Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

542 Aufführung unserer schönsten deutschen Lustspieloper Hörer passend und reizvoll, zumal die gewiß mühe- vereinigt. Fräulein Neumann (Frau Fluth) ist ebenso volle Einstudierung ein sicheres Einzel- und Zusammen- tüchtig als Sängerin wie als Schauspielerin, und spiel bewirkt hatte. Dazu kamen prächtige Bilder, man darf von dieser trefflichen Künstlerin viel Gestalten aus Mozarts Opern, von einer Fee dem Schönes im bevorstehenden Winter erwarten. Auch träumenden Wunderkinde zugeführt, ein Menuett, ge-. das Engagement von Fräulein Bonander (Frau Reich) tanzt von vier jugendlichen Paaren in zarten, duftigen und Fräulein Garden (Anna Reich) muß als ein Gewändern, überaus anmutig und so wirkungsvoll, glückliches bezeichnet werden. Von den Sängern sind daß der stürmisch einsezende Beifall eine Wiederholung die Herren Mark, dessen eifriges Weiterstudium durch erzwang. – Doch werden die Beteiligten weniger in die Ablegung mancher gesanglicher Unarten bezeugt dem reichen Beifall den Lohn ihrer Opferfreudigkeit ward, und Herr Heydrich ~ endlich einmal ein guter finden, als in dem schönen Gefühl, unserm Kinder- Spärlichh –~ aus dem Vorjahre bekannt. Recht hospital eine ansehnlihe Summe – weit über günstig führten sich die Herren Ferling als temperament- A 1000 — zugeführt zu haben. Den beiden Kinder- voller und stimmbegabter Fluth, Dornberger als Reich freunden, deren Geist und Hingebung das Unternehmen und Stiegler als Dr. Cajus ein. Herr Riückaufs getragen haben, gebührt der herzlichste Dank. Falstaff ließ darstellerisch manches vermissen, vor allem H. Stodte. in der Betonung warmen Humors in der Wirtshaus- ; szene. In Herrn Kapellmeister Siegfried Moritz lernte Gemeinnütige Rundschau. man einen ebenso routinierten wie tüchtigen Dirigenten Von Vorkehrungen, durch Ersatzgetränke den Ver- kennen. Die köstliche Ouvertüre hätte man allerdings brauch alkoholhaltiger Getränke bei der Arbeit und duftiger und klangschöner gewünscht. J. Hennings. in den Arbeitspausen einzuschränken, sind unter Wie die Souue kam. GBihnenspiet in zwei lberjeld zu erwähnen die cinete Seltrewaserapprrat Akten mit Mozartscher Musik, von zwei Lübecker (mit 600 1s-Liter-Kugelverschluß-Flaschen) für / 450 Kinderfreunden. Aufgeführt durch junge, einheimische canschaffte; 11 Liter Selterwasser wird den 140 Arbeitern Darsteller. Musik, unter freundlicher Mitwirkung er- für 1 Pfennig; !ss Liter Himbeer- oder Zitronen- fahrener Künstler, geleitet von Herrn Emil Gielau. limonade für 3 Pfennig geliefert. Vor Einführung (8. Oktober.) dieser Getränke (vom 1. September bis 31. Dezember Wie Mozart, das Kind, den Genius in sich er- 1904) wurden 28 670 Flaschen Bier („M 3070) wachen fühlt, wie er bei allem frischen, kindlichen verkauft, das ist 2 Flaschen pro Tag und Arbeiter Übermute mit Riesenschritten zur Meisterschaft aus. für 21 Pfennige. Nach Einführung der alkoholfreien steigt, wie er ahnt und hofft und seiner sselbst als Getränke wurden vom 1. September bis 31. Dezember eines Erneuerers deutscher Musik bewußt wird, lieblich 1905 14 640 Flaschen Bier, 13535 Flaschen Limonade und ernst zugleich rollte sich das alles in einer Reihe à 3 Pfennig und 5920 Flaschen Selter à 1 Pfennig, von Bildern, getragen von der zartgeschwingten Musik im ganzen 34 095 Flaschen Getränke für / 2035 Mozarts, vor unseren Augen ab. Gegen die kindlichen konsumiert also pro Tag und Arbeiter 14 Pfennig Darsteller mochte man eine Flut von Bedenken, päda- für eine Flasche Bier, eine Flasche Limonade und gogische, künstlerische, gesundheitliche, mitgebracht haben, alle zwei Tage eine Flasche Selterwassser. vor dem Liebreiz der Gestalten, der Zartheit der Bilder und des Ausdrucks schmolz jede griesgrämige Regung Yo kale Notizen. zu reiner Freude zusammen. Wohl keiner rein künst- . .. f . lerischen, obgleich einige von den älteren Darstellern ~~ Lübeck-Büchener Eisenbahn-Gesellschaft. Betriebs- ein hübsches mimisches Talent einsetzen konnten. ergebnisse für den Monat September 1907. Es war mehr ein Vergnügen am Kindlichen selbst, Befördert sind (nach den vorläufigen Ermittelungen)n: an der Kindernatur, gefesselt in anmutig-zierliche Vor- 1907 : 432 313 Personen und 141 451 Tonnen Güter gänge von poetischem Reiz. Die Aufgabe, ein für gegen 1906: 370 326 *.utr J94 388 .: : Kinder geeignetes Motiv zu gewinnen, haben die bei- Eingenommen sind: den Kinderssreunde mit der Wahl des Mozartstoffes Fersgter: tt ein eebett. ; Busammen : (§eigmtts Vi unter Benutzung historischer Einzelheiten sehr glücklich M M M M M gelöste Gangerl und Nannerl in ihrer geschwister- 1907 vorl.: 302 025 342 600 42 500 687 125 5 859 763 lichen Zärtlichkeit, ihrer Kinderliebe zu den Eltern, 1906 . : 265 529 313 636 43 700 622 865 6 404 986 ihrer Anhänglichkeit an den bekannten Onkel Schachtner, Unterschied nicht zuletzt in den losen, jugendlichen Schelmereien, 1907 : +86 496 +28 964 -1200 +64 260 + 454 771 alles. war für die Darsteller wie die jugendlichen 1906 endg: 272 179 344 513 72038 688 730 5 837 436
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