Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

11 J hr ie. er- en 'er en ut en en fs- 11: le ien er-: at- Fr: qre de er- ich seit Töst ier hier ten nser ben chst eine iren mas Bco. eint det ucht chts inell Du t: fniß aus "hi! | Von Nicolaus (Sohn des Briefschreibers, der den Krieg mitmachte) hörte ich vorgestern im Brief aus Gesthacht, ein Flecken am diesseitigen Elbufer. Er ist mehrere Male über die Elbe gewesen, hat ver- schiedene Gefechte gehabt und fast immer Gefangene, in der vorigen Woche 50, eingebracht. Ohnerachtet verschiedener Gefahren, in denen er gewesen ist er doch bis jetzt nicht beschädigt. Aber wie sein Körper die Strapazen aushält, das begreife ich nicht. Es wird immer bivoaquirt unter frey Himmel in militairisch Anstrengung, in diesem regnigt Sturmwetter! In 10 Tage kein Zeug vom Leibe. Die legten politischen Nachrichten sind, daß der König von Sachsen sich dem weisen System Ostereichs entzog, daß er nach Dresden gegangen, wo jetzt die Franzosen sind, daß er Torgau, welches der sächsische General Thielmann mit der ganzen Adjucdantur ver- läßt und zur russischen Armee übergegangen, den Franzosen geopfert habe, das französsische Haupt- quartier ist in Pirna. Einl. de Berlin Extrablatt und noch eine kl. Piece die dir willkommen seyn wird. Man vermuthet mit Grund, daß Östereich der russischen Sache beytreten wird. Hamburg wird sehr von den Franzosen geängstigt die Stadt wird von Wilhelmsburg und der Feddel (?) mehrere Nächte beschossen. Es hat auch schon an verschiedenen Stellen gebrannt. Die Dänen durch deren Hülfe es das erste Mal gerettet wurde, sind abgezogen. 3 mal 24 Stunden baben die Bürger ihre eigene Vertheidigung über- nommen und ein unbegreiflich schweren Dienst aber desto mehr Muth gehabt, bis vorgestern die Schweden kamen, bis jetzt aber nur 2000 Mann. ;; !» erwartet stündlich. daß mehrere nachrücken erden. Heutige Briefe aus Hambg. sagen, daß man eine Canonade bey Hamburg gehört, daß könne niemand anders seyn als Dorenberg, der den Franzosen im Rücken komme. Isi dies der Fall und reussiert er, so ist Hambg. gerettet. _ Du schreibst nur nicht die Ursache des Embargo, vielleicht weißt Du sie auch nicht. Hier glaubt man, daß in Helgoland Kanonenböte ausgerüstet werden. Wozu nüht aber das Embargo, wenn die Post ungestört abgehen kann ? Seit der Zurückkunft Bern- storffs sind die früher existierenden strengen Rdicte gegen die Engelländer-Holstein und Danmark wieder !! srzi: getreten. Es erfordert also Vorsicht dort anden. Vernichte diesen Brief wenn du ihn gelesen, damit er nicht in unrechte Hände komme. Lübeck 1813. May 28. Deine beyden letzten Briefe vom 19. und 23. empfing ich zu gleicher Zeit und über Hamburg, der erste also 5 Tage und der letzte 2 Tage später als sie hätten directe eintreffen können . . . . . Heute sind folgende Nachrichten eingegangen. Die Fran- zosen haben Wilhelmsburg geräumt. Gestern hatten schon die Schweden Hamburg verlassen, dagegen sind 800 Preußen wieder eingetroffen. Die Schweden werden bestimmt über die Elbe gehen, nach einigen Nachrichten sollen sie schon übergegangen Fein. . Mehrere Briefe von allen Seiten sagen, daß Östereich beygetreten sey der guten Sache. Kurz heute sind so viel günstige Nachricht, auch von der großen Armee eingegangen, die ich Dir nicht alle mittheilen kann, weil noch vieles Bestätigung bedarf. Jetzt ist hier und in Hamburg alles in der besten Stimung, Gott gebe, daß sie nie wieder gestört werde. Lübeck 1813. Juny 13. . . . . . So weit geschrieben, wird bey mir Quartier angesagt für Franzosen. 4000 Mann rücken heute noch ein. Die Mutter ist bettlägerig, Lotte ist nicht wohl. Ich bin in einer gem. Lage. Wo sjoll ich die Leute lassen? Mein Vorzimmer ist schon genommen. Ich hoffe man wird das Krankenzimmer meiner Frau schonen. Deine Absicht in Altona zu bleiben beunruhigt mich äußersi. Ich bitte Dich um alles in der Welt setze die Reise fort, so bald du kannst, um nicht mich und dich unglücklich zu machen. . . . . . Wir schauen in eine trübe Zukunft. Du kannst dich zur Zeit sichern und den unsrigen erleichtern. Aber nur nicht unthätig. Vorwärts in Gottesnamen. Ermanne dich und sey nicht weichlich . . . . © Wenn du mal an mich schreiben willst so laß alles an v. Muck gehen. Heute ist ein unglücklicher Tag. Gott stehe mir bey! 1143. Der Verein für Schulgesundheitspflege hat sich unter anderem die Aufgabe gestellt, auf den verschiedenen Gebieten der Schulhygiene aufklärend zu wirken. Da die ganze Bewegung dadurch entstanden ist, daß man die Schädigungen beseitigen wollte, die das Auge nur zu häufig erleidet durch die Schule und was mit ihr zusammenhängt, sa machte mit Recht Herrn Dr. Schlodtmann's Vortrag über die Pflege des Ohres in Schule und Haus den Anfang. Als zweite größere Veranstaltung dieser Art, die der Verein unternimmt, folgt nun ein Vortrag des Herrn Dr. med. Karutz über die Ohrenheilkunde in ihren Beziehungen zur Schulgesundheitspflege. Der Vortrag „Schule und Ohrenarzt“ wird Dienstag den 2. März abends '/29 Uhr im Saale des Bürger- vereins (Königstraße 25) gehalten werden; Mitglieder der Gemeinnützigen Gesellschaft sind selbsstverständlich willkommen. 482. r Al
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