Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

> . .2 Im auf beiden Seiten eines schiffbaren Stromes liegt, mir zustimmen, daß Sie seinerzeit auch nicht damit wird eine derartige Verbindung der beiden Stadt. gerechnet haben, die Mittel und Wege schaffen zu hälften entbehren können. Wenn sie bisher hat wmiüssen, die in dem kurzen Zeitraum von zehn Jahren fehlen können, so ist zu berücksichtigen, daß unsere notwendig geworden sind. Auf zehn Jahre hinaus Stadt nur klein war, daß sie früher eigentlich nur hier etwas bestimmen zu wollen, ist doch ganz außer- an einer Seite der Trave lag. Jetzt hat die Vor- ordentlich gewagt, und ich glaube und hoffe, daß stadt St. Lorenz aber so viele Einwohner wie die. das, was Herr Lüth ausführte, ein Trugschluß ist. innere Stadt, und da ist es begreiflich, daß mehr Heinsohn: Diese Vorlage, die uns heute und mehr das Bedürfnis einer Verbindung von beschäftigt, ist ja nicht ganz neu. Schon vor einer Seite zur andern in der scharfen Weise her- längerer Zeit ist diese Sache, die hier gebaut vortritt, wie dies jezt durch die Ausführung der werden soll, in Aussicht genommen, und es ist jetzt Brücke zum Ausdruck gelangen soll. Herr Lüth der Zeitpunkt herangerückt, die Brücke zu bauen. meinte ferner, die Industrie meide uns, wenn wir Was ich sagen will, ist von den Vorrednern schon nicht leichte Bedingungen für ihre Entwicklung teilweise erwähnt. Nun wird das ganze als schaffen. Die Industrie nimmt leichte Bedingungen Vorspiel von verschiedenen Rednern gedeutet, als natürlich gern an, aber die Hauptsache für ihre wenn es nur dazu dienen solle, die weiterliegenden Entwicklung ist, daß wir die zweckentsprechendsen Projekte für die Erschließung der Industrieländereien Verbindungen für den Verkehr schaffen, und jede auf diesem Wege zu ebnen. Ich fasse die Sache Industrie wird für derartige Verkehrsmittel und doch etwas anders auf. Ich denke nicht, daß die wege gern eine Last, natürlich muß sie verhältnis. Brücke allein ein Vorteil für die Nordseite der mäßig sein, übernehmen. Ich kann Ihnen aus Vorstadt St. Lorenz sein soll, wenn wir unsere meinen Erfahrungen im Industrieausschuß sagen, daß Stadt und die Zuwegungen zu dieser betrachten. es bei Anfragen von außen in erster Linie heißt: Ich bin entschieden dafür, daß wir eine gute Wie ist die Lage zur Stadt, wie können die Arbeite. Zuwegung auch nach der Wallhalbinsel schaffen. zur Stadt kommen, ferner wie sind die Verkehrs.. Das ist eine der notwendigsten Sachen. Die Hoch- lep pte Behn vit quis Bahert. jr, Frege ccace h mg vu 112.§ctthiter telt ä sichern, daß es nicht immer leicht ist, sie in zwecks. Stadt von großem Vorteil. Sehen Sie sich mal entsprechender und zufriedenstellender Weise zu be- vergleichsweise den Verkehr in der Mitte der Stadt, antworten, die Verbindungen zur Stadt liegen nicht. in der Holstenstraße und den Straßen herum, und ganz einfach, und man muß sehr suchen, das Richtige. dann in der schönen Burgstraße an. Wie groß ist zu treffen. Wenn die Industrie sich hier noch nicht der Verkehr in der Holstenstraße und wie gering in in so großem Maßstab hat entwickeln können, wie der Burgstraße. Ich verspreche mir von dem Bau es gewünscht wird, so wissen Sie alle, daß das im der Hochbrücke eine bedeutende Belebung für den großen ganzen seinen Grund in den schweren Geld- nördlichen Teil der Stadt. Es wird immer gesagt, verhältnissen hat, die allgemein vorliege. Aber man solle für Arbeiterwohnungen sorgen. In wollen wir erst anfangen mit dem Ausbau der Ver.. diesem Teil der Stadt sind eine ganze Menge bindungswege zur Stadt, wenn die Geldverhältnisse Wohnungen vorhanden, die nicht der Neuzeit in sich wesentlich verbessert haben, dann kommen wir, allem entsprechen. Sie würden gern von den wie schon bei andern Gelegenheiten, einen Posttag Arbeitern benutzt, wenn eine flotte Verbindung mit zu spät, und wir würden bedauern müssen, diese der Stadt da wäre. Dann ist gesagt worden, es Mittel und Wege nicht schon früher geschaffen zu ei jetßt hauptsächlich der Geldverhältnisse wegen haben. eine ungünstige Zeit, zu bauen. Gewiß, in mancher Herr Lüth äußerte weiter, wir könnten ohne Beziehung ist der Zeitpunkt aber auch wieder günstig, Nachteil mit dem Bau der Brücke noch zehn Jahre weil die Materialien, die hier in Betracht kommen, warten. Er spricht da ein großes Wort gelassen zurzeit billiger sind. Von Fachleuten ist mir gesagt, aus. Ich glaube, Sie teilen alle mit mir die daß das Material zurzeit bedeutend billiger zu be- Hoffnung, daß wir nicht zehn Jahre auf diese schaffen sei. Der Bericht des Bürgerausjschusses ist Brücke zu warten haben. Wir hoffen, daß unsere. in der Hochkonjunktur erstattet. Industrie sich in einem schnelleren Tempo entwickeln Nun soll für die Hochbrücke selbst nach dem wird und wir schon in kürzerer Zeit gezwungen A ntrage des Herrn Lüth ein Wettbewerb stattfinden. werden, den Bau der Brücke in die Wege zu leiten. Das käme aber zurzeit nicht so direkt in Betracht. Wenn Sie zehn Jahre zurückdenken, werden Sie €s ist gesagt worden, bis zu dem Zeitpunkt, wo 510
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