Full text: Lübeckische Blätter. 1906 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1906 (48)

ur + é ldngdr offenbar nichts. Natürlich dürfen nicht Sümpfe oder Pfütßen da sein. Ich bezweifle also, daß eine derartige Erhöhung der Meinersschen Wiese notwendig ist, wie das nach dem zweiten Projekt der Bau- deputation nötig sein sollte. Es ist dann für den Buniamshof ein anderer Platz in Vorschlag gekommen an der Geniner Straße auf den Travewiesen. Die Kosten hierfür sind auch bereits im Budget vorgesehen, der Plan unterliegt aber noch der besonderen Bewilligung des Bürger- ausschusses. Dieser Spielplatz verhält sich jedoch nach meiner Meinung zu dem auf Buniamshof etwa wie Zichorien zu Kaffee. Buniamshof ist geschützt vor Wind und Staub und liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt so günstig wie möglich. Der neue Play ist reichlich weit entfernt, ganz ungeschützt, staubig und auch später für andere Zwecke bestimmt. Er steht also nur für eine gewisse Zeit zur Verfügung, für später ist das Geld weggeworfen. Buniamshof aber könnte dauernd als Spielplaz verwandt werden. Es sind also eine ganze Menge Gründe vor- handen, weshalb ich den Bürgerausschuß bitten muß, sich ernsthaft mit dieser Sache zu befassen und uns darüber einen eingehenden Bericht zu geben. Weiter will ich hier wegen unserer großen Tagesordnung auf die Sache nicht eingehen, obgleich sich noch sehr viel darüber sagen läßt. Ich möchte aber noch eine Anfrage an den Herrn Senatskommissar richten. Als seinerzeit der Stadtpark hergestellt wurde, hieß es in dem Erläuterungsbericht des Herrn Baudirektor Schaumann vom 20. Juni 1897: „In Rücksicht auf die großen Rasenflächen, welche, wie im Bremer Bürgerpark, der öffentlichen Benutzung freigegeben werden können, ist die Anlage besonderer Spielplähe im Park unterblieben.“ In dem Bericht, den Finanzdepartement und Baudeputation gemeinsam dazu an den Senat er- statteten, heißt es gleichfalls: ,„Die größeren Rasen- flächen sind für Volksspiele geeignet, im Winter kann der Teich dem Eissport dienen.“ Hiervon ist bis jetzt nichts zur Ausführung gekommen. Ich möchte fragen, ob denn die Baudeputation plöglich anderer Meinung geworden ist. Wenn sie diese großen Rasenflächen nicht mehr für das Spielen frei- geben will, hätte das Senat und Bürgerschaft doch mitgeteilt werden müssen. Die Anlage besonderer Spielpläße ist unterblieben troß dieser Aus. führungen im Bericht, und deshalb muß die Sache demnächst durch die Baudeputation klar gelegt und uns darüber etwas gesagt werden. Ich möchte dringend bitten, daß man hier auch das ausführt, was man in Bremen in dem Bremer Park getan hat und wie es früher vom Finanz- ~) Li i ~~ departement und der Baudeputation auch geplant worden ist. Jedenfalls konnte die Bürgerschaft bei Annahme der Vorlage betreffend den Bürgerpark nur annehmen, daß dies auch zur Ausführung kojyven würde. Leider ist bisher nichts davon eschehen. j Senator Dr. Fe hl in g: Nicht zu der Schluß- anregung des Herrn Dr. Ziehl, sondern zu dem Anfang seiner Ausführungen bin ich genötigt, das Wort zu nehmen. Er gab seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß der Herr Wortführer endlich mit der alten Gewohnheit gebrochen und die Ver- handlungen dieser wichtigen Sache vor die Verhand- lung der weiteren Senatsanträge auf die Tages- ordnung gesetzt habe. Es handelt sich hier nicht um eine Gewohnheit, sondern um eine Bestimmung der Verfassung, die nach Art. 46 gewährleistet, daß zu- nächst die Anträge des Senates zur Verhandlung kommen. Ausnahmen geschehen nur dann, wenn die Senatskommissare sich damit einverstanden erklären. Natürlich ist auf den geäußerten Wunsch und im Hinblick auf die Wichtigkeit der Angelegenheit, die , gute vet resheten vi re rie der Auffassung widersprechen wollen, als wenn es sich um etwas handle, was lediglich in der Hand der Bürgerschaft läge. . Senator Heinr. Evers: Ich wollte zu dem Antrage selbst nicht sprechen. Gegen ihn ist im all- gemeinen nichts einzuwenden, und es ist gewiß sehr erwünscht, daß er im Bürgerausschuß eingehend be- raten wird. Ich wollte Ihnen nur die Mitteilung machen, daß auch in der Baudeputation. diese Frage sehr ernsthaft geprüft wird und da die Frage der Bebauung der Vorstädte einer Kommission über- wiesen ist, diese auch die vorliegende Frage eingehend mit prüfen soll. Wir werden aber jede Unterstützung aus bürgerschaftlichen Kreisen sehr gern sehen. Bei dieser Frage kann auch die andere Frage, die Herr Dr. Ziehl berührt hat, geprüft werden. Ich bin nicht in der Lage, heute bezüglich des Stadtparkes Ihnen nähere Aufschlüsse geben zu können. . Dr. Meyer: Ich hatte eigentlich nicht die Absicht, das Wort zu dieser Angelegenheit zu nehmen, weil auf der Tagesordnung des Bürgerausschusses am Mittwoch sich ein Senatsantrag befindet, be- treffend Herstellung eines Spielplatzes an der Gepirt!/ straße, und ich mir vorgenommen hatte, dort zu t antragen, diesen und den Hempelschen Antrag, dt wie ich hoffe, an den Bürgerausschuß gehen wir : dort einer Kommission zur Vorprüfung der ho"; Spielplatzangelegenheit zu überweisen. Ich möch nur noch eins erwähnen. Wenn ein solcher Antrag
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