Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

6 sind also alle Lehrer Glieder einer und derselben der Senatsvorlage leider nicht zu erkennen. Bei den Amtsklasse, deren Anfangsgehalt / 1600 und deren Vorschlägen zu Abteilung A des Besoldungsetats Endgehalt . 3500 beträgt. Somit liegt kein Grund ind im allgemeinen zwei Grundsäge befolgt worden; vor, die Lehrer I. Gehaltsklasse von der Aufbesserung einmal sind die in den Nachbarstaaten und vielen auszuschließen. Städten von der Größe Lübecks gezahlten Gehälter Für die Lehrer II. Gehaltsklasse ist eine Erhöhung gzum Vergleich herangezogen, und sodann ist der Say des Anfangs- wie des Endgehaltes um je M 100 zugrunde gelegt, daß die Spannung zwischen Anfangs; vorgesehen ; das Gehalt soll von . 1700 durh, und Endgehalt etwa 50 Prozent betragen soll. zehn Stufen von je M 140 bis MÆ 3100 steigen Welche Grundsätze sind denn bei der Feststellung der (bisher von . 1600 durch vier Stufen von je ff} 250 Lehrergehälter bestimmend gewesen ? Die Senats. und zwei Stufen von je M 200 auf / 3000). Die vorlage sagt nur, daß andere Rüctsichten bei der Änderung führt in den ersten Jahren der Anstellung HBemessung der Gehalte mitsprechen, und daß die mäßige Gehaltserhöhungen herbei; die Aufbesserung Spannung schon eine verhältnismäßig große ist, zttißgert fe sher urs teerzätwmetqg.thqÜmTc-tet qt qerwocnatt: ccrn! und führt im 10., 13., 14. und 16. Dienstjahre zu haupt die große Spannung von / 1900 entstanden nicht unbedeutenden Gehaltsverminderungen. Nun ist. Im Jahre 1873 wurde das Anfangsgehalt der meint zwar Herr 360: „Mißverhältnisse, die sich Lehrer auf MÆ 1800, das Endgehalt auf M 2520 aus der für die Lehrer II. Gehaltsklasse vorgeschla.. festgeseßt; 1886 ward das Gehalt auf ./ 1500 bis genen Skala in höheren Dienstjahren ergeben, können M 2800, 1892 auf M 1500 bis ( 3000, 1902 außer Betracht bleiben, da nur Ausnahmen länger auf A 1600 bis f 3500 bemessen. Der hohe als neun bis zehn Jahre in der II. Gehaltsklasse Steigerungssatß hat sich also dadurch ergeben, daß bleiben."“ Herr 360 scheint danach nicht zu wissene,, man das Endgehalt bei jeder Regulierung erhöhte, daß die Gruppe der Bezirksschullehrer (mit drei Aus- das Anfangsgehalt dagegen, wohl mit Rücksicht auf nahmen) während ihrer ganzen Amtszeit der IT. Gehalts. die augenblicklichen finanziellen Folgen, zunächsi klasse angehören, daß also für sie diese Mißverhältnisse. bedeutend herabseztte und dann im wesentlichen eintreten werden. Zudem werden die bereits im unverändert ließ. Wenn die zu hohe Spannung Amte befindlichen Bezirksschullehrer mit einem höheren das einzige Hindernis ist, die Lehrergehälter auf- Dienstalter, z. B. von elf Jahren, durch die Senats. gzubessern, dann erhöhe man doch zunächst das vorlage ganz empfindlich geschädigt. ' Grundgehalt! ö Für die Bezirksschullehrer beträgt die Gehalts: Außer bei den Beamten der Klasse A ist bei den aufbesserung / 1200 in 21 Dienstjahren. Für die. Lehrerinnen die Rücksicht auf die in anderen Städten städtischen Lehrer ' berechnet die Senatsvorlage eine gezahlten Gehälter maßgebend gewesen. Darf die Erhöhung um f 1980 in 24 Jahren. Diese cLehrerschaft dann nicht erwarten, daß auch bei der Rechnung setzt jedoch voraus, daß die Beförderung HGBemesssung ihrer Gehälter diese Rücksichten bestimmend in die I. Gehaltsklasse nach acht Dienstjahren erfolgt. sind? In einer Eingabe an die Oberschulbehörde, Die Voraussetzung trifft nun ~+ was sich leicht fes. die auch dem Senate nicht unbekannt sein dürfte, stellen läßt, wenn man sich der Mühe unterzieht, hat der Lehrerverein nachgewiesen, daß Lübeck unter einmal nachzurechnen, wie sich in den nächsten Jahren den 116 Städten der Servisklasse 1 der Größe die Beförderung gestalten wird – überhaupt nicht nach an 30., in der Besoldung seiner Lehrer hin- oder höchstens in ein oder zwei Fällen zu. Sowie aber sichtlich der Höhe des Anfangsgehalts an 103., hin die Beförderung später, etwa nach dem neunten Dienst. sichtlich der Höhe des Endgehaltes an 88. Stelle jahre, erfolgt, verringert sich die Aufbesserung um steht, und daß es selbst hinter kleinen Ort- AM 1090 auf Æ 890. Mit dieser Zahl vergleiche schasten Schleswig- Holsteins der Servis- man die den übrigen Beamten zugedachte Gehalts. klasse III und IV weit zurückbleibt. Städte erhöhung! von der Größe Lübecks zahlen ihren Lehrern ein Die Senatsvorlage enthält also für die Lehrer. Gehalt von durchschnittlich / 2000 bis A 3800. Voraussetzungen, die bestimmend auf die Gehalts. Dabei ist zu beachten, daß in allen Städten die bemessung eingewirkt haben, die aber gar nicht zu Lehrerbesoldung in steigender Bewegung begriffen ist treffen. Die Leyrerschaft ist daher überzeugt, daß + Müsssen denn die Lehrer nicht enttäuscht sein, schon aus diesem Grunde die Senatsvorlage die Zu wenn sie sehen, daß bei den Lehrerinnen und bei stimmung der Bürgerschast nicht finden kann. anderen Beamtengruppen Vergleiche mit anderen Welche Grundsätze für die Festsegung der Städten maßgebend gewesen sind, daß bei ihnen aber Lehrergehälter maßgebend gewesen sind, ist aus diese Rücksichten ganz außer acht bleiben ? G T-
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