Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

Bürgerschaft die Aufgabe hat, niemand zu Lust und karten ausgegeben waren. Sie werden eben haupt- Leide zu handeln. Hier aber stehen wir vor einem sächlich im Winter gelöst, und es ist das auch in Punkt, in dem wir tatsächlich einem Teil der der Eingabe hervorgehoben worden. Ich kann nur Bevölkerung etwas zu Leide tun. Wenn Sie in wiederholt bitten, daß wir die Vorlage an eine den letten Wochen in Travemünde Gelegenheit Komumission verweisen, weil sonst der Travemünder gehabt hätten, am Strom, dort wo Fischr und \Alrbeiterstand zu sehr dezimiert wird. Die Trave- Segler sich aufhalten, mit diesem und jenem zu münder rechnen darauf, daß ihnen dieser kleine sprechen, würde es Ihnen wie mir ergangen sein, Erwerb erhalten bleibt. Ich möchte Sie deshalb daß Ihnen zahlreiche Klagen der Unzufriedenheit bitten, den Antrag Klatt anzunehmen und gleichzeitig zu Ohren gekommen wären. Die Leute sind erst in dauch den Senat zu ersuchen, in eine Revision des den letzten Tagen darauf aufmerksam geworden, daß ganzen Fischereigeseßes einzutreten. hier die Fischereiordnung im nachteiligen Sinne für Dr. Mey er: Ich glaube, wir müssen zwei die Travemünder geändert werden soll, sonst würden Sachen auseinander halten, einmal die Verordnung sie ihre Eingabe viel früher an die Bürgerschaft betr. des Aalstechens und zweitens die Revision des gebracht haben. Das können Sie nicht von diesem ganzen Gessegzes betr. die Regelung der gewerblichen Teil der Bevölkerung verlangen, daß sie sich à jour Fischereiverhältnisse. Wenn Sie die Vorlage des bezüglich der Drucksachen an die Bürgerschaft erhält, Senates an eine Kommisssion verweisen wollen, ist und daraus ergibt sich dieses Handeln in lezter dagegen zweifellos von seiten der Bürgerschaft nichts Stunde. In Travemünde herrscht die Meinung einzuwenden. Aber ich möchte mit einigen Worten vor, die Schlutuper wollen es mir nicht übelnehmen, auf die historische Entwicklung der Verordnung zurück- wenn ich das deutlich ausspreche, daß Schlutup etwas weisen. Die Zeit, in der das Gesetz entstand, liegt zu Liebe geschehen soll. Das ist tatsächlich die zwölf Jahre zurück. Ich habe eben die Verhand-. Meinung der Travemünder Bevölkerung, denn mir lungen vom Jahre 1896 durchgelesen und finde, ist es so entgegengebracht worden. Darum, meine daß die Sache damals ganz am Schlusse der ich, haben wir die Pflicht, die Stimmen aus Beratung durch einen Antrag von Herrn Konsul Travemünde zu beachten, die uns entgegenschallen Fehling noch in das Gesetz gekommen ist. Ich glaube, und die Verhältnisse etwas genauer zu untersuchen. er hat dabei die Idee gehabt, daß die Erlaubnis In Travemünde sagte mir gestern ein gebildeter zum Aalstechen mehr im Interesse der Badegäste Mann: „Jüngst ist in Ihrer Bürgerschaft die und der besseren Bevölkerung liege. Die Fischer Äußerung gefallen, daß sie zu sehr ein Stadtparlament haben sich damals nur eben nicht dagegen gesträubt, wäre; hier zeigt es sich wieder, denn wenn sie das sondern gesagt, es wäre nichts dagegen einzuwenden. nicht wäre, würde der Bürgerausschuß diesen Antrag Zweitens möchte ich sagen: Beachten Sie die schon gar nicht durchgelassen haben, aber wahr- Warnungen des Herrn Spezialkommissars von vor- scheinlich wird es morgen ebenso gehen, die Stimmen hin, nicht bei dieser Gelegenheit an dem ganzen draußen werden ungehört verhallen, und die Herrn Fischereigeseß zu rühren. Wenn Sie die damalige Städter werden für sich urteilen." Ich habe dem Verhandlung durchlesen, werden Sie die Überzeugung Herrn gegenüber hervorgehoben, es möchte sein, daß bekommen, daß eine Einigung auch jetzt zweifellos er in einzelnen Fällen recht hätte, zu veralle.. nicht erzielt werden wird. Die verschiedenen Lübecker gemeinern sei das auf die gesamte Bürgerscha ft Fischereigenossenschaften oder Innungen befinden sich gewiß nicht. Wollen wir heute Gerechtigkeit üben, ungefähr wie die Staaten Europas in einem bestimmten so sind wir verpflichtet, den Antrag auf Kommissions- Gleichgewicht. Rühren Sie nicht an einer Stelle, beratung anzunehmen, damit auch jene von mir denn dann wird an einer anderen Stelle ganz bezeichneten Teile der Bevölkerung zu Gehör kommen. bestimmt ein Gegendruck hervortreten. Eine Einigung Ich möchte noch auf eins kurz hinweisen. Es ist nach meiner Überzeugung so leicht nicht zu erzielen. ist hier hervorgehoben, daß die Zahl der Aalstech- Blicken Sie aber genauer in die früheren Verhandlungen, karten in den Jahren 1905, 1906 und 1907 120, so muß man, glaube ich, die Travemünder Fischer 113 und 137 beträgt. Die Hiffern sind nicht zu geradezu vor einer Revision des Gesetzes warnen. bezweifeln, denn sie sind amtlich. Dagegen möchte Ich habe den Eindruck, daß, wenn jetzt eine Revision ich hinweisen auf das, was Herr Steffen eben vorgenommen wird, sie nicht zu Gunsten der Trave- geäußert hat, daß nämlich die Schlutuper und münder, sondern mehr zu Gunsten der Schlutuper Gothmunder Fischer das Aalstechen nur zur Eiszeit und Gothmunder Fischer ausfallen wird. Ich berufe ausüben. Ein Beweis dafür, daß auch die Trave. mich dabei auf die Äußerungen des damaligen münder das tun, ist der, daß bis Anfang Juli, ud Komumisssionsmitgliedes, Herrn Schacht, der sagte, die Karten habe ich selbst gesehen, nur 65 Aalsteez. man müsssse wohl, wenn erst der Elbe-Trave.Kanal 376
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