Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

598 gab der Redner eine Schilderung des Heimatsge. bietes der Indianer, ihrer Geschichte und ihres Charakters, sowie der Bedingungen, unter denen der- selbe sich entwickelt hat. Der Redner, der selbst viele Jahre in Mexiko zugebracht hat, konnte aus der Fülle des eigenen Erlebens heraus manche inter- essante Bilder über die Stellung der Frau und des Kriegers, das Leben und Treiben auf dem Kriegs- pfade, der Jagd und im Lager geben. Den Vor- tragenden lohnte reicher Beifall. Hierauf referierte Herr W. Kohrs über den zweiten Kolonialkongreß in Berlin, dem er als Ver- treter der Geographischen Gesellschaft Lübecks bei- wohnte. Eine lange und anregende Aussprache über die Verhandlungen des Kongresses und über koloniale Angelegenheiten beschloß den Abend. Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. AXI|. Neunundzwanzigster Bericht über die Tätigkeit des Vereins für Krankenpflege durch evangelische Diakonissen im Jahre 1904. Die Tätigkeit unserer Schwestern ist im verflossenen Jahre wohl infolge mehrfach aufgetretener epidemischer srankheiten in beträchtlich höherem Maße in Anspruch genommen worden als im Vorjahre. Die Zahl der behandelten Kranken hat sich von 1477 auf 1688 erhöht. Dementsprechend weisen alle Ziffern eine Steigerung auf; die der Nachtwachen ist von 1339 auf 1589, die der Tagespflegen von 970 auf 1278, die der Besuche, Hilfeleistungen, Einspritzungen usw. von 39 428 auf 46 654 gewachsen. In 104 Fällen haben Wärterinnen zur Aushülfe mit herangezogen werden müssen, auch haben mehrere der vom Verein zum Roten Kreuz ausgebildeten freiwilligen Kranken- pflegerinnen in dankenswerter Weise auf längere oder kürzere Zeit sich den Schwestern zur Aushilfe zur Verfügung gesstellt. Trotz der größeren Krankenzahl ist die Einnahme an Vergütung für geleistete Pflege von . 4069 auf M 3327,50 zurückgegangen. Von den 1688 verpflegten Kranken haben 215 eine Vergütung geleistet; die übrigen 1473 sind kostenlos behandelt worden. Der Verein wird auch ferner seinem bisher bewährten Grundsag treu bleiben, die Pflege, soweit die Kräfte reichen, ohne jegliche Rücksicht auf Vergütung zu ge- währen, er erwartet aber von denen, die dazu in der Lage sind, daß sie nach eigener Schätzung die geleistete Pflege entschädigen und nicht dem hier und da ver- breiteten Vorurteil folgen, welches den Unterschied zwischen einer Diakonissin und einer Krankenwärterin darin sieht, daß man die erstere billiger oder ganz umsonst haben könne. Auch die anderen Einnahmen sind fast sämtlich mehr oder weniger zurückgegangen — die am meisten dem Wechsel unterworfenen aus Geschenken und letztwilligen Verfügungen sogar um A 1121,18. Eine Steigerung weist nur der Poslen „Beiträge von Privaten“ auf, was das Verdienst des noch immer im Wachsen begriffenen Eifers unserer Sammlerinnen ist, denen hier der herzlichste Dank des Vereins ausgesprochen sei, ebenso wie der Gesell- schaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit, den Verwaltern wohltätiger Stiftungen, den Vereinen und Privaten, die durch kräftige Beihilfe die Sache des Vereins gefördert haben. Daß die Abrechnung troh der verminderten Einnahme noch mit einem, wenn auch geringeren Überschuß schließt, hat seinen Grund darin, daß namentlich an Baukosten infolge der im Vorjahre vorgenommenen gründlichen Reparaturen sehr viel weniger verausgabt worden ist. Die Abrechnung ist von den in der legten General- versammlung gewählten Revisoren Herrn G. Reimpell und Herrn Chr. Alwert geprüft und mit den Be legen übereinstimmend befunden worden. Der Krankew hausfonds, der den Zweck hat, in dringlichen Fällen unbemittelten Kranken die notwendige sofortige Auf nahme in das Krankenhaus zu ermöglichen, ist auth in diesem Jahre von einem Wohltäter freundlich be dacht worden, so daß in fünf Fällen auf Kosten t selben die Überführung ins Krankenhaus erfolgen konnte und noch für die nächste Zeit ein Bestand fit Notfälle vorhanden ist. ; Im Kreise der Schwestern ist teils durch Kranthei. teils durch Versetzung ein mehrfacher, leider z; meidlicher Wechsel eingetreten. An Stelle der bt storbenen langjährigen Leiterin des 1. Heims, Schwe: Caroline Ruwe, wurde vom Stift Betileht" Schwester Anna von der Schulenburg als leite Schwester hierher gesandt. ( Der Vorstand hat einen schmerzlichen Verlust . fahren durch den Tod sseines ältesten Mitglitn . der Frau Kirchspielvogt Schult, die troh h Alters bis in die letzten Wochen ihres Lebens ., dem wärmsten Interesse an den Arbeiten des ue standes sich beteiligt hat. An ihre Stelle V., Frau Prof. Godt in den Vorstand gewählt. aus Irl. Wilhelmine Eckhoff sah fich leider ard Gesundheitsrücksichten genötigt, aus dem u jet auszuscheiden. An ihre Stelle ist durch Vell j. Vorstandes Frl. Bertha Heyland berufen "ah Über die Arbeit der Schwestern gibt die folgende Übersicht Auskunft. Am 1 in guga Ju D Aust Gesto In au In § Gan Teili Ausi te Gan Hal. Aus [ i. da, Re ] § 19 q In il ql
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