Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

66H5 Zittel tschrift Hand- . Vogt Kreide- en des y usw. tütziger jek der timmen i ligss be ~ Beschif: en der geheure Jie Be- immer ‘dieser tor Dr. t, gegen Petre- anderen nik, zl ¡ch dein ten, ge nd Ber- en mit da sich ; Maße hinsicht x Jeht ationé- erden. ich vor- je, det ere und kommet jüngetet u not n. Die ristischts waltige! esondeti gillarien e Flota ) völlig ,x erstk! gließlit rilobitet ierwelt überliefert ist, sind in der neuen Sammlung keine Jossilien vorhanden. Es mag aber daran erinnert jein, daß wir gerade durch die Vermittelung Senator Yrehmers vor mehreren Jahren in den Besitz einer wertvollen, sehr interessanten Kollektion gewisser #ambrischer, in Schweden vorkommender Fossilien, die bis vor nicht langer Zeit als die ältesten Organismen, welche überhaupt bisher bekannt waren, alten, gelangten. Ein Aufsaß von Dames über die ersten Spuren von Organismen auf der Erde in der deutschen Revue (Januar 1893) hatte seine Uufmerksamkeit auf jene gelenkt, und er benutte seine Beziehungen zu dem als Paläontologen wie als Geschichtsforscher gleich bekannten Professor üindström in Stockholm, um für unsere Sammlung jene, sowie gleichzeitig eine größere Serie ober- silurischer Fossilien von Gothland zu verschaffen. Die nächstiüngere Erdformation, die Silur- formation, deren Fauna wiederum fast ausschließlich tine marine ist und außer aus den oben genannten fambrischen Meeresbewohnern aus Kalkbrachiopoden, stephalopoden, Korallen, Graptolithen, Krinoiden und den ersten Fischen (Knorpelfischen) besteht, besizt in Deutschland nur eine geringe Verbreitung und findet sich hier meistens in nur recht versteinerungsarmer Aus- bildung. Im sonstigen mittleren Europa ist diese Forma- tion vor allen Dingen in Böhmen in reicherem Maße entwickelt und zeichnet sich hier durch einen außer- rdentlichen Fossilreichttum aus. Die Fauna des- ]elben dürfte hier nach Neumayr gegen 4000 ver- [hiedene Formen umfassen und allein ein bestimmtes îersilurisches Niveau (Re) nicht weniger als 103 verschiedene Krustazeen (vorwiegend Trilobiten), 7T77 stephalopoden, 767 Muscheln, 293 Brachiopoden und dazu noch zahlreiche Schnecken, Korallen und Krinoiden ieherbergen. Von dort enthält denn auch die Vrehmersche Sammlung eine jehr reichhaltige, die henannten Tiergruppen in zahlreichen Spezies von lhöner Erhaltung umfassende Kollektion, welche jusammen mit einer aus der gleichen Gegend bor etlichen Jahren von Professor Fritsch in Prag 1m Tausch erworbenen größeren Sammlung ein charak- zristijches und für unsere Zwecke völlig hinreichendes ild dieser von unserer heutigen Tierwelt noch so hr abweichenden und sich ihr gegenüber fremdartig Usnehmenden Fauna zu gewähren imstande ist. . Nicht alles aber, was zur Zeit, als die Brehmersche Sammlung entstand, in Böhmen nach dem Vorgange 'on Varrande, der zuerst diese Fauna in einem rundlegenden Werke bearbeitete, zum Silur gerechnet hz;t. wird jeßt mehr hierzu gezählt, sondern zum tel zu der nächstjüngeren Erdformation, dem Devon. hrt so gehört auch ein Teil des in der Brehmerschen mmlung vorhandenen Silur Böhmens, nämlich die Fossilien der Etagen F, G und H, zu dieser Formation. Außer den eben erwähnten, verdanken wir noch andere Silurpetrefakten, die freilich nicht erst jett, sondern schon vor einer Reihe von Jahren uns zu- gewandt wurden, dem Sammeleifer Senator Dr. Brehmers. Sie sind in Diluvialgeschieben silurischen Alters enthalten, welche derselbe im Jahre 1852 bei Klein-Sarau, woselbst eine größere Anzahl solcher zum Kalkbrennen zusammengebracht worden war, gesammelt hatte. Für die damalige Zeit waren der- gleichen Petrefakten noch etwas Neues und Seltenes und nahm Senator Brehmer Gelegenheit, sie in dem zu jener Zeit in Lübeck existierenden geognostischen Vereine, dessen Mitglied er war, zu demonstrieren. (Siehe die Lübecker Zeitung Nr. 230. 1852.) Professor Dr. Stolley in Braunschweig, einer der wenigen deutschen Geologen, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der Erforschung der Diluvial- geschiebe, besonders der silurischen, beschäftigte, hat außer vielen anderen solchen Geschieben unserer ein- heimischen Sammlung auch diese Fossilien bearbeitet und damit ihren Wert für uns erhöht. Im Gegensatß zur Silurformation kommen die wiederum vorwiegend marinen Schichten der nächst- jüngeren Erdformation, der Devonformation, in Deutschland in größerer Verbreitung und in sehr versteinerungsreicher Entwicklung vor. Zwei aus- gedehntere Gebiete, in denen zudem die Entwicklung des Devon eine auffällige Übereinstimmung zeigt, kommen hier vor anderen in Betracht, das einen Lite tit hütet tes In ungerer geologisch-paläontologischen Samm- lung war von den drei Abteilungen, in welche das Devon auf Grund des verschiedenartigen Habitus seiner Fauna gegliedert wird (Unter-, Mittel. und Oberdevon), nur das Unterdevon und zwar von Singhofen im Nassauischen, welches vor einigen Jahren im Tausch vom Kieler mineralogischen Institute erworben war, in reicherem Maße vertreten. Mitteldevonische Fossilien waren in etwas größerer Anzahl aus der Eifel und auch aus dem Harz vor- anden. h Die Brehmersche Sammlung führt uns umfang- reiche Kollektionen von Petrefakten aus den beiden genannten Gebieten und aus allen drei Abteilungen des Devon von den bekanntesten und wichtigsten Fundorten zu. Außer den unterdevonischen Fund- orten, wie Bundenbach, Koblenz, Daleiden, Dillen- burg, Pfaffrat und besonders Oppershofen, von welchem Orte die reichhaltigste Suite stammt, sowie den oberdevonischen Fundorten, wie Büdesheim, Bicken, Nehden bei Brilon, seien hier vor allen
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