Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

und auf den beiden nur je 2,20 m breiten Bürgere zugute kommen. Durch das Wachsen der Vorstädte steigen ein solcher von 10 620 Personen ermittelt, würde allerdings als erste Folge ein Sinken der d. h. es kam bei der 12,7 m breiten Straße auf Wohnungsmiete und dadurch eine Wertvermiuderung jedes Meter Breite die Zahl von 42 Wagen und der alten Häuser eintreten; aber diese letztere ist 838 Fußgängern in der Stunde. „Gegenüber diesem das natürliche Ergebnis der Entwicklung und nur stündlichen Verkehr von 42 Wagen und 838 Fuß- künstlich zurückgehalten worden. Gehen die Erträg- gängern wurden beispielsweise in der Nätlergasse zu nisse der Grundstücke im Innern der Städte zurück, Danzig, welche jetzt verbreitert werden soll, nur 6 so steigert sich auch der Wunsch, sie „gegebenenfalls Wagen und 180 Fußgänger auf das Meter Straßen. mit fremder finanzieller Beihilfe“ durch Neubauten breite gezählt.“ zu erseßgen. Gerade in dieser allmählich sich voll- Man erkennt, daß unter Umständen ein riesenhafs ziehenden Sanierung erkennt Genzmer „einen Vor- ter Verkehr durch eine enge Straße geführt werden zug in künstlerischer Beziehung vor den gewaltsamen kann und daß wir andererseits schon bei einer leichten Durchführungen durch die Gemeinde." Zunahme des Verkehrs bereit sind, Veränderungen vor- Die an Anregungen reiche Rede, welche in mehr ;} >) . mdr t Vhskcise Lr {r EU IE ER Erg: machen sind. Aus Beispielen aus Dortmund (Brück , Niemand wird daran denken wollen, für alle Zeiten straße) und Köln a. Rh. (Hochstraße) geht hervor, die malerischen alten Gebäude, welche den heutigen daß eine Verkehrssteigerung, die für jene Stadt einen hygienischen Anforderungen nicht mehr entsprechen, Stundenverkehr von 420 Fußgängern neben einer lediglich einer uferlosen Kunstschwärmerei zuliebe er- stark benugien elektrischen Bahn ermittelt, für diese halten zu wollen. Aber das unterliegt keinem Stadt aber 540 stündliche Fußgänger und 10 Wagen gZweifel, daß die künstlerischen Reize unserer alten aufweist, sich noch bewältigen läßt ohne besondere Städtebilder gerade in der individuellen Ausbildung Vortehrungen. Solche Feststellungen sind von Wichtiges der zu verschiedenen Zeiten und durch verschie- keit für unsere alten Straßen und Brücken, die in dene Baukünstler nach und nach entstandenen Bau- ihren Verkehrsmöglichkeiten so häufig unterschäßt lichkeiten liegt." werden. Danzig hat bereits durch die Besseitignng Das Publikum müßte vor allem durch Maß- der Beischläge in der Hundegasse ein Beispiel ge hahmen der Behörden selbst zu einer pietätvollen geben von der Wirkung solcher „Verbreiterungen" Schonung der von den Vorfahren überkommenen das — wie man annehmen sollte — keinen zur sunstdenkmäler erzogen und, wenn einmal Neubau- Nachahmung reizen sollte. ; : ten nötig sind, zur Anpassung an die charaktervollen Doch gegen solche Beweisführung ist man häufig Vorbilder aus alter Zeit hingeleitet werden. taub ô tun. ett Genzmer iy jenes Jyzsäbrustt t auch auf die Entwicklung unserer Großstädte etwas ; ; ; näher ein und zeigt, wie mit der Steigerung der Ein Wort zur
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