Full text: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

. „i Schlutuper Gemeindevertretung eingegangen sind, Kaufreflektanten sich gegen alle möglichen Angriffe gest als es sich um die Beantwortung der Frage han- verteidigen müssen, dann wird es in der Folgezeit erst delte, ob die Bautätigkeit infolge Anlage einer sehr schwer werden, in Lübeck Industrie anzusiedeln. mu Düngerfabrik beschränkt sei. Lesen Sie diese ver. Ich wünsche dringend, daß den Anträgen des Ter schiedenen Antworten durch, so werden Sie finden, JIndustrievereins möglichst bald Folge gegeben wird, bee daß eine Reihe von ihnen geradezu ausspricht, daß die eine Vereinfachung des Verkaufes von Industrie- frü die Bautätigkeit nicht beschränkt sei. Zwei Ant. gelände bezwecken, und daß eine Kommission ein- süd worten sind in entgegenstehendem Sinne ausgefallen, gesetzt wird, die derartige Gelände in Ausübung besi die Antwort aus Landshut, die recht ungünstig der dem Senate und der Bürgerschaft zustehenden krä lautet, und die aus Lüneburg. Die Antworten aus Rechte selbständig zu verkaufen hat. Der mit gat Trebbichau, Erfurt, Breslau und Friedrichstadt diesen letzteren Erwägungen sich verbindende Wunsch vor lassen erkennen, daß besondere Nachteile für die beschleunigter Besiedelung unseres Industrieterrains im Bautätigkeit nicht entstanden sind, es sei denn, wie kann, das gebe ich ohne weiteres zu, dafür nicht am in dem Bericht hervorgehoben ist, daß es sich um ausschlaggebend sein, sich für den Senatsantrag der eine villenartige Bebauung handelt. Das trifft zu entscheiden, mitbestimmend aber dürfte er doch ver hier aber nicht zu. Zudem ist die Antwort aus in gewisser Weise sein, und wenn man das in Lüneburg nach den Ermittlungen von Herrn August hinzunimmt, was ich eingangs ausgeführt habe, m Pape nicht völlig zutreffend. Dabei darf ich noch wird man dazu kommen müssen, die Vorlage an- ricl auf eins hinweisen. Die Kommission hat ver. zunehmen. frü schiedene Fabriken besichtigt und unter anderem auch Heinr. Thiel: Ich bin der Kommission ganz die eine Fabrik, in der aus Knochen Leim und Dünger außerordentlich dankbar gewesen für ihre sehr ein- me hergestelt wird. Die Besichtigung dieser Fabrik gehende Arbeit und namentlich auch für den sehr der hat den Beweis geliefert, daß, abgesehen von sehr eingehenden Bericht, den sie uns erstattet hat, und ich heißen Tagen, nennenswerte Belästigungen nicht zwar mit Hinzufügung aller Unterlagen. Ich habe lag eintreten können. Wir haben alle zusammen sehr vor einigen Tagen in einer Zeitung gelesen, daß Be dicht bei dem zu verarbeitenden Material gestanden. dem verehrten Vorsitzenden der Kommission der Vor- gin Gewiß, der Geruch war nicht angenehm, aber eine wurf gemacht wurde, er wäre dreimal umgefallen. Ko nennenswerte Belästigung haben auch diejenigen Diesen Vorwurf kann ich als berechtigt durchaus sirt Herren, die der Vorlage ablehnend gegenüberstehen, nicht anerkennen. Wenn der Vorsitzende im Laufe der nicht bestätigen können. Ich muß allerdings be- der Verhandlung seine Ansicht revidiert hat, darf au- merken, daß diese Besichtigung an einem Tage statté. man ihm daraus keinen Vorwurf machen. Dankbar un gefunden hat, der günstig war. Es war nicht ein bin ich ihm gerade dafür, daß er es in seinem da! warmer Frühlingstag, sondern eher kühl als warm. Bericht erwähnt hat; das zeigt, wie unendlich ha Ich bin allerdings der Überzeugung, daß an sehr schwierig die Materie und wie verantwortungsvoll sch heißen Tagen der Geruch sehr viel unangenehmer der Posten des Vorsitzenden einer solchen Kommission da sein wird. Aber auch dieser Geruch muß erträglich ist. Es handelt sich hier tatsächlich um ganz außer- stä sein, denn der Direktor mit seiner Familie wohnt ordentlich wichtige Interessen. Wir wollen in Lübeck, dei das ganze Jahr über in unmittelbarer Nähe der nachdem wir so viele Kosten und Mühe aufgewandt Ir Fabrik, obwohl er gewiß in der Lage ist, im haben, doch alles tun, um jett die geschaffenen ich Sommer sich eine andere Wohnung zu nehmen. Gelände zu befruchten, und wir wollen neue Industrie be Ich möchte endlich noch eins hinzufügen, wenn heranziehe. Wenn uns auf der einen Seite, an es auch nicht unmittelbar zur Sache gehört. Ich nachdem uns ein solches Angebot gemacht wird, von V habe bei dieser Gelegenheit gesehen, wie schwer es der Industriekommission der Handelskammer nicht die ist, widerstrebende Interesssen miteinander zu ver.. mit Unrecht gesagt wird, daß allein schon die R einigen. Das hat mir vor Aygen geführt, wie &üterbewegung eine beachtenswerte Bedeutung hat, de dringend notwendig es ist, daß bei Veräußerung jo will man doch auf der andern Seite unter keinen U von Industriegeländen ein anderer Weg als der Umständen zugeben, daß durch eine solche neue ge bisherige beschritten wird. Wenn die Käufer in gJndustrieanlage wohl berechtigte ältere Interessen br der Folgezeit beim Kauf jedes Quadratmeters und bereits früher heimisch gemachte Industrien S Industriegeländes ebenso behandelt werden wie hier, geschädigt werden. Auch mir ist es ähnlich ge- P wenn die Kaufverhandlungen durch Behörden und gangen wie dem Herrn Vorsitzenden der Kommission, y: durch die Bürgerschaft und etwaige Kommissionen und auch ich habe meine Ansichten revidiert. Aller- . nonatelang hingezögert werden, wenn schließlich die dings muß ich sagen, daß ich zu dem entgegen- t YA K
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