Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

Verhandl. d. Bürgerschaft am 26. März 1908. Nr. 9. am Donnerstag, den 26. März 1908. (Beilage zu den „Lübeckischen Blättern“ Nr. 15.) +11 H+ Tagesordnung: Fortsetzung und Schluß der Budgetberatung. Ä Der Wortführer Dr. G ör t eröffnet die Sizung Erstens ist Herr Lippert kein Hilfsarbeiter, zweitens 7 Uhr 20 Minuten. ist er hier kein Vertreter derselben und drittens liegt Jenne (zur persönlichen Bemerkung): In dr in meinen Worten kein Angriff gegen die Hilfs- gestrigen Versammlung der Bürgerschaft hat der arbeiter, wenn ich ausspreche, daß sie nicht genügend Herr Polizeiinspektor Lippert bei der Besprechung beschäftigt seien. Es ist das ein Vorwurf, der diese der Besezung einer Kanzlistenstelle erster Gehalts. Herren nicht trifft, sondern der Grund liegt darin, klasse zum Schluß ausgeführt, daß Herr Jenne mit daß zeitweilig mehr angestellt sind als nötig ist. der Anstellung beauftragt würde. Diese Äußerung Nur dgs habe ich ausführen wollen. Wenn Sie habe ich gestern nicht gehört, die Herren Buchwald den stenographischen Bericht lesen, werden Sie finden, und Dr. Görtz haben nur meinen Namen nennen daß die Äußerung des Herrn Lippert jeder Be- hören. Es ist vermutlich irgendeine Störung ein gründung entbehrt. Ich werde auf seine Bemerkungen, getreten, so daß ich gestern nicht in der Lage war, auch wenn er sie wiederholen sollte, nicht irgendwie auf die Äußerung des Herrn Lippert zu antworten. reagieren. Übrigens, eins möchte ich hier doch bei Es ist dies eine Fortseßzung der Bemerkung, die dieser Gelegenheit in der Bürgerschaft erklären. So- Herr Lippert vorgestern in bezug auf meine Person lange ich die Ehre habe, hier zu sitzen, habe ich gemacht hat. Sie haben alle die kränkende Außerunung meine Meinung immer frei und offen ausgesprochen {"; ri: per Uisyeri gegen Liss scsciieche:1 h) uud 1rtp: das. ort init t1t. pe ts. zu antworten. Ich werde auch, wenn Herr Lippert oder nicht. Das ist mir’ ganz egal. Meine Uber- fortfahren sollte, meine Person in der Art und zeugung geht mir über die Möglichkeit, mein Mandat Weise in die Debatte zu ziehen, wie er es getan nicht wieder zu erhalten. (Lebhaftes Bravo.) Das hat und wie es in diesem Saale bisher niemals ge. habe ich hier einmal öffentlich aussprechen wollen. schehen ist, nicht antworten. (Bravo.) Ich glaube, Lippert (zur persönlichen Bemerkung): Ich daß Sie alle damit einverstanden sind. Ich will möchte darauf erwidern, daß die Ausführungen des aber doch hier feststelen, daß Herr Lippert absolut Herrn Jenne, die er eben gemacht hat, meiner Über- keinen Grund zu einer derartigen groben Äußerung pzeugung und der meiner Kollegen nach nicht richtig hatte. Ich habe sie in der Zeitung gelesen, denn sind. Die Ausführungen bezüglich der Beamten hat das Stenogramm meiner Rede ist noch nicht in er tatsächlich gemacht, denn er hat ausdrücklich gesagt: meinen Händen. Ich habe nichts weiter gesagt, als „„Ich komme auch oft in die Bureaus, ich habe aber es möchte geprüft werden, daß die Zahl der Hilfs- noch nicht gesehen, daß ein Beamter sich überarbeitet arbeiter wenn möglich vermindert würde, da ich hat." Diese Verallgemeinerung ist eine Kränkung für glaubte, die Beobachtung gemacht zu haben, daß den gesamten Beamtenstand. (Widerspruch.) Jawohl, einzelne Beamte nicht genügend beschäftigt seienn Herr Jenne hat vorher darauf hingewiesen, daß zu- V 11
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