Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

1.7 rs ge! hierselbst tätig war, habe ich noch nicht feststellen Synode. mir können. „Meister Jürg“ (S. 52) hatte 1601 ,„thom Am 22. Januar versammelte sich die Synode zum der nyen bogeme stole dat cruyefix up alabaster weysse crsten Mal in diesem Jahre. Der Kirchenrat teilte . in tho vorgulden unde for 8 gesnede bilde ock vor 4 wit, daß er beschlossen habe, die Kirchenkollekten für egen j engelkloppen vor anthostricken unde tho vorgulden, die Kinderpflegeanstalt in Wegfall kommen zu lassen. (S. j 6 4 8 “ erhalten. Sollte hier in dem bogeme, Von der Synode wurde dieser erste Schritt zu der tadt- das ich wenigstens nicht zu deuten weiß, nicht en dùvon ihr wiederholt empfohlenen Aufhebung der [ten Lese- oder Druckfehler steten und es in Abkürzung ßeollekten für kommunale Zwecke mit Fieuden begrüßt, bogerm. oder borgem. zu lesen gewesen sein ? Denn zugunsten der kirchlichen Sammlungen aher auch die ach- in der Tat handelt es sich um Arbeiten an dem Aufhebung der anderen gleichartigen Kollekten, der für tere, | 1599 geschaffenen neuen Bürgermeistersstuhle, als das Siechenhaus, abermals befürwortet. Ferner wurde 1ens- dessen Verfertiger meines Erachtens zutreffend nicht dyom Kirchenrat die schon durch die Zeitungen bekannt der Tönnies Evers der ältere, sondern der Schnittker gewordene und seit dem 1. Januar eingeführte neue Ver- Balter Winne oder Winde betrachtet wird. Die- Ordnung für das Läuten der Glocken mitgeteilt. vesen . sem wurden (nach S. 52) 1606 „vor 3 nye Doden- Ohne Debatte wurde für die St. Petri-Gemeinde ein init. böhren“ bezahlt 33 4, während es auf S. 117, durch den Wechsel im Pfarramt nötig gewordener Zu- olcke ersichtlich nach der nämlichen Quelle, heißt, daß er schuß von M 3313,05 zu den Kosten der laufenden ahn 1606 „2 nye Dodenböhren“ gemacht habe. Welche HVerwaltung bewilligt, ebenso nach kurzer Besprechung z ß. Zahl ist die richtige? Der Pastor, dem er 1612 fsuür bauliche Veränderungen am Dach der St. Äzidien. lung einen neuen Tisch mit gedrehten Pfeilern in seine kirche die Summe von Af 6.144,06. inen „studheerktammer" und für dessen Frau er 1614 Darauf hielt Herr Pastor Evers einen Vortrag rden kine neue Bettstelle arbeitete (S. 53), war der als her den Bau einer Kirche in der Vorstadt St. Gertrud. Jürg, Superintendent 1622, Febr. 19 verstorbene Mag. Er gab zunächst einen klaren und lebendigen Über- elche Georg Stampelius, und dessen Frau war Barbara dhtjick über die Verhandlungen des zweiten Kongresses rsön- geb. Goetz aus Salzwedel. . . für protestantischen Kirchenbau, dem er im September ge- Außer dem S. 54 erwähnten neuen Beichtstuhle dorigen Jahres beigewohnt hat, und entwickelte dann an yon 1568 hat Schnittker Karsten Groneman für die seine Wünsche für den Platz und die Gestaltung der irche Petrikirche auh 1576 einen neuen Mannsstuhl im jn der Vorstadt St. Gertrud geplanten Kirche und wird Chore sowie 1578 und 1579 neues Gestühl geliee kirchlichen Gebäude, deren baldige Erbauung er für dazu fert. Das hätte um jo mehr Erwähnung fiuden dringend wünschenswert erklärte. Darauf wurde von ähn- j sollen, weil es nach S Z5s5 den Anschein hat, als seiten des Kirchenrats die Mitteilung gemacht, daß wei- wäre Dietrich Ostendorp der unmittelbare Nach die Vorsteherschaft des Heiligen-Geist-Hospitales fich An- folger von Albert Möller als Kirchenschnittker ge. unter Vorbehalt der Genehmigung von Senat und jeide wesen, während er dies erst 1683 gerade für Karsten HBürgerschaft bereit erklärt habe, den vom Vorstand erer- Groneman ward. S. 54 wird der Kirchentischlee,e der St. Gertrud-Gemeinde ins Auge gefaßten Platz liche der 1713 den neuen Kirchenstuhl für die Prediger. auf dem Heiligen-Geist-Kamp zur Erbauung einer rien frauen gearbeitet hatte, nicht genannt. Es war, so: gßtirche unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, auch die aber weit mir bekannt, der 1705, Novb. 27 Bürger ger Kosten der Zuwegung zum Teil zu übernehmen. All- den wordene, 1717, Febr. 28 bei der Taufe seiner gemein war in der Synode die Freude darüber, daß eorg jüngsten Tochter, Anna Magdalena, in St. Petri endlich der Kirchenbau in St. Gertrud in Angriff ge- sein als bereits verttorben genannte Hinrich Lüb bers. nommen werden soll. Nur wurde die Ansicht vertreten, . zu. Bei dem neuen Unterbau und dem Schalldeckel der daß im Interesse besserer kirchlicher Versorgung des cvor- aus der Katharinen. in die Petrikirche 1879 ver. dvon der Stadt am weitesten entfernten und jeyt schon iner seßten jetzigen Kanzel (S. 58) hat die Bildhauer- gam dichtesten bevölkerten östlichen Teiles der Vorstadt 695 arbeiten, neben dem Tischlermeister Hans Friedr. der Bauplay für die Kirche weiter nach Marli hin- tigte Schumacher, nach Entwürfen des Architekten aus gewählt werden müsse. Auch war man sich dar- 1ers Friedrich Münzenberger (welche beide im Pers.. über einig, daß auf dem Heiligen-Geist-Famp nicht U N- Verz. übergangen sind) der hiesige, 1897, Aug. 4 eine kleine schlichte Vorstadtkirche, sondern ein Monu- ee . verstorbene Bildhauer Joseph Franz Eckl geschaffen dmentalbau erstehen müsse. Im Laufe der Beratung bbs (I. Jahresber. d. Ver. Lüb. Kunstfr. 1880/81 S. T). beantragte Herr Amtsrichter Dr. Leverkühn, den des Er hätte wohl Erwähnung verdient, zumal er auch fßerchenrat zu ersuchen, die Erbauung einer Kirche auf Ge- S. 283 Anm. 2 bei Arbeiten in der Marienkirche der Höhe des Heiligen-Geist-Kampes als Kaiser-Wilhelm- que vom Jahre 1883 vorkommt, im Pers-Verz. aber Gedächtniskirche in Erwägung zu ziehen. In der 601 troßdem fehlt. (Fortsetzung folgt.) Hoffnung, daß der Staat die für ein Kaiserdenkmal bestimmte Summe für den Kirchenbau bewilligen werde,
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