Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

D 47 1- n, n N- m es rt- ür Je- [m an 13- ste rd. be- M! Yo, ank ate, ge- : 1ng hen att- itte es 1les den igen ant uen ssen ist das der aper ). 6 auf rrig. tück die eht, herr tnis in der Klangîtärke innezuhalten, hat die neu erbaute Geniner Orgel für die Betätigung lübeckischen Kunst- fleißes eine so große Bedeutung, daß wir darauf auch an dieser Stelle hinzuweisen wohl das Recht haben. Daß das Werk alle Verbesserungen der Neu- zeit enthält und allen Anforderungen an eine moderne Orgel in weitestem Maße nachkommt, darf wohl als selbstverständlich angenommen werden. Die 15 Stimmen, 4 Koppeln und 4 Kombinationen verteilen sich auf 2 Manuale und ein Pedal. Nach der von uns er- betenen Disvosition der Orgel sind enthalten im ]. Manual 5. Flöte 4.. ß. Oktave 4.. Flautino 2'. Progressich 23 fav. 1. Prinzipal 8'. 2. Bordun s'. 3. Gambe s". 4. Gedackt s'. I11. Manual. 9. Geigenprinzipal s". 11. Salicional 8'. 10. Flöte 8". 12. Flauto traverso 4’. Pedal. 13. Subbaß 16-.. 15. Oktavbaß s.. 14. Gedacktbaß 8-. Nebenregi ter. 1. Koppel zwischen dem I. Manual und dem Pedal. P. fas - ef]: - - . : 3, ! - - J]. und Il. Manual. 4. Superoktavkoppel im I. Manual. Feste Kombinationen. 1. Piano. 3. Tutti. 2. Mezzoforte. Außerdem ist eine freie Kombination vorhanden. Die Registerzüge sind als Wippe über dem II. Manual und darüber wieder die freie Kombination als Knöpfe zum Herausziehen angeordnet. Die oben erwähnten sesten Kombinationen sind als Druckknöpfe unter dem I. Manual angebracht. Die 715 verschiedenen Pfeifen sind auf reinpneumatische Windladen mit Präzisions- vorrelais verteilt, zu denen vom Spieltisch die Ver- bindung durch Röhren aus Kompositionsmetall her- gestelt ist. Auch die Koppeln sind pneumatisch, so daß beim Gebrauch derselben die Spielart nicht erschwert wird. Der 4 qm große Magazinbalg füllt sih durch zwei wechselseitig zu tretende Schöpfbälge. Die Geniner Gemeinde darf mit freudigem Stolze auf ihre neue Orgel blicken, nachdem sie so lange sich mit einem selbst bescheidensten Ansprüchen nicht mehr genügenden Werke hat behelfen müssen. Die auf- strebende Firma E. Kempper & Sohn aber beglück. wünschen wir auch an dieser Stelle zu dem mit ver- hältnismäßig geringen Mitteln Geschaffenen, hoffend, daß sie noch recht oft Gelegenheit findet, den guten Ruf ihrer Firma zu betätigen. J. Hennings. Ausstellung von Schülerzeichnnngen im Katharinenm. Daß der Zeichenunterricht in den Schulen und namentlich den höheren in den letzten fünf Jahren eine tiefbegründete und weit ausgreifende Umgestaltung erfahren hat, dürfte auch den ferneren Kreisen nicht mehr ganz unbekannt sein. Herausgetreten aus der technischen Einseitigkeit und befreit von der an sich doch recht geist. und fruchtlosen Kopiermethode, ist er heute ebensowohl ein umfassender Mal- als Zeichen- unterricht, aufgebaut auf der künsstlerischen Erziehung des Auges zum Sehen und Richtigbeobachten der ganzen Erscheinungswelt. Mit dieser Erziehung der Sinne des Wahrnehmens und Empfindens wird zugleich die an sich äußerliche Geschicklichkeit der Hand bis zu der vom Individuum abhängigen möglichen Fertigkeit entwickelt. Der schlechtweg sogenannte „HZeichenunterricht“ ist in unseren Tagen der Forderung nach einer auch künstlerischen Erziehung der Jugend zu einem Haupt- faktor dieses gesunden Fortschrittes geworden. Da es nun außerordentlich schwer ist, bei der so äußerst jungen Umwandlung dieser Disziplin selbst für ernstlich interessierte Kreise (und billigerweise müßten alle Eltern und Erzieher dazu gehören) sich ein an- näherndes Verständnis für die ernsten Bestrebungen und Ziele dieses zu neuem Leben erwachten Unterrichts- zweiges zu verschaffen, so ist es vorläufig immer nur mit Freuden zu begrüßen, wenn die Schuldirektoren durch ihre Heichenlehrer von Zeit zu Zeit Veranlassung nehmen, eine Ausstellung der auf Grund der neuen Pläne erzielten Schülerarbeiten zu veranstalten. Einen wesentlichen und wirklich nennenswerten Beitrag lieferten hierzu die unter Leitung des Herrn Zeichenlehrers K. Sondermann entstandenen Arbeiten des Katharineums in der Ausstellung am Donnerstag vor Palmarum. Sie war trotz mancher noch durch die Kürze der Zeit und die Lage der Dinge unver- meidlichen Einschränkungen eine im Ganzen recht gute zu nennen. Überall ein planmäßiges und gründliches Vorgehen, ein ernstes Studium. Eine Anzahl Arbeiten ließ noch Allerbestes erhoffen. Der lebhafte Besuch war für Lehrer und Schüler der schönste Dank. –~ Curdt. H Salon Möller. Auf der vorjährigen „Großen Berliner Kunst- ausstellung“ war der Kunst der Illustration einer der größten Säle eingeräumt. Das allseitig aufs höchste gesteigerte Interesse des Publikums für diese Schöpfungen war ein nicht zu unterschätender Beweis dafür, daß diese Kunst im besten Sinne eine moderne ist und sich zu einer echten Volkskunst innerhalb weniger Jahre
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