Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

698 Botengänge übernimmt, auch nur die nötigsten Be. diese Kreise sollte man sich wenden und dann, wenn ssorgungen macht. Es ließen sich unzählige Fälle man genügend Hülfskräfte gefunden hat, frisch ans anführen, wo ein schnelles, freundliches Eingreifen HWerk gehen; d. h. alle Freunde der Sache zu einer und Stützen von ganz unschäzbarem Werte sich HOrganisation zusammenzufasssen, die alsdann das erweisen würde. Weitere in die Hand zu nehmen hätte. So würden Schreiberin dieses weiß es aus vielfacher Erfahrunn. wir zwar wiederum um einen neuen Verein bereichert Alleinstehende, ihr gut bekannte Damen, die sih, werden und mancher viel Jnanspruchgenommene zu solchem Dienst der Nächstenliebe gern bereit würde vielleicht seufzen: wieder ein neuer Verein! finden ließen, solche, die auf etwas Verdienst ange. aber niemand wird ernstlich die Notwendigkeit eines wiesen waren, ohne die eigene Häuslichkeit ganz solchen Vereins in Abrede nehmen können und viele aufgeben zu müssen, konnten den vielen Bitten und werden gewiß mit Freuden bereit sein, zur Förderung Anforderungen, die im Laufe der Zeit an sie heran.. des Vereins das Ihre beizutragen. traten, gar nicht mehr gerecht werden. Auf also, ihr Aus diesen Erörterungen ergibt sich bereits, daß lieben Mitschwestern! Organisiert euch für ein ich dem von Nr. 1370 gemachten weiteren Vorschlag, neues Feld lohnender und befriedigender Tätigkeit,, den Hauspflegeveren an Stelle der Näh-: und vielleicht im Anschluß an die Stellenvermittlung des gßilickstube zu schaffen, nicht das Wort reden kann; Martha-Heims. Sucht eure Kenntnisse für Haus. im Gegenteil, ich würde es sehr bedauern, wenn eine halt, Kranken- und Kinderpflege nach Kräften zu so segensreiche Einrichtung aufgehoben werden sollte. erweitern, um mit Sicherheit und feinem Takt eue Wer den Bericht über die Entwicklung der Flick- schnell auch in fremden Haushaltungen zurechtfinden z und Nähstube in Nr. 47 dieser Blätter gelesen hat, können. Und dann mutig und freudig ans Werk! der wird nicht sagen wie Nr. 1370: „Hauspflegeverein 27. statt Flick. und Nähstube“, sondern für den kann es nur heißen: „Hauspflegeverein u n d Flick- und Näh- Hauspflegeverein und Flick- und Nähstube. tube." Daß beide sehr wohl nebeneinander bestehen Die Anregung in dem Aufsatze der vorigen können, ergibt sich aus dem Anfange meiner Aus- Nummer, hierselbst einen Hauspflegeverein ins Leben führungen. Man lasse daher die Flick. und Nähstube zu rufen, ist von vielen Seiten mit Freuden begrüßt bestehen und fördere sie nach Möglichkeit; man suche worden. Der Gedanke ist vortrefflich, die Not- aber auch nach Kräften die gute Idee eines Haus- wendigkeit eines solchen Vereins steht außer Frage. pflegevereins in baldige Wirklichkeit umzujeßen. 1073. entli in an nun auch Mittel und Wege Z .; ) hu r. dem r. zu rs bie Die Offentliche Bücher- und Leschalle zu Libet. sich der Durchführung des Gedankens zunächst ent. läßt einen neuen Katalog erscheinen, dessen erster Tei gegenstellen. Denn in der Weise, wie dies Nr. 1370 „Dichtung und Unterhaltungsschristen“ jetzt heraus- anscheinend im Auge hat, nämlich, die von der Flick: gegeben ist. Diese Abteilung umfaßt 3800 Bände, ej! und Nähsstube beschäftigten Frauen zu Hauspflege- stattliche Hahl, wenn man bedenkt, daß die ®ü4-chzl: rinnen zu bestellen, wird man kaum zum Ziel kommen. noch im Anfang ihrer Entwicklung steht. Doch dit Wer die Verhältnisse der in der Flick. und Nähstube Hahl macht es bei einer Volksbücherhalle nicht, dis beschäftigten Frauen auch nur einigermaßen kennt, Auswahl und die Aufnahme der geeigneten Literatu wird wissen, daß diese Frauen für die Hauspflege ist hier das Wichtigste. Gewiß ist auf den estt! zumeist nicht in Frage kommen. Die zur Durchführung Blick das nur Unterhaltende reichlich vertreten, P Ä der Hauspflege erforderlichen Hülfskräfte wird man in bei genauerer Durchsicht zeigt sich, daß die wirttis anderen Kreisen suchen müssen. Bei den alleinstehenden echte und für Herz und Gemüt wertvolle geistig älteren Frauen, denen bereits Erfahrungen auf den Keost im Vordergrunde steht. ' In manchen Avteiluz in Frage kommenden Gebieten zur Seite stehen, die wie den fremdsprachlichen besonders, hat man natüclij vielleicht auf einen Verdienst angewiesen sind und die. genommen, was sich Wertvolles anbot, ohne irgendri: dabei Zeit und Lust haben, sich in dieser Weise zu Vollständigkeit erstreben zu wollen. Jn der desthhe! betätigen; oder bei den reiferen jungen Mädchen, die Literatur dagegen hat man gerade die guten Erzitt: sich freilich zunächst über ihre Befähigung auszuweisen reich bevorzugt. Raabe, Rosegger, Storm, Mey. hätten oder von den älteren und erfahrenen Pflege- Keller, Heyse, Jensen, Cl. Viebig weisen die stär i rinnen zunächst anzulernen wären. Junge Mädchen, Bändezahl auf. Daneben mögen Anspruchslosere m die sich aus irgendwelchen Gründen einem festen, sie Vergnügen Gerstäckers zahlreiche Geschichten, vs ganz im Anspruch nehmenden Berufe nicht widmen länders und Heibergs Romane lesen. Auch sh wollen, bietet sich hier die schönste Gelegenheit zu einer prächtige Hans Hoffmann ist reichlich vertreten. Set befriedigenden und verdienstvollen Betätigune. An erfreulich ist, daß man die Sammlungen anschafft u
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