (uiru) gegen mit den Blättern des hiesigen Zeichners Johann den Schaft hin abgeseßt wird, bemerkt man ein Friedrich Theodor Schmidt. Der am 15. d. M. Paar menschliche Figuren in hocender. Stellzuz: im Museum gehaltene und diesem Manne gewidmete : ! .. :. ; j en Ütziter--7--- Dies Oeyejys! §s7:.t. vz.! iht uo *) Der sorgfältigen Sammlung des Herrn Wendt aus iu .der. uira pflegt der Geist zu wohnen. Lübeck verdankt das Museum eine Reihe solcher Tanzattribute.
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