Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

eltend machen kann, falls die Straße einmal später aufgehoben wird. Hahn: Mir ist nicht ganz klar, ob es wirklich o ist. Wenn eine bestehende Straße aufgehoben werde oll, macht das Polizeiamt bekannt, daß Inter- ssenten sich zu melden haben. Die Interessenten ind aber in diesem Falle diese Leute hier, und die ind durch Vertrag ausgeschlossen. Ich möchte au itten, daß in irgendeiner Weise ausgesprochen wird aß nur durch Rat. und Bürgerschluß diese Straße ufgehoben werden kann. Es ist direkt ein Ver indungsweg von der Moltkebrücke nach der Kahl- orststraze und der neuen Ringstraße, und ein olcher Weg kann doch nicht ohne weiteres auf- ehoben werden sollen. Die Stadtwasserkunst will ahrscheinlich auf der andern Seite Filter anlegen, ber sie kann dahin auch kommen durch Tunnel, ie unter der Straße angelegt werden, wodurch die ache billiger kommt, als wenn das ganze Terrai der Straße abgegraben werden soll. Eine Auf- ebuung der Straße ist meine t ar ni öglich. Uf to: Heinr. Evers: Ich habe eben schon esagt, daß diese Straße im Bebauungsplan bleibt. ugenblicklich ist sie noch keine Straße, die anbau- ähig ist. Dazu ist sie noch nicht fertiggestellt, son- ern es handelt sich hier um eine Privatstraße, die den Gemeindeanstalten gehört. Was aber im Be- auungsplan ist, kann nicht ohne weiteres verschwinden, nd wenn die Straße wirklich einmal aufgehoben wird, hat natürlich die Bürgerschaft dabei ein Wor mitzusprechen. Wir haben. gerade für diesen Fall daß die Straße später aufgehoben werden könnte, orsorge getroffen, daß eine andere hergestellt wird nämlich die Straße 2 in diesem Plane, die dann die direkte Verbindung zwischen der Moltkestraße nd der Ratzeburger Allee bildet. Im Anugenbli ird die Straße aber durch diesen Antrag nicht auf- ehoben, sondern es wird nur der Terraingesellschaft egenüber das Recht lten, sie später auf- uheben. Huchwald: Wo hier wieder ein neues Vierte eschaffen wird und viele neue Straßen entstehen öchte ich mir doch einige Worte erlauben, um au ie Namengebung der Straßen im allgemeinen ein- ugehen. Es sind meines Erachtens einige Mänge amit verbunden, wie die Sache jezt gehandhab wird. Zu Anfang hat man in den Vorstädten Vor- amen genommen; man ging dann später über zu Namen von Generalen, Dichtern und Denkern. Jetzt s man dabei, den Straßen die Namen von alten übecker Geschlechtern zu geben. Ich stehe grund-. ätzlich dieser Namengebung sympathisch gegenüber, n rdinngs -– das aber nebenbei–B. aud B 63 J . - wundert, daß man den Namen Wullenweber hierbei o streng meidet. Wenn der Mann seinerzeit Demo- krat gewesen ist, sollte man ihm das 400 Jahre nach seinem tragischen Ende nicht nachtragen. Heute ist Wullenweber zweifelsohne die markanteste und bekannteste Persönlichkeit der alten Hanse. Bei der etzigen Namengebung sind aber unleugbare Mängel vorhanden. Beispielsweise sollte man es vermeiden, den Straßen Namen zu geben, die so vollständig ernab liegen vom jetzigen Sprachgebrauch, also Namen wie Morkerke. oder Percevalstraße. Das führt ledig- [ich zu Balhornissierungen. (Sehr richtig.) Die Namen sind auch von einfachen Leuten schwer aus- zusprechen und schwer zu behalten. Ein leichtes Behalten ist aber doch die Hauptsache bei Straßen amen. Dann sollte man es auch vermeiden, det traßen Namen zu geben, die einen zu ähnlichen Gleichklang haben. Ich nenne nur die Geverdes nd Greveradenstraße, Broling- und Brockesstraße Das sind noch dazu zwei Straßen, die dicht neben einander liegen. Das muß zu Irrtümern und Ver wechselungen führen. (Zuruf.) Ja, Spiller. und chillerstraße gehören auch dazu. Man sollte doch zu der Gepflogenheit zurückkehren, die man früher vielfach angewendet hat, die aber seit einem Duherd Jahren mit wenigen Ausnahmen verloren geganget ist, nämlich die Straßen auch nach alten Flur- und Feldbezeichnungen zu benennen, Namen, die al! vert sind, erhalten zu werden. Ich erinnere Sit nur an einen Namen, der wohl am bekanntesten ist, es gibt aber noch Dutzende solcher, an die Rodder- foppel. In meiner Kindheit kannte jedes Kind hit Weg und Steg. Lassen Sie uns aber noch ein pal! ahre weiter sein, verschwindet dieser Name vall tändig aus dem Gedächtnis. Jn der Stadt habet wir in den Namen eine viel reichere Abwechselung < erinnere Sie nur an die Parade, Musterbaht, Altefähre, Engelswisch oder Ellerbrock. Ih „ttt daher, daß wir in dieser Beziehung zu der a! Praxis zurückkehren und nicht allzu einseitig bei det amengebung der Straßen vorgehen. y Stender: Der Herr Spezialkommissar dt enates hat bereits ausgeführt, was ich ausführt! vollte. Ich teile die Bedenken von Herrn St" icht, denn im Bebauungsplan ist diese Straße et halten, und sie wird durch diesen Antrag nicht qli fernt. Aus diesem Grunde kann keine Behörde jw: diese Straße aufheben ohne Rat- und Bürgerschlut- Die Verbindung, die geschaffen ist, und die ih i ehr zwecmäßig halte, hauptsächlich für die ?§, kinder, muß eben aufrecht erhalten werden. ~ führt jetzt bekanntlich über das Grundstück der M, anstalt und von Punkt Y zur Ragtebutget Ö Ich möchte Herrn _Schorer _ darum doh seil St Bü der [eh. dat bek i ich erh zul die Nn lag Ric eint scho Pil Im. M! für Auj hviri sein, in des Nui bers dem darj gin ej unte Per! daß M! ktpo also selbj ist, tintr u werd all, lich irh Für
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