Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

~~ 617 Ÿ Verhandl. d. Bürgerschast am 14. Dezember 1908. ] Wortführer Dr. Görtz: Der Herr Antragsteller nicht sachverständig genug und kann daher nur bitten sth. der. Yuures !. zurück, und dafür trit dauch diesen Punkt in Erwägung zu ziehen. ; Dr. Baethce: Ich s; ge die Gehaltsfestseßung der Et. ÿ.estezhuts. Fr Arsshteik.1a für die Förster nur als eine provisorische an, wenig- Pachikontrakt abgelaufen ist Ob wir damit aber stens bis zur Beschlußfasung über den neuen ein besseres Resultat bekommen, ist doch sehr zweifel. Beamtenbejoldungsetat. Ich würde es für wünschens. haft, weil wir im Interesse des Publikums, das dort wert erachten, wenn die Herren, die den Beamten. im Walde verkehrt, die Jagd außerordentlich ein- besoldungsetat vorbereiten, auch danach strebten, die schränken müssen und namentlich ihre Ausübung an Förster in die andern Beamtenkategorien einzuschieben. Sonntagen, d. h. also gerade in der Zeit, wo jeder Es ist nicht angenehm, daß der Beamtenetat so bunte der sich der Jagd ergibt, am besten Zeit ’hat. Was scheckig aussieht dadurch, daß die Förster noch wieder die Buchenstände um die Forsthalle betrifft, so hat eine besondere Klasse bilden. Das Gleiche ist der es niemals in der Absicht der Forstverwaltung ge- Fall mit den Lehrern. Es wäre wünschenswert, legen, diese ganz von der Durchforstung freizuhalten. wenn es sich ermöglichen ließe, sämtliche Beamten Bei den Vorwürfen, die bezüglich der Abholzung in einen einheitlichen Etat zu vereinigen. Das ist des Schwerin erhoben sind, liegt es auf der Hand, der eine Wunsch, den ich habe. Zweitens möchte daß diese Durchforstung außerordentlich hat ein- ich anheimgeben zu erwägen, ob es nicht möglich geschränkt werden müssen. Sie dürfen auch bei dem ist, aus unsern Forsten etwas mehr Geld zu machen, HIsraelsdorfer Revier nicht vergessen, daß eine ganze als zurzeit der Fall ist. Weshalb dies wünschenswert Reihe von Ausgaben nicht forstlicher Natur sind, ist, brauche ich nicht auszuführen. Mir ist gesagt gz. B. Anlage von Wegen, Aufräumen von allen worden, daß das Jsraelsdorfer Revier, insbesondere möglichen Sachen usw., so daß tatsächlich die eigent- der Schwerin, jezt so gut wie nichts bringt, weil liche Forstverwaltung nicht so teuer ist wie sie zu die alten Eichen geschont werden sollen. Es ent- sein scheint. spricht das einem Wunsche der Bürgerschaft, auf den Eckermanu: Ich möchte einen Wunsch, der vor der Senat eingegangen ist, und auch ich will nicht einiger Zeit im Generalanzeiger ausgesprochen wurde, dagegen sprechen. Etwas anderes ist es, ob nicht in auch hier unterstüßen. Er betrifft das Wesloer unsern Buchenbeständen, insbesondere bei der Forse. Moor. Es besteht die Absicht, teilweise ist sie schon halle, durch eine Durchforstung ein größerer Ertrag ausgeführt, das Wesloer Moor durch Tieserlegung erreicht werden kann, einmal in bezug auf den Wert des Grundwasserspiegels auszutrockfnen und auf: der Stämme, die geschlagen werden, vor allen Dingen zuforsten. Ich kann zwar nicht beurteilen, in welchem aber mit Rücksicht auf ein besseres Wachstum der HDMagße in später Zeit einmal dadurch eine Erhöhung Restbejtände. Mir ist gesagt worden, die Buchen der Einnahmen unseres Staates erzielt werden wird, ständen zum Teil so dicht, daß sich die Kronen nicht doch würde ich es außerordentlich bedauern, wenn entwickeln könnten. Ich bin nicht sachverständig das Wesloer Moor seinen jetzigen Charakter verlieren genug, am das beurteilen zu können, ich möchte aber fsollte. Wir haben jehr schöne Spaziergänge in der bitten, daß die Forstbehörde erwägt, ob es nicht an- Nähe von Lübeck, aber zu gewissen Jahreszeiten, im gängig ist oder empfehlenswert wäre, diese Bestände Frühling und Herbst, zähle ich das Wesloer Moor etwas mehr durchzuforsten, um dem Rest größere nwmit seinen Partien zu den reizvollsten. Es würde Freiheit zum Wachsen zu gewähren. Drittens möchte außerordentlich verlieren, wenn das in großem Maße ich bitten, nochmals in Erwägung zu ziehen, ob aus fortgeführt werden sollte, was geplant ist. Dann den Jagdpachten nicht noch höhere Beträge heraus- kommt noch ein zweiter Punkt hinzu, der auch Be- gezogen werden können. In der Drucksache Nr. 19 achtung verdient. Das Wesloer Moor ist nicht nur ist auf Seite 9 ausgeführt, daß der Pachtertrag für eine Stätte der Erholung und Anregung für Spazier- die Jagd im Lauerholz deswegen so niedrig sei, weil gänger, sondern es hat auch großen Wert für unsere dem Pächter viele einschränkende Bedingungen auf, Schulen. Es ist eine fast unerschöpfliche Fundgrube erlegt werden müßten. Aber es wäre immerhin der naturkundlichen Belehrung. Das Pflanzenleben fraglich, ob sich nicht auch bei den jezigen Bee und zum Teil auch das niedere Tierleben ist von so dingungen ein Pächter finden sollte, der eine höhere großer Eigenart, wie wir es in leicht erreichbarer Pacht zahlt als zurzeit bezahlt wird. Wenn man Nähe Lübecks jedenfalls nicht wieder haben. Das diese Jagden ausschreibt, würden wir möglicherweie würde alles vollständig verloren gehen. Ich möchte höhere Beträge erzielen können. Ich bin auch hierin daher den Wunsch aussprechen, diese Trockenlegung
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.