Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

155 Verhandl. d. Bürgerschaft am 23. März 1908. m- nutwendig, darauf hinzuweisen, daß das Waisenhaus anstalt jährlich durchschnittlich 160 Arbeiter be- ng meines Erachtens der Hilfe sehr bedürftig ist. Viel. schäftigt habe. Nach demselben Bericht sind an Vet leicht ist ein derartiger öfsentlicher Hinweis von Nuten. Löhnen M 71 775 bezahlt. Wenn man nun die rt Dühring: Ich möchte auf Ziffer 8 der Aus- gßahl der beschäftigten Arbeiter in diese Summe rn gabenseite, Kleidung und Wäsche, hinweisen. Ich dividiert, kommt man zu dem Lohn von / 448. 1d halte endlich den Zeitpunkt für gekommen, die Uniform sSelbstverständlich ist das kein Durchschnittslohn er der Waisenkinder, vor allem die roten Kleider, die iryendwelches Arbeiters. Ich habe die Sache weiter zt die Mädchen tragen, abzuschaffen, und dafür eine geprüft und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß .ch andere Kleidung zu wählen. Es erregt überall Auf. vielleicht die Löhne für die Laternenwärter, die be- er sehen und Anstoß, wenn man die Mädchen mit den sonders angegeben werden, mit hinzugerechnet werden sse brandroten Kleidern herumlaufen sieht. Auswärtige müßten. Ich habe dann die für die Arbeiter und en- fragen erstaunt und wundern sich immer, wenn sie Laternenwärter angegebenen Löhne zusammengezählt ‘er hören, daß es Waisenkinder sind. Wie die rote und habe diese Summe dann durch die Zahl der 'in Farbe zu dem Waisenkinde paßt, ist mir eigentlieh angegebenen Arbeiter dividiert. Da bin ich zu dem ;te ein Rätsel. Ergebnis gekommen, daß ein Durchschnittslohn von nn Bei der nun folgenden Abstimmung wird das jährlich M 779 bezahlt wird; sicherlich auch ein en, Budget der öffentlichen Wohltätigkeitsanstallen un. Betrag, der weit von den einzelnen Arbeitern über- verändert angenommen. schritten wird, wie ich aus meiner Kenntnis der ng Es folgt die Beratung des Voranschlages Unfallversicherung weiß, denn bei den bei der Gas- 1m der Verwaltungsbehörde für sstädtische Ge- anstalt zu Schaden gekommenen Arbeitern wird die ch meindeansstalten für das Verwaltungsjahr Rente nach einem Jahresdurchschnittslohn von zirka rt 1908. : M 1200 berechne. Was soll man nun machen, at. In der allgemeinen Beratung nimmt das Wort wenn man wissen will, was der Arbeiter im Durch- che Wissell: Ich habe bei jeder Gelegenheit uv schnitt im Jahre an Lohn bezieht? Genau so wie die alljährlich bei der Budgetberatung gefordert, daß der bei der Gasanstalt liegt es auch beim Elektrizitäts- er- Bürgerschaft einmal ein Überblick über die Arbeiter werk. Da sind sicherlich noch besonders qualifizierte eil verhältnisse des Staates und der Stadtgemeinde ge. Arbeiter beschästigt, sie bekommen aber einen Durch- "ch geben werden jolle. Nach den Worten des Herm schnittslohn von Æ 855, wenn man die Angaben n. Senator Dr. Fehling bei der vorjährigen Budget. des Senats als Grundlage nimmt. Beim Wasser- ich beratung konnte man fast annehmen, daß dies im werk beträgt der Durchschnittslohn dagegen M 714. rt. laufenden Verwaltungsbericht geschehen würde. Es ch kann mir absolut kein Bild daraus machen, as sind nun tatsächlich in dem letzten Bericht auh An. und wenn man so die Angaben, die uns gemacht ng gaben gemacht, und zwar ist jeweils für die Mitte sind, betrachtet, möchte ich sagen, es klingt wie ein alt des Quartals angegeben, wie viel Arbeiter beschäfstitt Hohn, wenn man sagen will, das seien die Angaben, che waren. Daun sind diese Summen zusammengezogen die den Bürgerschaftsmitgliedern einen Einblick in die und durch vier dividiert worden, und es ist daun die Verhältnisse der Arbeiter gewähren sollen. Wir gesagt worden, man habe in dem einzelnen Betriebe wissen gar nichts, denn das, was an Zahlen gegeben rhe soundso viele Arbeiter beschäftigt. Dann kommen ist, entspricht in keiner Weise den mit Recht von fis einzelne ganz wenige Zahlenangaben, die zu einem uns zu stellenden Ansprüchen. Nachdem wir immer tet Überblict über die wirklichen Verhältnisse in keine dwiedex gesehen haben, daß uns in dieser Hinsicht ns- Weise etwas beitragen können. Ich habe einmal kein Überblick gegeben wird, will ich wieder mit dem [jus auf Grund dieser angegebenen Zahlen in dem legten Antrag kommen, den ich schon vor zwei Jahren ge- Es Bericht unsrer Verwaltungsbehörde herauszuziehken |tellt habe. Er lautet: és versucht, wie die Verhältnisse wirklich sind, und bin Die Bürgerschaft wolle den Senat ersuchen, ihr zin zu Ergebnissen gekommen, die selbstverständlich gar alljährlich mit dem Budget eine Statistik der Lohn- ht nicht mit den wirklichen übereinstimmen können, und und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter und Ange- die die uns zeigen müssen, daß die Angaben, die der stellten des Staates und der Stadt zu unter- Ich Senat in dem Bericht macht, in keiner Weise zu- breiten und die gültigen Dienst: und Arbeits. us- treffend sein können. Ich will nicht auf das Gas-, ordnungen zur Kenntnis zu geben. lei- Elektrizitäts. und Wasserwerk im einzelnen eingehen, Auch wenn wir den jetzigen Etat bezüglich tut sondern das summarisch abmachen, damit ich bei dna der Gasanstalt prüfen, werden Sie selbst sehen, dig einzelnen Punkten in der späteren Beratung nicht daß in keiner Weise die ‘ Angaben, die gemacht di? darauf zurückzukommen brauche. Es wird uns auf ind, den Verhältnissen entsprechend sein können. nir Grund des letzten Berichtes mitgeteilt, daß. die Gass. Es wird angegeben, daß an Alrbeitslöhnen in " |
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