Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

4.56 §§ Kundschaftsformularen und verschiedenen anderen as Amt und seine Mitglieder betreffenden Papieren usw. Die Lade nebst dem schon oben bei den Siegeln und Wappen erwähnten Amtssiegel sind geschenkt aus dem Nachlasse des ehemaligen Reifermeisters C. M. tein durch dessen Nachfolger Herrn C. Hansen. Ein von Herrn Leop. Mebius eingegangenes, irrtümlich als Geschenk dieses Herrn angesehenes Kundschafts- ormular wurde auf dessen Erfordern elben wiede ausgehändigt. Schlachter. Gesellenlade von 1823, schlich Eichenholz, mahagonifarben angestrichen, an de Innenseite des Deckels ein Pergamentblatt eingelasse mit Namen sämtlicher damaligen Gesellen. (Angekauft. Schlosser. Großer eiserner Schlüssel von 0,90 m Länge mit ausgeschnittener bezw. ausgefeilter rbeit am Bart und dem den lübeckischen geteilten Wappenschild und die Jahreszahl 1853 zeigenden riffe. Er soll von Joh. Aug. Strohkark, welcher päter als Mechaniker vorkommt, gearbeitet sein und urde jeßt vom Museum durch Kauf erworben. Stecknit fahrer. Gravierter zinnener Deckelkrug von 1763 mit Messingeinlagen, worauf in gekrönte Butter: eingraviert ist: „Gott mein Helfer. Matthias Christian Stühff “ und auf der Wandung: „Viekatl es lebe Die Gantze Brüderschatft!‘“ Der Ärug wurde angekauft. Tischler. Lehrbrief für Jürgen Hinrich Kupfer aus Salzhausen, der 1847-1851 in Winsen an der uhe in der Lehre gestanden. Geschenk des Herrn J. H. Kupfer zusammen mit dessen Wanderbuch von 1851 und folgenden Jahren. Töpfer. Lehrbrief, zu Rudolstadt den 11. Februar 1862 ausgestellt für Joh. Heinr. Jul. Ernst Klett aus ohrbach und untersiegelt vom Rudolstädter Amte ebst Klett's Wanderbuch vom 24. April 1844 an, eides von dem genannten Herrn Klett, jetzt Hospitaliten ier, geschenktt. Die bedeutendste und wichtigste Er- erbung bestand aber in dem Ankaufe aus dem Nach- asse des weil. Töpfermeisters Jac v Ernst ruse hieselbst (+ 1904). ; Dieser Ankauf umfaßte Arbeiten von drei sich im Amte folgenden Töpfermeistern, welche die mannig- altigsten Erzeugnisse geschaffen haben. Der älteste erselben, August Wilhem Schultze), zuerst 1808 als in Reinfeld ansässig genannt, wo er noch 1811 ge- ohnt zu haben scheint, war wohl zur Zeit der fran- züsischen Herrschaft nach Lübeck gezogen, wo er von 1817+1828 vorkommt. Er arbeitete, wie gleichzeitig auch mehrere andere hiesige Töpfer, in der Art der tockelsdorfer Fayencefabrik, doch fast nur in Stein- gut und mit mangelhafter Glasur, unter welcher er n _ Blau seinen ahreszahl anzubringen N . c . 1.. «. G“Mm&....x;.. flegt, z. B. im Boden eines mit einer Genreszene bemalten Napfes: „Reinfeld 1808 W. S.,“ eines ieuait Napfes mit Pflanzendekor in Braun und Grün: „A. WM. S. Reinfeld 1811.“" Ein gewölbter Schalen deckel mit profiliertem Knopf und Streublumendeko trägt die Bezeichnung „Lübeck | anno / 1817 | A. V Schultze /." „A. W. Schulte 1825“ ist ein Tabak kasten mit Blaumalerei, dessen Deckelgriff ein stehender, nicht übel gearbeiteter Pudel bildet, bezeichnet. Au eine kleine buntfarbige Fayencefigur (ein auf einen Baumstumpfe sitzender Mann, den Kremphut umgr ehrt auf den Knien haltend) soll von ihm gefertig sein. In den Lübecker Adreßbüchern kommt Sch 1821 und noch 1828 nicht als Töpfer, sondern al Töpfermaler vor, später nicht mehr. h D "Roch gleichzeitg mit ihm versuchte sich in ihr ichen Arbeiten der zu Stralsund 1794 geborett im November 1821 zu Lübeck Bürger gewordett Töpfermeister Heinrich Georg Abraham Grüttntt welcher die Witwe des hiesigen Amtsmeisters Heintih David Gottlieb Fuhrmann geheiratet hatte. Ein großes und ein kleines Speisenapf, mit Blaumaletei unter und zur schärferen Markierung der Stenzel sw. nachträglich aufgesetzten schwarzen Strichen über der Glasur zeigen, daß er in diesem Zweige seitt! unst es nicht weit gebracht hatte, was auch eit ni! Landschaft bemalter Napf bestätigt, welcher um den inneren Rand die Inschrift zeigt: „A. Heintih Grüttner: Schau-Teller. Lübeck anno 1827 het 24ten März,“ sowie ein ganz kleiner sog. Seeltopf mi Deckel. Sauber gearbeitet aus hellem unglasiert!" Ton ist dagegen ein aus verschiedenen losen Teilen ! stehendes Stück, welches nach Art eines Ofenmodellt von vierseitiger antikisierender Tempelform mit it! jonischen Säulen in der Fronte sich aufbaut, a f Vorderseite aber eine hinter senkrechter, runder §1 parung liegende Höhlung hat, zum Hineinleget t kleinen Taschenuhr. Jedes dieser Stücke, deren obe in Form eines liegenden, in den Vorderprankett Ü êreuz haltenden Löwen gestaltet ist, trägt den Rant des Meisters teils abgekürzt, teils in folgender Fe, „H. G. A. / Grüttner / 1823." Das Ganzt 1 0,4058 m hoch und unten 0,168 m breit und 012%) tief. Wahrscheinlich von demselben Meister aber y Bezeichnung ist ein dreibeiniger Deckeltopf mit st dessen Form einem sog. Möschtopfe gleicht und § ' solchen mit einer zweiten, durchbrochen ausgeschnit. . wie geflochten erscheinenden und frei den Topf h! gebenden, kaum 2 Millimeter starken negart. Wandung umgeben ist. Der hohe Deckel, einwat. zeigt ähnliches Motiv. Auf dem Deckel ist ent.... alls in Ton, wie in Korbflechterei hergestelltt " jj mit darin liegendem alt ausschauenden gs ri Abschluß angebracht. _Das Ganze .ist, dun ely wen viell dem liche geho sru Nad wur sind hell Zti Wa Ark wer noc sich klä' die we Mé 1 en ic r [ | I!
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