Full text: Lübeckische Blätter. 1908 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1908 (50)

1 ZK Herr Dr. Ziehl hat uns eine ganze Reihe von steigendem Maße Arbeiten zu erledigen, die für die Zahlen genannt, die wir zu prüfen nicht in der Gesetzgebung des Reichs von der wesentlichsten Be- Lage sind. Aber gerade darum sind wir nicht imm deutung sind. Es ist aber nicht immer möglich ge. stande, eine Vorlage des Senats anzunehmen, die wesen, diese Aufgaben in der wünschenswerten Weise wir nach den heutigen Reden überhaupt nicht zu zu erledigen, und es haben sogar bedeutsame Arbeiten übersehen imstande sind. Um die Sache zu klären, zurückgestellt werden müssen. Ich möchte z. B. her- gibt es nur eins, eine Kommission. Was die Kom. vorheben, daß die vom Kaiserlichen Statistischen Amt mission für und gegen den Senatsantrag heraus-. gewünschte Erhebung über die Lohnverhältnisse ge- bringt, muß uns jetzt ganz einerlei sein, das wird werblicher Arbeiter auf Grund des Krankenkassen- sich später finden. Jch möchte Ihnen empfehlen, materials bis jegt nicht in Angriff genommen werden wenn nicht jemand von Ihnen alles Neue, was dr konnte. Das muß nachgeholt werden, und wir Herr Spezialkommissar des Senats vorgebracht, be. brauchen dazu eine volle wissenschaftlich vorgebildete griffen hat, einzig und allein für eine Kommission Kraft an der Spitze des Amts. zu stimmen. Die wird uns dann über alles die Klein: Nur wenige Worte. Für mich ist der nötige Aufklärung geben, und dann. können wir springende Punkt bei der ganzen Vorlage: Müssen prüfen, ob die Stelle nach dem Wunsch des Senats wir einen akademisch gebildeten Mann an der Spitze zu besetzen ist oder nicht. des Statistischen Amtes haben oder nicht? Ich Senator Dr. Fehling: Ich bin genötigt,. bejahe das und stelle mich deshalb voll und festzustellen, daß der Herr Spezialkommisssar des ganz auf den Boden der Senatsvorlage und sage: Senats keine einzige Zahl genannt hat. (Lebhaftes Heute, wo die Statistik sich zu einer selbständigen sehr richtig und große Heiterkeit.) Wissenschast immer mehr herausgewachsen hat, ist es Senator Dr. Neum an n: Ich möchte zu den unter allen Umständen nötig, daß wir an der Spitze Ausführungen des Herrn Geheimrat Brecht noch einen Mann haben, der Nationalökonomie studiert ganz kurz Stellung nehmen. Herr Geheimrat Brecht hat und nebenbei auch Mathematik. Gewiß, es gibt hat seine Ansicht dahin präzisiert, daß seines Er- eine ganze Reihe von Leuten in statistischen Ämtern, achtens nur ein akademisch gebildeter Beamter mit die Mathematik und Nationalökonomie studiert haben abgeschlossener Vorbildung in Frage kommen kann. und deshalb fruchtbringend dort wirken. Ich stelle Von der erwähnten Möglichkeit, daß ein höherer mich weiter auf den Standpunkt, daß sich in Lübeck, Subalternbeamter die Leitung des Statistischen Amts da wir allmählich zu einem Industriestaat heran- übernehmen könnte, kann nach meiner Überzeugung wachsen, die Anforderungen für Arbeiten auf sozialem gar keine Rede sein. Wenn Lübeck für sich allein Gebiet mehr und mehr vermehren werden, speziell sich den Luxus einer amtlichen Statistik leistete, dann was die Arbeitersstatistik anlangt. Da ist es wiederum könnte man vielleicht geringere Anforderungen an notwendig, daß wir einen Mann haben, der sich ganz das Amt stellen. Aber Lübeck ist auch in dieser und gar wissenschaftlich in diese Zragen hineingelebt Beziehung ein Glied des Deutschen Reichs, und wir Hat. Mir kommt es vor, daß, wenn Sie einen haben für das Reich und das Kaiserliche Statistische Beamten an die Spitze des Statistischen Amtes Amt statistische Arbeiten von solcher Schwierigkeit stellen wollen, der nicht fachlich gebildet ist, Sie und von solcher Bedeutung zu leisten, daß sie nur zurückgingen auf das Ende des achtzehnten Jahr- durch einen fachmännisch gebildeten wisssenschaftlichen hunderts, wo man ausgediente Unteroffiziere als Beamten vorgenommen werden können. Daß ein Schulmeister anstellte. Das mache ich unter keinen Subalternbeamter, der etwa unter der Aufsicht des. Umständen mit. Ich selbst habe mich viel mit einen Auges des Oberbeamten des Stadt- und Land- Statistik befaßt und weiß aus eigener Erfahrung, amts arbeitet, unsere Statistik leitete, kann daher daß, trotzdem man das gedruckte Material vor sich wirklich nicht in Frage kommen. Ich möchte noeh hat, über vielerlei Sachen der Statistik stets und auf eins hinweisen. Es ergibt sich aus dem Bericht ständig Zweifel bestehen. Und dann kommt man in des Stadt- und Landamts auf Seite 61, daß es die Lage, daß man zu Statistikern hingehen und gerade das Reich ist, das uns auf dem Gebiet der fragen muß, wie diese oder jene Sache zusammen- Statistik die bedeutendsten Aufgaben stelle. Es. hängt. Für mich ist die Senatsvorlage vollständig heißt im Bericht etwa so: „Seit im Kaiserlichen geklärt. Also, wenn Sie einen Akademiker anstellen Statistischen Amt eine besondere Abteilung für wollen, können Sie ihn nur in Klasse XVII] oder Arbeitersstatistik geschaffen ist, vermehren sich die An. KRVUI hineinbringen. Bringen Sie ihn in forderungen für Arbeiten auf sozialem Gebiet von Ktlasse XVII hinein, bekommt er A 300 weniger Jahr zu Jahr." Es sind, und ich kann das aus als der Senat vorschlägt. Ich sehe aber nicht ein, eigener Erfahrung bestätigen, alljährlich in immer warum ich nur deshalb nicht auf dem Boden der
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