Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

H S. 66 heißt es von dem alten Messingtaufbecken der %25 bestätigte Testament des Krämers Simon Arens Petrikirche von 1464, daß Fiorillo es noch ge. vom 5. Oktbr. 1648 zu vergleichen. Er bestimmte: näler Ur r pets UtUhe Gu § Ut sr vi t cr U § U Künste Bd. 2 S. 132, die mir nicht. zur Hand ist, Chore, woselbst ich bei meines Lebens Zeiten einen finden. Daß es auf eigener Anschauung beruhen Kirchenstuelstand gehabt, daß eiserne Gitter biß. an könnte, scheint mir jedoch zweifelhaft. Es dürfte die Chorthüre hinwegnehmen und an dessen Statt einem früheren Schriftsteller entnommen sein. Denn in solch spacium mit einem Messings:Pfeilerwert, e . Joh. Domin. Fiorillo ward erst 1748, Oktb 13 in denen Kramerstuelen gleich, mit meinem Nahmen jroßen, Hamburg geboren, jenes Kunstwerk aber ward 1744, wverehret und bekleidet werde, worzu ich dann ver- t eine wie S. 66 ebenfalls angeführt ist, an den hiesigen mache 1000 & lüb.“ Auch sein in der Petrikirche derts.“ Rotgießer Adam Planer zu. 7 's4 ss das Pfund bei vor dem Chore liegendes Erbbegräbnis sollte nach s Ent- Netto 1540 V Gewicht verkauft, höchst wahrscheinn. seiner Witwe Tode, da sie kinderlos waren, ewig ht ge- lich doch zum Einschmelzen. Bei Planer fehlt S. uneröffnet bleiben. Er vermachte deshalb der Kirche finden 66 im Pers.-Verz. 1000 >, von deren Renten der Pastor 5 /4, jeder der 3 dem Aus der Bemerkung S. 70 könnte man heraus. beiden anderen Geistlichen 4 & der Werkmeister und iesigen lesen, es habe Timm Havemann für 2000 & seine der Küster je 2 &, der Glockenläuter, der Hundevoigt e Re- Grabstätte für ewige Zeiten gekauft. Das von ihn und der Sargträger je 1 & als Vermächtnis fur ihre Auf- ndreas in seinem Testamente vom 6. Novbr. 1649 der sicht auf das Grab, jedoch nur so lange es uneröff- Bild- Petrikirche ausgesezte Kapital von 2000 & hatte net. bleibe, alljährlich erhalten sollten. Vom Reste Die er- doch eine wesentlich andere Bedeutung als „für immer. qollten zunächst etwaige Unterhaltungskosten des it und währende Uffsicht und Verwahrung des Grabes, de. Grabes bestritten, das dann noch übrige unter jene hauer- mit es bis an den jüngsten Tag uneröffnet und un. Geistlichen und Kirchenbeamten nach dem angegebenen anken, verkauft und derselben Gebeine (seine und seine Maßstabe verteilt werden. Hinsichtlich des auf S. .r zur Frau, nicht auch seiner sonstigen Erben, denen er 9ùs beschriebenen, mit seinem und seiner Frau Catha- fertig sein zweites in der Petrikirche gelegenes Grab zu rina Wappen und Namen versehenen Wandarmes Hinr. wies) nicht verunruhiget werden möge." Denn von ordnete er an: „Noch will ich, daß ein Messings- ifteten den 100 # betragenden jährlichen Renten jenes Ke HUrm am Pfeiler bey meiner Begräbniß (darauf drei könne, pitales hatte er 40 & für die Kirchenbauten, 10 4 dWachs'ichter jedes von drittehalb Pfunden jährlich nhalts- für Lichter auf dem Wandarme über sernem Grabe, auf Martini durch meine Testamentare gehalten er die 5 & zur Unterhaltung des Grabes, dagegen, unter werden sollen) in der Formb, wie des sehl. Heinr. ikirche Androhung des Verlustes bei Eröffnung des Grabe, Bremern Arm in St. Marien Kirche ist, verfertigt 09 ge- für treuliche Aufsicht auf dasselbe dem Pastor 10 4 und mir zum Gedächtnisse nachgeseßet und überdies d und jedem der beiden Prediger 8 &, dem Werkmeister 6 4 zur Unterhaltung der jährlichen Wachslichter auf n Mu- dem Küster D 4, dem Sargträger 4 &, dem Glocken. unablösliche Rente zu belegen, vermache und gebe i;! für läuter 3 &, dem Hundevogte 1 & als Vermächtnis ich 100 Gulden." Des Havemann und des Arens 1er S. bestmmt. In seinem Testamente heißt es auh: Pfeilerwerk wird 1818 das S. 47 erwähnte Schick- t, mag „Mehr gebe und vermache ich, gleich der sehl. Si- sal des Krämerkapellen-Gitterwerkes vermutlich geteilt Han- mon Ahrendts gethan, in das spatium zwischen der haben. r des Herren Pastoren Capelle und dem Pfeiler, woran Das S. 71 vorkommende ,Ruskist“ sogar „Nus- Unge- mein Arm mit zwei Lichtern vorhanden, worinnen kist (1)" sowie der Sarg oder ,„Ruskasten (?)“. ist iebung das Chor mit einem eisernen Gitterwerk verwahret natürlich nur Lese. oder Schreibfehler für , Ruhe- z. B. und verschlossen wird, ebenfalls ein Messings-Pfeiler kiste“, wie eben ein Sarg im 18 und noch im 19. es Zi- und Kronenwerk, den anderen an der Cramer Ge. Jahrhundert häufig genannt ward. Die Malerin t sich stuelten und Capellen gleich, durch meine Testamen. des Brustbildes von Pastor Joh. Gerh. Köppen, li Ab- tarien, wofern ich es bei meinem Leben selbsten nicht „Jungssrau Gütschow“ (S. 78) hätte nach dem schrift, thun würde, zu verfertigen lassen, an Capital 1000 4 dort als Beleg angeführten Werke von Hinr. Christian 1333 lüb. und will ebenmäßig, daß meines Namens Ge. Zieht: Ansichten von Lübeck (S. 86 und 378) leicht )ezieht, dächtniß darin gegraben werde." Er selbst hat diese und sicher festgestellt werden können als Johanna reffend Stiftung nicht mehr ausgeführt, da er bald nach Christ. Eleon. Gütschow, geb. 1780, gest. 1841, Hodeco Errichtung des Testamentes starb, das schon 1649, Januar 24. Die auf S. 87 gegebene Deutung der Käufer Novbr. 23 bestätigt ward. Seine Testamentare Signierung A. M. F. auf dem Meierschen Gedenk- erkauf- werden seinem lezten Willen zweifellos entsprochen bilde von 1643 mit dem nackten Kinde auf dem .) haben. Interessant ist es, hiermit das 1649, Mai Sarge, der auf der Platte eines offenen Grabes
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