Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

städtische Bebauung zugelassen ist und die Vorgärten fallen. Es sind Ihnen nun heute Abänderungsvor- schläge zu dem Vertrage entgegengebracht. Da möchte ich sagen, daß der § 1 dieser Vorschläge von ganz falschen Voraussezungen ausgeht. Es ist z. B. da- von die Rede, daß die Lübeck. Büchener Eisenbahn- Gessellschaft eine Verschiebung der Brücke im Zuge der Fackenburger Allee gewünscht habe. Das ist nicht der Fall. Die Sache liegt so, daß von Staats- wegen der Wunsch ausgesprochen resp. die Forderung gestellt ist, daß die Brücke von vornherein so ein- gerichtet werden soll, daß sie später verbreitert werden kann, daß insbesondere die Möglichkeit einer Ver- breiterung der Fahrbahn von 11 auf 15 m gegeben ist. Daraus ergab sich dann die Notwendigkeit einer kleinen Verschiebung der Brücke nach Nordosten, die von der Baudeputation gefordert wurde, nicht von der Eisenbahngesellschafst. Die Eisenbahngesellschaft hat bei dieser Gelegenheit sich ganz entgegenkommend ttt! 11 1: 11%. tu 1heùt Frfeuties dez nommen. Ähnlich verhält es sich mit der Ver- schiebung des Empfangsgebäudes. Es lagen die Pläne dem Senate vor, und da er sich mit ihnen nicht einverstanden erklären konnte, verlangte er eine Vergrößerung. Er wünschte dabei auch, daß die Lokale für die Gepäckaufgabe nicht an der linken Seite angelegt würden, sondern an der rechten, damit nicht durch den Strom der zum Perron Gehenden oder von dort Kommenden das Gepäck hin und her transportiert würde. Auch das ist ein Wunsch, den nicht die Bahn gestellt hat. Eine Verbreiterung des Bahnplanums kommt überhaupt nicht in Frage. Die Unterkellerung, die im Interesse der Post ge- schieht, hätte aus dem Vertrage herausbleiben können, da sie schon vorgesehen war. Im Interesse der Post ist eine Verbreiterung der Straße nicht er- forderlich. Dies alles können Sie also nicht als Ausgangspunkt nehmen, wenn Sie gegen die Vorlage Bedenken haben. Es ist immer die Stadt gewesen resp. der Staat, der mehr verlangt hat, während die Eisenbahngesellschaft auf ihrem Schein bestand und sagte: Wir haben kein Interesse an der Sache, ihr müßt uns kommen. Wenn in der Presse und, soviel ich weiß, auch in der Vorversammlung eine im Bürgerausschuß gefallene Bemerkung eines der Spezialkommissare dahin ausgelegt ist, daß der Senat eigentlich ganz mit der Ablehnung der Vorlage ein- verstanden sei, so ist die Bemerkung, deren Wortlaut mir nicht mehr erinnerlich ist, falsch wiedergegeben. Sie zielte dahin, daß, wenn man bessere Voraus- setungen für die jetzigen Verhandlungen wegen der Verbreiterung hätte haben wollen, man seinerzeit den Hauptvertrag hätte ablehnen und gleich von vorn- lit») RR ( herein mit dem Wunsche der Verbreiterung hätte kommen müssen. Ô Nun hat Herr Blunck eine Reihe von Au- stellungen gemacht. Er fing an mit der Zufahrls. straße von der Fackenburger Allee her, die auf 25m verbreitert werden soll und bei der die Zulassung der vollen Bebauung zugesagt ist. Der Senat ist der Ansicht, daß eine Straße von 25 m Breite fr alle Zeiten genügt (sehr richtig), so daß wir nic auf die spätere Erwerbung von Vorgärten zu rechnet brauchen. Ich gebe zu, daß der Plan, den ursprüng lich Herr Blunck verfolgt hat, an dieser Stelle vieb leicht in mancher Beziehung noch günstigere Ver hältnisse geschaffen hätte. Herr Blunck ist Eigen- tümer des Hauses am Lindenplatz 16 und hatte früher die Absicht, die Grundstücke an der Blumet- straße zu erwerben und dann gegen das ihm vott Staate zu überlassende Areal der Blumenstraße eit gleich großes Areal an der Zufahrtsstraße von det Fackenburger Allee an den Staat abzuführen. Dv durch hätten wir eine noch breitere Zufahrtsstraßt wie jezt bekommen, aber für den Bahnhofsplay jelbst keine weiteren Vorteile gehabt. Jetzt sind die Pläne von Herrn Blunck aber hinfällig geworden dadurch daß Erwerbungen in der Blumenstraße bereits volt anderer Seite stattgefunden haben. Vom Bürget ausschuß ist speziell gewünscht, daß für das Grund stück Blumenstraße 16 nicht die Baufluchtlinie mlt der Straßenfluchtlinie zusammenfalle, man vielmeht wenigstens dieses Grundstück davon ausschließen sollt. Der Senat hat darauf Verhandlungen mit der Eiset bahnverwaltung gepflogen, und das Resultat ist gt wesen, daß von verschiedenen Vorschlägen der günstig]tt war, der Eisenbahngesellschaft / 13 000 mehr gl geben und dann für das Grundstück Blumenstraße 1 die Forderung von 8 m Vorgartentiefe bestehen zl lassen. Ich darf dazu bemerken, daß, wenn bei dent Grundstück die Vorgartentiefe von 8 m gelasit! werden soll, dann fast nichts mehr übrig bleibt, daß also das ganze Grundstück unbebaubar wird und nil als Vorland für das Grundstück Nr. 15, das die Eisenbahngesellschaft schon besitzt, benutzt werden ti Nun hat der Baudirektor, der über die Sache gehört! ist, sich dahin ausgesprochen, daß er nicht eine warum man diese / 13 000 noch aufwenden fell da es nichts verschlage, wenn dem von der Sta Kommenden durch einen Bau auf dem fraglidt! Grundstück der östlichste Teil des Bahnhofsgebäl . bis zum Betreten des Bahnhofsplayes verdeckt best Der Benachteiligte ist nur Herr Blunck für je Grundstück Nr. 16 am Lindenplatz, das nach ! ee jeßzigen Bestimmungen auch später eine Vorgartent! von 8 m behalten muß. Alber ich denke, ves Blunck wird, wenn die Vorgartentiefe für Nr.
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