Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

171 Verhandl. d. Bürgerschaft am 15. April 1907. nicht zweckmäßig sein und ist auch nur in wenigen Ich habe noch eines vergessen. Es betrifft das olle Städten der Fall, z. B. in Hamburg. Aber damit Argument der Kommission, daß bei Einführung der des ist doch nicht gesagt, daß nun, wenn das Krematorium Feuerbestattung wir an Plat auf dem Friedhof ines städtisch verwaltet werden soll, es auch aus lediglich sparen würden. Das ist allerdings richtig; aber An; städtischen Mitteln erbaut werden müßte. Nur die diese Ersparnis wird sich zunächst nur sehr langsam deu kleinste Zahl von Krematorien ist, wie ich schon und in äußerst geringem Umfange geltend machen. t so sagte, aus lediglich öffentlichen Mitteln erbaut. In Die Ersparnis an Raum wird nicht so groß sein, nehr der Regel hat die Stadt nur einen Beitrag gegeben, daß wir nicht warten könnten, bis der Verein die lich auch wohl den Grund und Boden zur Verfügung nötigen Gelder zusammen hat, um mit einer ange- Die gestelt. So ist es z. B. auch in Bremen gewesen, messenen Beihülfe aus öffentlichen Mitteln das jegt das für diese Frage vorbildlich genannt werden darf. Krematorium erbauen zu können. Daher wird auch [311! In Bremen hat der Verein einen Plan aufgestellt dieser Grund nicht als ausschlaggebend dafür aner- [ und hat für den Bau des Krematoriums, der auf kannt werden können, daß man schon jetzt mit der icht, A 100 000 veranschlagt war, Gelder gesammelte. Erbauung eines Krematoriums vorzugehen habe. yer Die Stadt hat \ 25 000 beigetragen und den Ich bitte Sie darnach, den Senatsantrag anzu- htet Platz hergegeben. Der Verein hat das Krematorium nehmen, den Antrag der Kommission aber zunächst t unter Aussicht der sstädtischen Baubeamten gebaut abzulehnen. Ö der und es der Stadt dann zur Verwaltung übergeben. Dr. Wi < mann : Der Herr Senatskommissar ines So sollte man auch hier vorgehen! Davon ist aber hat über den ganzen Bericht so gründlich gesprochen, len. hier bisher nichts geschehen. Wenigstens habe ich daß Sie mir dankbar sein werden, wenn ich nicht ial, nichts davon gehört, daß aus Interessentenkreisen fo weit aushole, um den Bericht zu begründen, wie als Opfer gebracht werden würden oder sollten. Wir der Herr Vorredner es getan hat. Was zunächst sion dürfen doch nicht vergessen, daß, sicherlich die ersse die bemängelte Glaubwürdigkeit des Berichtes betrifft, ltig Zeit hindurch, nur die bessergestellten Kreise der o hat der Herr Senatskommissar darin vollkommen Ind Bevölkerung in der Lage sein werden, die nicht un. recht, wenn er sagt, daß die Zahl von 364 Ein- j118 erheblichen Kosslen – wenn sie auch natürlich im äscherungen für Heilbronn nicht zutrifft. Es handelt (st Laufe der Zeit mit dem Anwachsen der Zahl der sich in Wirklichkeit nur um die Hälfte dieser Zahl, fit Einäscherungen verbilligt werden + für die Feuer. und ich würde mir selbst erlaubt haben, auf diesen juli bestattung zu bezahlen. Daher wird die An- Druckfehler aufmerksam zu machen, wenn ich vor jres lage eines Krematoriums jedenfalls zunächst eine dem Herrn Spezialkommissar zu Worte gekommen j Luxusausgabe sein, und wir Follten deshalb, zu- wäre. Selbstverständlich dürfen meine Angaben yt mal bei der Lage unserer Finanzen, doppelt vor- nicht auf diejenige Autentizität Anjpruch machen, let; sichtig sein, sie ausschließlich auf unsere Kappe zu die den behördlichen Auskünften des Herrn Spezial: hen nehmen. kommissars zu Gebote steht. Ich habe alle Zahlen rf Nun noch ein letztes. Das betrifft noch einn des Berichtes aus Veröffentlichungen entnommeu, die ten, besonderen Grund, aus dem nach Ansicht der Kom- in der Fachzeitschrift „Die Flamme“ veröffentlicht icht mission folgt, daß es j e t an der Zeit sei, ein worden sind oder die auch in besonderen Schriften zit Krematorium zu erbauen. „Es erscheint," so heikt über die Feuerbestattung angegeben wurden und ['s es in dem Bericht, „den sonst in unserm Staats- denen nirgend widersprochen ist. ßel wesen üblichen Grundsätzen nicht entsprechend, wenn Über die übrigen Fragen, die der Herr Senats- uch der Staat eine jedenfalls für die Zukunft gute kommissar besprochen hat, namentlich die Beant- tus Finanzquelle aus der Hand geben und einer Privat- wortung der ersten Frage, die die Kommission gestellt nn gesellschaft überlassen sollte." Ich sehe es dem- hat, ist nach meiner Meinung ein Streit nicht len gegenüber für ein Glück an, daß unser Begräbnis- zweckmäßig, weil es sich da um Ansicht gegen un, wesen endlich aufgehört hat, eine Finanzquelle der Ansicht handelt. Es gibt so und so viele, die von hes Gemeinde oder der Kirchen zu sein und würde es vornherein Gegner der Feuerbestattung sind, die sich ; daher für einen Rückschritt halten, wenn man ein vielleicht aus praktischen Gründen nicht der Ansicht ch Krematorium erbauen wollte, um damit eine Finanz; verschließen können, daß die Feuerbestattung ganz bie quelle für den Staat zu gewinnen. Sollten wir gut ist, die es aber nicht für notwendig halten, daß ell Ueberschüsse machen, werden die Koslen für die schon jetzt der Frage näher getreten wird. ; Anderer- jet Einäscherungen herabzusetzen sein. Nicht aber sollte fseits gibt es viele, die, ohne daß sie die Absicht ht, man es zu einer Einnahme für den Staat ausge- haben, sich gleich verbrennen lassen zu wollen f) stalten. (Heiterkeit), immerhin der Meinung sind, daß im 1 1.
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