Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

T7§ bäudeteile Bedacht genommen, so daß bei besonderen Anlässen ~ es sei an die Feste bei den hier tagenden Versammlungen der Deutschen Naturforscher und Ärzte und der Deutschen Kolonialgesellschaft erinnert — die gesamten Räume des Theaters und Saal. baues zusammen benutzt werden können. Es werden somit Festräume geschaffen, die der Stadt zur größten Zierde und Annehmlichkeit gereichen, zugleich aber auch einem Bedürfnis entsprechen, auf dessen Be- friedigung man andernfalls voraussichtlich lange hätte warten müssen. Nach dem die vorteilhafteste Raumausnutzung enthaltenden Seeling'schen Plan würde das Theater 955 Sitzpläßze und 148 Stehplätze, also rund 1100 Plätze enthalten. Bei Verzicht auf Steh- plätze können 1000 gute Sitplätze angeordnet werden. Es ist den Sachverständigen darin beizu- pflichten, daß diese Zahl den Theaterbedürfnissen unserer Stadt für lange Zeit genügen wird. Auch die größere Stadt Kiel baut zurzeit ein Theater von nur 1017 Plätzen. Für Kulissen und Dekorations-. Magazine ist im Seeling'schen Entwurf eine Grund- fläche von 410 qm bestimmt, die auch noch eine Erweiterung erfahren kann. Das erscheint, da z. B. das neue Theater in Dortmund nur 290 qm Grund. fläche für diese Räume hat, völlig ausreichend, so daß eine nachträgliche Vergrößerung, die allerdings auf dem jetzigen Grundstücke schwerlich ausführbar sein würde, nicht in Betracht kommen dürfte. Der Saalbau enthält neben einem Tagesrestaurant im Erdgeschoß mit einer Größe von rund 325 qm, das zugleich als Theaterrestaurant am Abend dienen soll, im ersten Obergeschoß einen Saal von den unge- fähren Abmessungen des jetzigen großen Casinosaales mit einem kleineren Nebensaal und einem erforder- lichenfalls die Verbindung mit dem Foyer des Theaters herstellenden Vorsaal. Außerdem sind zwei kleinere Nebensäle vorhanden, die getrennt für sich oder zusammen benutzt werden können. Die im großen und ganzen den jetzigen Casinoräumen ent- sprechenden, aber zweckmäßiger gruppierten Räume des neuen Saalbaues erscheinen hiernach für kleinere Konzerte, für Versammlungen und Vorträge sowie für größere und kleinere Festlichkeiten besonders ge- eignet. Hinsichtlich der Verkehrsverhältnisse vor dem neuen Gebäude empfehlen die Sachverständigen eine Verbreiterung der Fahrbahn durch Einschränkung des südlichen Bürgersteiges, damit im Gleise der Straßen- bahn eine die Aufstellung einer Reihe von Straßen- bahnwagen für den Schluß der Vorstellungen er- möglichende Weiche angelegt werden kann. Was die Zugänge zum Saalbau und die Treppen- anlage desselben anlangt, so sind von den Sach- verständigen an dem Seeling'schen Entwurf einige Ausstellungen gemacht, die bei der Ausschreibung des geplanten Wettbewerbes zweifellos Beachtung finden werden. Von größerer Bedeutung für das allgemeine Interesse ist, daß bei der Lage der in Betracht kommenden Grundstücke der Bau eines Theaters nach Maßgabe der preußischen, auch hier zu be- folgenden Bestimmungen über die Feuersicherheit in Theatern ohne Schwierigkeit auszuführen ist. Jns- besondere isi es möglich, daß von dem Theater so- wohl die Zuschauer als das Bühnenpersonal beim Ausbruch eines Brandes in schneller und ssicherer Weise die Straße erreichen können. Bei Veranlagung der Baukosten haben die Sach. verständigen berechnet: 1. für das Theater. . . . M 1 170 000 2. für den Saalblau . . . 550 000 3. für die künstliche Gründung - 1128000 M 1 848 000 Um auf kürzestem Wege zu einem nach allen Seiten einwandfreien Bauplan zu gelangen, empfiehlt ez sich nach dem Gutachten der Sachverständiget, einen beschränkten Wettbewerb unter bewährten Theaterarchitekten auszuschreiben und dazu mindestens vier Architektenfirmen aufzufordern. Die Kosten t Wettbewerbes würden sich solchenfalls auf M 1!î belaufen. ô ‘iss Finanzdepartement hat sich gutachtlich d hin geäußert, daß unter allen Umständen versuch werden müsse, die Kosten des Theaterneubaues auf höchstens / 1 000 000 festzuseßen, daß auch be Saalbau zu einem wesentlich geringeren Preise at zuführen sei, als von der Baudeputation verat schlagt sei. An der Hand dieser Berichte det Behörden hat der Senat unter Festhaltung . Summe von / 1 000 000 für das Theater, ti Annahme einer Bausumme von .# 500 000 i den Saalbau und Hinzurechnung der Kosten zei künstlichen Gründung von M 128 000 bei h, Bürgerschaft die Mitgenehmigung dafür ritt. daß die Baukosten des Theaters und Saalbaues mit behör, wiewohl auschließlich des sogenannten Drhen fundus, auf MÆ 1 628 000 bestimmt werden. ; Auf Dekret des Senats ist hervorgehoben, daß die. det wendung eines Betrages von M 500 000 f tlic) von dem Schenker gewünschten Saalbau unbeter gutgeheißen werden könne, da mit Sicherhei der zl gerechnet werden dürfe, daß durch Verpachtung "js schaffenden Konzert., Gesellschafts. und Restau t det räume, wenn auch nicht sofort, so doch y! jeit Heit eine genügende Verzinsung zu erreiche werde. M get get uni der tre ist wi ha Lil ert dit so ti) gl w fi p! dc ni n h: V D
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