Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

= 213 ö Verhandl. d. Bürgerschaft am 24. März 1908. In Berlin werden zum Teil die Versezungen an Meines Erachtens ist nur zu helfen mit der Fest- 30. oder 31. März vollzogen, und dann beginnt legung des Osterfestes, einem Problem, das schon zu das neue Schuljahr schon am 2. April wiede. Bismarcks Zeiten angeregt wurde und bei dem Ein- Seinerzeit trat mir Herr Direktor Prof. Dr. Müller fluß dieses großen Mannes vielleicht zu lösen ge- hier entgegen. Aber troßdem möchte ich die Frage wesen wäre. Es war zu jener Zeit, als der Papst von neuem in Fluß bringen, ob es nicht möglich it, in der Karolinenfrage zum Schiedsrichter angerufen für alle Teile, Lehrer sowohl als auch Schüler, de wurde. In diesem Angenblict wäre es vielleicht Schulquartale, soweit angängig, gleichmäßig wie in wmöglich getesen, sich in der Christenheit über die anderen großen Städten festzulegen. Festlegung des Ossterfestes zu verständigen. Ob es Jenne: Der deutsche Handelstag hat den Antrag jetzt nuch dazu kommen wird, ist mir sehr zweifelhaft. angenommen, daß die Bundesregierung beschließen ' Gusmann: Ich möchte troßdem konstatieten, möchte, eine Festlegung des Osterfestes, und zwar daß ich noch vorgestern einen Brief aus Berlin be- auf den ersten Sonntag nach dem 4. April, herber kommen habe, wonach das Realgymnasium am zuführen. Wenn das in Europa durchgeführt würde, 30. oder 31. März die Versegzung vornimmt und würde das erreicht sein, wäs Herr Gusmann wünsche. am 2. April das neue Schuljahr beginnt. Man hat allerdings die Befürchtung, daß Rußland Thi ele (zu Art. 42, Baugewerkschulen): Ich nicht darauf eingehen wird. Das läßt sich nicht habe in einem früheren Jahre angeregt, ob es nicht vermeiden, und die Sache muß dann auch ohne Rus möglich wäre, den Schülern am Tage Unterricht zu land gemacht werden. Es würde nichts im Wege erteilen. Warum ? Wenn die Burschen den ganzen stehen, wenn die Bürgerschaft sich dem Senat gegen. Tag gearbeitet haben, haben sie abends nicht mehr über dahin ausspräche, daß sie erfreut darüber wäre, die Aufmerksamkeit wie am Tage. Wir machen es wenn das, was ich eben bezüglich des Osterfestes bei den Kaufleuten doch auch so. Wir müssen erwähnte, durchgeführt würde. Ich persönlich wäre unsere jungen Leute tagsüber in die Schule schicken, unbedingt dafür, daß man einen dahingehenden und warum sollte es nicht auch bei den Handwerkern Antrag unterstützte. möglich sein ? Dr. Müller: Wenn das erreichbar wäre, das Senator Dr. Eschenburg: Der Unterricht in Osterfest festzulegen, wären wir aus aller Not. Ich der Baugewerkschule wird am Tage erteilt. (Thiele: fürchte nur, der Widerstand dagegen wird sehr groß Ich meinte die Gewerbeschule.) Das ist eine Frage, sein, leider. Herrn Gusmann möchte ich bemerken, die augenblicklich erwogen wird. daß ich die Richtigkeit seiner Behauptungen, wenig- Wiss ell (zu Artikel 45, Stadttheater mit stens was die höheren Schulen anlangt, bezweifeln Saalbau): Ich möchte einmal auf den Theater- muß. Nach der mir bekannten Ferienordnung der betriebsvertrag zurückkommen, der hier in der Bürger- Provinz Brandenburg wird dort von den höheren schaft bisher nicht besprochen ist, weil ihn zu be- Schulen der Unterricht am Sonnabend vor Palmarum s|prechen es bisher an irgendwelcher Gelegenheit geschlossen, und er beginnt wieder Dienstag nach gefehlt hat. Es bietet sich erst jest beim Budget dem Sonntag Quassimodogeniti. Ich möchte auch die erste Gelegenheit dazu. In dem Theaterbetriebs- darauf hinweisen, daß es Bedenken hat, sich bei den vertrag — er ist uns nur im Auszuge durch die Ferien gar nicht um die Osterzeit zu kümmern. Tageszeitungen bekannt geworden — ist in § 32 Durch die Karwoche und die Ostertage würden sofort vereinbart worden, daß der Direktor berechtigt ist, wieder ganz außerordentliche Störungen des eben während der Spielzeit für seine Tätigkeit M 12000 begonnenen Unterrichts entstehen, wenn die Ferin in monatlichen Raten in Rechnung zu stellen, und schon, wie es vorkommen kann, etwa 14 Tage vor er hat den dann verbleibenden Überschuß mit dem Ostern lägen. Deshalb kann ich nur den Wunsch Staate zu teilen. Ich habe seinerzeit hier angeregt, aufs lebhafteste unterstüißen, daß es gelingen möge, die Stadttheaterverwallung in eigene Regie zu das Osterfest festzulegen, oder einen andern Ausweg nehmen. Das ist von der Mehrzahl der Bürger- zu finden, der in Lübeck auch schon vielfach besprochen schaftsmitglieder abgelehnt worden. Auch von seiten ist: die Ferienordnung und das Schuljahr dahin zu der Theaterbaukommission ist gesagt worden, daß die ändern, daß dieses im Spätsommer schließt. Es ist eigene Regie in keiner Weise den Interessen Lübecks das eine Einrichtung, die in Westdeutschland und entspräche. Ich möchte mir nun einmal die Frage Südwestdeutschland, in Bayern und Österreich längst erlauben, wo denn nun der Gegensay zwischen eigener getroffen ist. Regie und dem gegenwärtigen Verfahren ist. Wir Senator Dr. Esche n burg: Mir waren die Mit- stehen vor der Tatsache, daß von einem Überschuß teilungen von Herrn Gusmann sehr interessant. Ich der Direktor einen erheblichen Teil bekommt, daß wage aber ihre Richtigkeit in Zweifel zu ziehen. aber ein Defizit unter allen Umständen die Stadt zu
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