Full text: Lübeckische Blätter. 1906 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1906 (48)

662 deu Unterricht so unregelmäßig, daß der von ihnen bei ihrer Zulassung hinterlegte Betrag von je M 1 für verwirkt erklärt werden mußte. Die Ausgaben des Ausschusses für den freien Schwimmunterricht belaufen sich auf / 942,40, von denen A 904,50 fät die Erteilung des Schwimmunterrichts gezahlt sind. An Stipendien bewilligte die Vorsteherschaft im Berichtsjahr je „ 120 zum crsten Male dem Tischler Max Buhmann, den Maurern Martin Rahlfs und Heinrich Weber, dem Bildhauer Ferdinand Tegtmeyer, den Maschinenbauern Max Waatk, Richard Retelsdorf und Gustav Vorkamp und dem Maschinentechniker Wilhelm Stephan, zum zweiten Male dem Feldmesser Wilhelm Schmidt, dem Ma- schinenschlossser Carl Schönersstedt, dem Maurer Heinrich Klüßmann, dem Tischler Karl Schwarz, dem Maschinenbauer Erich Fischer, dem Kunstmaler Wilhelm Schodde und der Konservatoristin Hilda Gädecke, zum dritten Male dem Techniker Christian Böckmann, den Zimmergesellen Franz Hormann und Ludwig Arndt und dem Porzellaumaler Karl Steffin. Auch im laufenden Jahre sind die Stipendien bereits wieder verteilt. Es lagen so zahlreiche Bewer- bungen vor, daß, obwohl die Vorsteherschaft die ihr zur Verfügung gestellten Mittel überschritten hat, doch noch eine große Zahl von Gesuchen abgelehnt werden mußte. Das Stipendium der Jacob Oppenheimer- Stiftung ist dem stud. phil. W. Reimpell für ein ferneres Jahr verliehen. Außerdem hat die Vorssteherschaft dem Studenten der Erdkunde und Geologie Hans Spethmann um Ostern ds. Js. in besonderer Anerkennung seiner bereits als Schüler für unser Museum, das ihm auch eine wertvolle Sammlung mefolitischer Erzeng- nisse verdankt, geleisteten Arbeiten ein Stipendium von .# 150 auf drei Jahre gewährt. Der Besuch der Herberge zur Heimat hat sich in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres in erfreulicher Weise wieder gehoben. Allerdings blieb die Gesamtzahl der Gäste mit 6794 noch gegen die des Vorjahres mit 7999 zurück; aber die Gäste blieben durchschnittlich länger, und insonderheit hat sich auch die Zahl der hier in Arbeit stehenden Kost- gänger gehoben, so daß die Gesamtzahl der Nacht- quartiere von 14 T727 im Vorjahre auf 15 067 ge- stiegen iste. An Mittagessen wurden 10 316 (1904 : 7259), an Abendessen 15 520 (1904: 14 884) Por. tionen verabreicht. Bei dem Arbeitsnachweise gingen 1286 (1904: 819) Stellenangebote ein. In 1166 (1904 : 500) Fällen wurde Ärbeit vermittelt. Die günstigeren Betriebsergebnisse, zu denen auch der Umstand, daß mehr als sonst die besseren und daher " 1 euereren Quartiere in Anspruch genommen wurden, eitrug, ermöglichte es, daß nicht nur die im vorigen Jahre von der Gessellschaft gestundeten Zinsen neben en laufenden gezahlt, sondern daß auch wieder eine bzahlung von / 300 auf das von der Gesellschaft gewährte unverzinsliche Darlehn geleistet und ferner ine Abschreibung von fL 300 auf das Inventar orgenommen werden konnte. In den Vorstand vurde an Stelle von Konsul Scharff Staatsanwalt r. Eschenburg gewählt. Der Besuch der Volksküche war etwas geringer ls im Vorjahre. Es wurden 120 037 Portione ittagessen gegen 125 334 im Jahre 1904 verab- eicht und zwar 52 834 Portionen zu 30 Pfg. und 7 203 Portionen zu 20 Pfg. Für Kaffee wurden & 2325,95 vereinnahmt, entsprechend 46 519 gro- en Tassen zu 5 Pfg. gegeu 46631 im vorhergehen- en Jahre. Die Einnahmen für Abendessen stiegen vn M 5232,46 auf M 5548,55. Kaufmann E. egtmeyer und Fräulein Adolfine Wendt, die aus dem Vorstande ausschieden, wurden zu Vorstands- ritgliedern wieder erwählt. Ferner traten dem Vor- tande bei Frau Luise Wendt und Fräulein Berta sher, erstere an Stelle des ausscheidenden Fräulein nna Tesdorpf. : Die Spar- und Anleihe-Kasse schloß im erichtsjahre mit einer Bilanz von f 13 741 675,74. ie Spareinlagen erfuhren gegen das Vorjahr einen uwachs von A 949 468,63, sie stellten Fich auf insgesamt M 12 757 074,02. Die Zahl der Ein- egebücher stieg um 1358 von 25 106 auf 26 464. er Durchschnittsbetrag der einzelnen Sparkassen- uthaben stellte sich auf . 482,05 gegen A 470,31 im Vorjahre. Die Verwaltungskosten, unter denen ich auch die Kosten der Einrichtung der Nebenstelle n St. Lorenz mit / 4814,25 befinden, belaufen ich auf ./ 33 867,86. Der Reservefonds stellt ich auf M 754 500. Für Kursverlüste und für zerlüste auf Hypotheken sind je /) 82 000 reserviert. ie Gesamtreserve beträgt also . 818 500. Am 1. Juli d. J. war die Vorsteherschaft der Gesellschaft u einer Besichtigung des für die Nebenstelle St. Lo- ‘enz neu erbauten Hauses in der Fackenburger Allee etn- eladen. Das Haus, das außer den Geschäfts- äumen der Nebenstelle und der Wohnung des Haus- eisters noch zwei Läden und drei große Miet- ohnungen enthält, macht in allen Teilen einen vor üglichen Eindruck. Erfreulich hat sich auch der eschäftsumfang der Rebenstelle gehoben. Die Ge- amtzahl der Abfertigungen bei der Belegung und bhebung von Geldern stieg in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. September von 4401 im Jahre 1904/06 auf 9702 im Jahre 1905/06, der Gesattt- umsatz von . 389 062,64 auf A 916 107,74 NAukerdem sind im letter ahre
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