Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

343 belt, Bremen den Hansabund begründete. Daran ist uur damals noch gar nicht vorhanden, er ist ersst 1494-96, nach soviel richtig, daß damals Lübeck und Hamburg also über 100 Jahre später, erbaut worden (Bruns: der (nicht auch Bremen) zur Befriedung der Straße Lübeck im 16. Jahrhundert, S. 6, Lübeckische raße von der Trave zur Elbe ein Bündnis schlossen. Blätter 1900 S. 390). Die dortige Inschrift ist ztere „Aber das Jahr jenes Straßenschutvertrages als fehlerhaft abgedruckt: truwe, nicht ruwe. Im Ab- men Gründungsjahr der Hanse zu bezeichnen, ist doch scnitt „Domkirche“ (S. 36 f.) sind einige Namen cook, bloße Willkür“ (Dietrich Schäfer, Die deutsche falsch wiedergegeben, es muß heißen: Burchard van wird Hanse, S. 34). Solches Jahr läßt sich überhaupt Serken, Heinrich Bocholt, Albert Krummendiek. Ver- nicht angeben. Die Angaben über Lübecks Be. Die an sich dankenswerten Angaben über die neuen iben völkerung sind durch neuere Forschungen überholt; dIndustrieanlagen an der Untertrave (S. 42) sind Iach- ich darf dafür auf meinen Artikel in diesen Blätten zu detailliert; die Höhe der Schornsteine und die ; so 1905 Nr. 46 Bezug nehmen. Daß unsere Stadt Breite der Kaimauern dürften wenig Interesse bean- ver: von 1807-1813 französisch war, ist ebenso neu spruchen. Der Besitzer der Ölmühle heißt übrigens reten wie verkehrt; Lübeck wurde bekanntlich erst Ende nicht Assmussen. Unsere Chronisten werden auf f:; l "t rs t Sul: s. 1. Drhner, Neur.. t brut. rz zutreffend, wäre aber bessser in verschiedene Teile (Reimar ist Vorname) und Korner. S. 51 hätte auch eitig etwa einen reinpolitischen und einen wirtschafts. die Augenklinik durch Sperrdruck hervorgehoben werden nden politischen, zerlegt. So wie die Daten jett auf- müssen. Mönkhof (S. 52) wird nicht mit > geschrieben. den; einander folgen, machen sie zuweilen einen schnurrigen Hoffentlich auch in Zukunft nicht. Auch bei Schön- inen. Eindruk. Die Angaben über die Etisenbahnen böcken wäre besser die alte Schreibweise geblieben, Von finden sich bereits auf S. 3, brauchten also nicht caber das c ist dort offiziel geworden. Das St. seine wiederholt zu werden. Die „Kleine Literatur- Jürgen-Siechenhaus zu Travemünde gehört nicht in aber übersicht“ läßt Wichtiges aus; Paulis ,Lübeckische einen Führer durch Lübeck hinein. Der Abschnitt Dazu Zustände“ und Behrens: „Topographie und Statistik" ,,Der bauliche Charakter Lübecks“ (S. 56) enthält nach- hätten unbedingt aufgeführt werden müssen. Wenn viele kühne und unzutreffende Behauptungen und Stil die „Mitteilungen“ des Vereins für Lübecksche wird am besten ganz umgearbeitet. Daß „gotisch“ Pahl (nicht Lübecker) Geschichte zitiert wurden, mußte auch auf S. 58 (Absat 3) mit th geschrieben ist, trägt anch- die ,„Zeitschrift" angegeben werden. Das Buch von nicht zu seiner Verschönerung bei. ; Die Dr. Bruns über die Bergenfahrer behandelt deren Also eine Fülle von Fehlern, die die Brauchbar- 1enig Chronistik, nicht Charakteristik. Auf S. 18 hätte keit des Führers stark beeinträchtigen. Wenn er zum Y f y;jhrist c e ywße:! to ist, pas ;;, 217 «14:11 werden sollte, muß er gründ- In ngaben über unsere euern finden, . Wort systemlos, daß bei der einen Steuer nur der Tarif,. Dr. Hartwig. bei der andern nur der Ertrag erwähnt ist. Das ; . : eine oder das andere oder beides! An der Be- Mathias Karl Friedrich Iürgens f. schreibung der einzelnen Baulichkeiten ist auszusetzen, _ Wiederum ist einer unserer Alten dahingegangen. uder- daß das, was zusammenliegt, nicht zusammen, Einfach und anspruchslos in seiner Lebensweise, uner- burg- sondern an verschiedenen Stellen besprochen wird. muüdlich tätig und jede Minute ausnutzend, dabei dem urg“ Das ist für den, der die Stadt besichtigt, ein Miß. nNachaußentreten abgeneigt, lieber in der Stille daß stand. Die Marienkirche z. B. hätte nach dem wirkend — das sind Hauptcharakterzüge des Ent- Ztatt Markt und Rathaus behandelt werden müssen. schlafenen. Als Sohn eines Glockenläuters an 10) Auf S. 24 sollte es statt „überbrückte“ überbrückt St. Marien am 23. Juni 1826 geboren, trat zrade heißen. Daß der Marktbrunnen die Standbilder der Juürgens als Lehrling in das damals blühende Ge- zhalb Fürsten enthält, welche sich um die Gründung der sc<äft von Wr: Ganslandt, um später eine Reihe von issen. Stadt vornehmlich Verdienste erworben haben,“ ist Jahren bei der Firma Haltermann & Brattströn: und ein unglücklicher Ausdruck; für die beiden Kaiser als Reisender für Schweden tätig zu sein, bis er bei Ztadt war hier nichts mehr zu gründen.“ Ebenso unzuu der Gewürz- und Materialwarenhandlung von J. P. "voll treffend ist, daß die Writcchzude in der südöstlichen Oldenburg eine bleibende Stellung und in der Tochter o die Marktecke“ steht; den Plat kann Tan doch nicht gut des Hauses eine Lebensgefährtin fand, mit der er 1gden eine Ecke nennen. S. 32 wird die alte Geschichte über 50 Jahre Freude und Leid im eigenen Heim eds" vom Kaissertor wieder einmal aufgewärmt. Kaiser gemeinsam genießen und tragen durfte. ; Dort Karl IV. zog 1375 nicht durch dieses Tor in die Stadt Neben seinem offenen Ladengeschäft, 11 eit nur und ein, er kam durchs Burgtor; der Kaiserturm war unterstüßt von einem oder zwei Lehrlingen, die
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