Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

7 n n n u n r 0 I § n n n V Ie in, D F , 1D n m Nn Christlic vn kustlick werden vnderrichtet / Gade ton eren / vnsen kindern vn vns tor salycheyt / vnd desser guden Stadt tom besten." Und die Schulordnung für das Waisenhaus von 1673 sagt: „Es sollen die Kinder / aus Gottes Wort / nach Einhalt der unver- änderten Augspurgischen Confession / in der Heylsamen Lehr des Erkäntniß GOttes und unsers Heylandes IEsu Christi gründlich unterrichtet / und zur wahren Gottes- furcht angewiesen werden . . . sie sollen treulich unterrichtet werden / wie sie recht glauben / Christlich leben und sehlig sterben sollen.“ Auf dieses Ziel soll die ganze Erziehung der Jugend gerichtet sein, vornämlich aber soll der Religionsunterricht der Erreichung desselben dienen. Durch ihn sollen die Kinder zur Kenntnis und zum Verständnis des Willens Gottes, wie er uns in der Heiligen Schrift offenbart ist, gebracht werden. Daher muß das Lesen und Erklären derselben die Grundlage des Religionsunterrichts bilden. Dabei darf aber der Lehrer nicht willkürlich verfahren und nach Belieben seine eigenen oder anderen nach- gesprochene Meinungen vortragen; er darf nicht zu denen gehören, von denen Matthias Claudius singt: sie spinnen Luftgespinnste, und suchen viele Künste, und kommen weiter von dem Ziel. Das Unterrichtsgeset vom 17./20. Oktober 1885 schreibt im Artikel 23 vor: „Der Religionsunterricht wird nach dem evangelisch-lutherischen Bekenntnisse erteilt.‘ Derselbe darf deshalb nur solchen Männern übertragen werden, welche diesem Bekenntnisse aus freier Überzeugung voll und ganz zugetan sind, welchen es eine heilige Gewissenspflicht ist, die ihnen anvertrauten jungen Seelen dem oben an- gegebenen Ziele zuzuführen, und welche sich der hohen Verantwortung, die sie tragen, bewußt sind. Den Religionslehrern gilt in ganz besonderem Maße das Wort: „Wer der Kleinen einen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ihm ein Mühlstein an seinen Hals gehänget würde und er in das Meer geworfen würde. Das Gleiche gilt aber auch von den Männern, deren Bücher beim Religionsunterricht benutzt werden sollen, und es ist deshalb der in Nr. 651 dieser Blätter enthaltene Protest gegen die Verwendung der Bücher des Prof. Bousset durchaus berechtigt. 44. Totenschau 1 9 04. Abels, Johannes Karl Heinrich, Bäckermeister, ehem. Mitglied der Bürgerschaft, am 1. März, 52 J. Behn, Georg Arnold, Kaufmann und Senator, am 5. Janr. zu Werawald es 67 J. Bössow, Irhgr! Peter, Oberpostassistent, am 23. Mai, Boy, Carl Johann, Kaufmann, am 24. Janr., 59 J Brehmer, Adolph, Dr. jur.,, Rechtsanwalt und Notar, seit 1884 Wortführer der Bürger- schaft bezw. des Bürgerausschusses, am 28. September, 64 J. Brehmer, August, Ingenieur und Fabrikant, am 3. Mai, 68 J. Bruch, Valentin Christian, Bankbeamter, am 17. Mai, 42 I. Brunkau, Friedrich Joachim Andreas, Ober-Tele- graphenassistent a. D., am 30. Janr., 77 J. Burmester, Johann Peter Friedrich, Hauptlehrer a. D., am 6. August, 80 J. Burow, Johannes Michael Wilhelm, Realschul. direktor a. D., am 5. August, 76 I. Curtius, Cäcilie, Witwe des Senators Dr. Th. Curtius, geborene von Schlözer, am 25. Dezbr., 84 I. Dillner, Jochim Wilhelm, ehem. Lehrer, am 12. März, 80 J. Engel, Heinrich Christian, Kaufmann, am 26. Aug., 65 I. Essing, Wilhelm Robert, Kaufmann, am 15. Janr., BT J. Evers, Theodor Helmuth, ehem. Schiffswerftbesitzer, am 27. Februar, 78 I. Gaedertz, Heinrich, Kaufmann, ehem. Mitglied der Bürgerschaft, am 16. August, 90 J. Gütschow, Anton Christoph, Dr. med., Arzt, am 19. Februar, 80 J. Hamann, Johann Heinrich Wilhelm, Großherzoglich Oldenburgischer Konsul und Kaufmann, am 1. Mai, 671 J. Hartz, Friedrich Karl Konrad, Postsekretär, am 16: Juli, 33 J. Hobe, Johann Ludwig Gottlieb Meno von, Ritt- meister im Kgl. Preußischen Husarenregiment „Fürst Blücher von Wahlstatt,“ am 13. März, Holm, Johannes Heinrich Georg, Hauptlehrer, am 6. Februar, 61 J. Kahns, Johann Christian Heinrich, Schuhmacher- meister, am 9. Januar, 75 I. Kelling, Jakob Friedrich Wilhelm, Weinrestaurateur, am 23. Februar, 61 J. Koch, Justus Albert Eduard, Kaufmann, am 6. Oktober, 53 J. Krüger, Johann Heinrich Karl, Revierförster a. D., am 14. November, 64 J. Lauterbach, Heinrich Christoph, ehem. Kaufmann und Lübeckischer Konsul in Boston (N.-A.), am 2.. Juni, 85 I. Maret, Johann Jakob Karl, Dr. med., Arzt, am 25. Oktober, 67 J. Melchert, Victor, Kaufmann, am 13. Oktb., 82 J. Melle, Johann Hermann Ludwig von, Weinhändler, am 29. Angust, 42 J.
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