Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

_> Gebot hat auch eine Höhe erreicht, daß, wie mir der betreffende Herr selber sagte, nach seiner persön- lichen Überzeugung nunmehr der volle Wert des Grund und Bodens, wie er dort vorhanden ist, be- zahlt wird. Wenn Sie einmal die Berichte, die porliegen in der Drucksache 21, und den Bericht der Kommission für die Verbreiterung der Holstenstraße ansehen und ihren Blick lenken auf Seite 12, w ie die Verkaufspreise verzeichnet finden, sehen Sie, daß von den vier in Betracht kommenden Grund- tücken, die dort verzeichnet stehen, nur das Grund- stück Holstenstraßze 27 allerdings nicht ganz uner- heblich über diesen Preis hinausging. Es ist da der Quadratmeter auf / 526 verrechnet und be- zahlt. Dann kommt dazu das Grundstück von Mirow, Holstenstrazßse 31, wo „& 7 700 pro Quadratmeter in Ansatz gebracht sind. Die beiden andern Grundstücke von Havemann & Sohn und pon Würzburg halten sich zum Teil auf der Höhe des Wertes, wie er jetzt hier in Anschlag zu bringen ist, zum Teil ist der dort bewilligte Preis noch geringer. Das Grundstück von Würzburg hat einen Durchschnittspreis von „FL 370 für den Quadrat- eter erzielt. Nun muß man natürlich die einzelnen Grundstücke so, wie sie jezt vorhanden sind, ver- chieden bewerten, auch was den Wert des einzelnen Quadratmeters anlangt, denn ein größeres, tieferes Grundstück muß sich mit einem geringeren Wert für den Quadratmeter begnügen, während für ein fleineres ein höherer Wert für den Quadratmeter in nsatz zu bringen iste Man muß auch eins noch bedenke. Die beim Ankauf bewilligten Preise gelten für die bebauten Grundstücke. Die Grund tücke hatten für die bisherigen Eigentümer auch noch einen gewissen Gebrauchswert, den sie durchaus bei dem Verkauf mit in Anschlag bringen konnten Bei dem Grundstück von Mirow liegt die Sache so r war in der glücklichen Lage, Besitzer einer Wirt chaftskonzession zu sein, die ihm für dieses Haus erteilt war. Diese Wirtschaftskonzession wäre, wen er das Grundstück freihändig an einen andern ver kauft hätte, ohne weiteres erloschen, ebenso, wenn er gestorben wäre. Sie hatte aber für ihn, solange er igentümer dieses Hauses war, einen reellen, greif baren Wert, der in dem gesteigerten Ertrage de Hauses zum Ausdruck kam. Daß Mirow, wo ihn onst nichts nötigte, auf diese Konzession zu ver- zichten, für den Verzicht auf die Konzession, der in dem Verkauf des Hauses lag, sich einen besonderen Preis ausbedang, ist doch ganz sonnenklar, und er, konnte das mit Erfolg tun. Wenn nun Herr Dobberstein sagt, nun sollten wir es auch so machen, ist das wieder eine andere Sache. Das geht eben nicht, wir können nicht eine Konzession mit verkaufen 552 L . Die Konzession ist nach der Reichsgewerbeordnun nur der Person zu erteilen, sie bildet keine Gerecht ame des Hauses. Deshalb können wir diese Sache icht mit dem Verkauf des Grundstückes verquicel Wenn Sie die Ihnen vorgeführten Zahlen ins uge fassen, müssen Sie sagen, daß ein Preis von A 400 pro Quadratmeter, durchschnittlich " t fResstfläche gerechnet, ein annehmbarer Preis ist, ein Preis, der, glaube ich, schwerlich noch überstiegen werden würde. Nun ist gesagt worden, das Finanz departement hätte die Sache verkehrt angefangen. Hätte es die Grundstücke von vornherein öffentlich ausgeboten, so wäre ein besseres Resultat erzielt worden. Mit dem Ausbieten ist es eine solche ache. Das Ausbieten kann doch erst dann statt nden, wenn die Bürgerschaft den Ankauf genehmigte, also erst dann, nachdem der erste Teil des heutigen enatsantrages Aunahme gefunden hatte. Drr taat kann doch nicht Grundstücke öffentlich aus bieten, die er noch gar nicht erworben hat. Daß wir dadurch einen besseren Preis erzielt hätten, vage ich zu bezweifeln. Jedenfalls ist das Finanz departement und in Übereinstimmung damit der Senat ganz anderer Ansicht gewesen. Beide sind davon ausgegangen, daß wir unsere Position gatz außerordentlich verschlechtern würden, wenn wir tt die Grundstücke gekauft hätten und dann darauf angewiesen wären, sie in absehbarer Zeit wieder zt verkaufen. Dann würden die Leute, die sich fl den Ankauf interessierten, ganz genau wisssen, daß der Staat die Grundstücke in nicht zu langer geil wieder abstoßen muß, denn er hat den Ankauf doch nicht zu Spekulationszwecken gemacht, sondern det halb, um die Holstenstraße zu verbreitern. Venn der Staat die Grundstücke ankauft, ohne mit diesett nkaufsgeschäft ein Verkaufsgeschäft zu verbinden, wird es dahin kommen, daß ein fortwährendes Drängen der Bevölkerung stattfindet, und ich bin nicht ganz sichet, ob nicht auch aus der Bürgerschaft einmal wieder nregungen kommen würden, nun endlich zie Verbreiterung der Straße vorzugehen. (Sehr richtig.) Glauben Sie, daß bei einer solchen Sachlage daran zu denken ist daß die Interessenten, die die Gritd tücke erwerben möchten, sich zu besonders hohen Ör boten veranlaßt sehen würden? Ich glaube dué icht. Als Geschäftsleute würden sie sehr grt cf kennen, in welcher Zwangslage sich der Senat h ndet, der die Grundstücke abstoßen muß. Ic bin der festen Überzeugung, daß, wenn wir dieses ahren einschlagen, die Herren, die die Verantwo s 11 auf sich laden, es schwer bedauern werden, das !! es getan haben. Der Senat lehnt die Verantwortl? dafür jedenfalls ab. Man hat sssich zu dem l. händigen Ankauf zum Zwecke der Verbreiteruth Ho der u hal ich zu e e A me we ist, nü ü e i i r 0 n ü in err n Er au Nr gu etw Gr we tü Gr be ür a. M n ein in n e e e i
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