Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

~ . 3 Verhandl. d. Bürgerschaft am 27. Juli 1908. die gleiche wie im Herbst und Frühjahr. Bekanntlich einträglichen, lohnenden, den ganzen Sommer über liegt das Baugewerbe in den Sommermonaten geseglieh währenden Aalfängen jedoch sind sie ausgeschlossen. still, da verboten ist, vom Juli bis zum September HWir haben keinen Schaden davon, wenn das Aal. Arbeiten in der Villenkolonie auszuführen. Ich stechen gestattet wird. Sollten wir es denn unsern möchte nochmals die Bürgerschaft ersuchen, dem An. dWMitbrüdern verbieten? Daß wir das nicht wollen, trage Klatt zuzustimmen. kann uns keiner verdenkee. Daß dieses Gesetz Senator Kul enk a m p: Daß dieser Antrag dringend revidiert werden muß, beweisen alle Tat- nicht von allen Seiten mit Zufriedenheit aufgenommen sachen. Ich habe schon am 15. Juli d. J. beim würde, war vorauszusehen. Daß aber gerade bei Polizeiamt eine Änderung der Sache beantragt, und den Fischern Travemündes ein so großer Widerstanad zwar dahingehend, daß den Stadtfischern, den Goth- sich erheben würde, habe ich nicht erwartete. Die nwmunder, Schlutuper und Travemünder Fischern ge- Fischer sind verhältnismäßig wenig hieran interessiet, dwmeinschaftlich von der Herrenbrücke ab das Fischen denn nicht sie sind es, die hauptsächlich den Aalstieh, zusteht. Das würde Freiheit und Freude geben. ausüben, sondern andere Personen. Daß es sih um HLassen Sie das Gesetz noch zehn Jahre bestehen, eine Lebensfrage der Fischer handeln sollte, wie Her geht die Travemünder Fischerei ganz zugrunde. Klatt betont hat, kann ich nicht zugeben. Es handelt Das beweisen die jetzt vorliegenden Tatsachen. Ich sich um eine Lebensfrage weder für die Fischer noh muß daher dringend bitten, daß das Fischereigesetz für andere Personen. Der Senat isi der Über- revidiert werde. zeugung, daß der Betrieb des Aalstechens, wie er Meincke-Travemünde: Mein Gesundheitszusstand sich seit einer Reihe von Jahren entwickelt hat, en läßt es leider nicht zu, lange zu reden, aber ich Hemmnis und eine Gefahr für die Fischerei bedeutet. kann es heute nicht übers Herz bringen, zu schweigen, Er hat sich darum verpflichtet gehalten, diesen Antrag weil mir das Geseg für Travemünde zu wichtig einzubringen. Er mag von einer Kommission ge. erscheint. Ich bin nicht der Ansicht, wie Herr prüft werden, wenn Sie es für erforderlich hallen. Senator Kulenkamp, daß es sich dabei nicht um Ich bin überzeugt, daß sich dabei ergeben wird, daß eine Lebensfrage der Travemünder Fischer handelt. die Befürchtungen, die hier geäußert sind, nicht im Herr Senator Kulenkamp hat Herrn Klatt allerdings entferntesten begründet sind. Vor einem möchte ih nicht richtig verstanden. Er hat nicht gesagt, daß warnen. Erweitern Sie die Aufgabe der Kommission die Einschränkung des Aalstechens eine Lebensfrage nicht über den gegenwärtigen Antrag hinaus. Ich für die Fischer sei, sondern er hat darauf hinge- würde es für außerordentlich bedenklich halten, wen wiesen, daß die Anderung des Geseyes eine Lebens- Sie dem Wunsche des Herrn Klatt Rechnung trügen frage für die Travemünder Fischer sei, und darin und die Kommission beauftragten, über diesen Punkt kann ihm jeder beipflichten. Vor zwei oder drei hinaus eine Revision des ganzen Geseßges vor.. Jahren schon sagte Herr Polizeirat Velhagen mir, zunehmen. Diejenigen Herren, die bei dem Zustande daß beabsichtigt sei, das Aalstechen einzuschränken. kommen des FFischereigeseßzes mitgearbeitet haben, Ich antwortete ihm damals, daß ich das nicht werden sich erinnern, unter welchen Kämpfen und billigen könne, da die Erträge des Aalstechens so Schwierigkeiten jeder einzelne Punkt dieses Geseges sc
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