Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

stehen hier also vor etwas direkt Neuem. Da meine ich, müssen wir in diesem Falle es der Behörde überlassen, uns weitere Vorschläge entgegenzubringen. Vir haben noch niemals hier sonst gesagt, daß wir zu wenig Beamten hätten mit Ausnahme bei der Polizei, ür die lange Zeit mehr und immer mehr Beamten gefordert werden. Aber sonst ist von der Bürger- chaft aus nicht darauf gedrängt, mehr Beamten anzustellen oder allgemein höhere Gehalte zu be- billigen als uns senatsseitig empfohlen sind. D die heutige Vorlage nun ein Versuchsfeld sein foll und man nicht vorher wissen kann, wie die Ein- richtung sich bewährt, lassen Sie uns bei der Zahl der Beamten, die uns vorgeschlagen werden, bleibe nd es der Zeit überlassen, ob noch mehr Arbeits kräfte gefordert werden und ein höherer Beamte angestellt werden muß. Ich möchte dringend emp- ehlen, die Vorlage so, wie sie vorliegt, anzunehme und das weitere der Zukunft zu überlassen. Geheimrat Brecht: Ich kann Ihnen auch nur, diesen Rat erteilen. Der Antrag ist in gewisse Weise dringlich und greift der Zukunft nicht vor. < glaube auch, daß wir auf die Dauer mit diese Bersonal nicht auskommen werden. Wenn die z bewältigenden Geschäfte der Behörde sich vergrößern wird auch die Tätigkeit des Revisors sich erweitern, und es wird die Zeit kommen, wo die Sache mi einem Beamten und einem Schreiber nicht mehr z machen ist. Dann wird man aber genügende Er ahrung haben, um die Frage mit Sicherheit zu entscheiden, ob es zweckmäßig ist, zwei gleichgestellte Beamte anzustellen oder einen übergeordneten un einen Assistenten. Ich bin schon heute der Ansicht daß das letztere das Richtige sein wird, aber man kann zunächst die Erfahrungen abwarten. Es isl vollständig richtig, daß es sich nicht empfiehlt, von eiten der Bürgerschaft dem Senate und den Be- hörden mehr Beamte aufzudrängen, als sie selbs ordern und für notwendig halten, und ebensowenig ein höheres Gehalt für diesen Beamten. Für einen anz unzweckmäßigen Gedanken halte ich es, diesen îevisor einem Oberbeamten zu unterstellen. Wen ie das tun, drücken Sie die Stellung des Revisor herab und vermindern sein Verantwortlichkeitsgefühl. s ist aber dringend wünschenswert, die Stellung des Mannes zu heben und vor allen Dingen Fein Verantwortlichkeitsgefühl zu steigern, denn wenn icht seine eigene Gewisssenhaftigkeit ihn bewegt fin Schuldigkeit zu tun, so kommen Sie damit ihn einem Oberbeamten zu unterstellen, ganz gewi icht weit. Denn der Oberbeamte wird niemals in s Lage sein, selbst an die Prüfung der Rechnunge heranzugehen und zu kontrollieren, ob der Beamte oberflächlich arbeitet _oder nicht. Der Erfola 4., 8 FR § ganzen Vorschlages ist deshalb davon abhängig, ob es gelingt, den richtigen Mann für diese Stellung zu finden. Wenn das nicht gelingt, wird aus der ache nichts. Aber durch die Unterstellung unter einen Oberbeamten ist am allerwenigsten zu helfet. s ist gesagt, es soll der Beamte einer Behörde zugewiesen werden. Ich verstehe nicht, vr gesagt werden kann. Der Beamte soll ja ausdrück lich der Rechnungsbehörde unterstellt werden und die formelle Kontrolle seiner Leistungen liegt ft verständlich dem Präses der Rechnungsrevisions. deputation ob, der auch der Mann ist, sie auszi: üben. Ich bin auch der Überzeugung, daß mit den vorgeschlagenen Gehalt eine geeignete Persönlichkeit gewonnen werden kann. Höher zu gehen würbt ich nicht für zweckmäßig halten. NZmeutlih ist der Gedanke, daß eventuell in Erwägung kommer pürde, den Revisor zu einem Oberbeamten zu uehi um ihn den zu revidierenden Beamten gleichzustellen durchaus nicht zutreffend. Ich setze voraus, daß die rinnerungen, die der Beamte macht, formell und achlich, nicht direkt von ihm an die betreffende telle gebracht werden, sondern von seiten der Vr hörde nach Prüfung der Monita. Da ist es gleic gültig, auf wessen Bericht hin die das macht. Dis Bedenken, das geltend gemacht ist, daß die anscheinend beabsichtigte Instruktion nicht durchführbar ein würde und man mit ihr zuviel verlange, kann uts gegenwärtig nicht weiter berühren, denn ds Ju truktion und die Grutdlage derselben gene! "ißt vir nicht, sondern die Anträge des Senates. auf Grund der heutigen Erörterungett noch Ünde rungen gegen das Beabsichtigte vorgenommen sr! ist nicht unsere Sache, sondern die der Behörde ut des Senates. Die Behörde ist aber ohne weitete! n der Lage, wenn sich herausstellt, daß zuviel bet angt wird, die Instruktion zu ändern. Deshal! iegt gar kein Grund vor, die Sache einer kommi t rischen Prüfung zu unterwerfen. Sie ist eingehetl! erörtert und, wie aus dem Bericht hervorgeht, gentl geprüft. Ich möchte deshalb empfehlen, dem Senats antrage ohne weiteres zuzustimmen. sf mati! möchte ich mich gleichzeitig für den Antrag vo! Herrn Dr. Wichmann aussprechen. (Dr. Wichmant' fVravo. t.... Den Ausführungen des ständigen, Hert! Senatskommissars kann ich vollkommen beistituttt nd ebenso unterschreibe ich die sführtgt. ;i geehrten Herrn Vorredners. Ich spreche mi quij entschieden gegen eine Kommissionsberatung aus, y. ie nach meiner Ansicht zwecklos sein wird. 01 besonders muß ich mich aber gegen unsern vereht Rollegen Herrn Schneider wenden. Jch bedal qußerordentlich, wenn hier bei dieser Gelegethett ye. gesat bekät auße schei! Ansc Pun kom die bean diese kehr hält it hat die bei kom ind Mein sonst schrei ufg zuwe Ob ; 1 icht des Yud woll gerin iste nöch beim Sie Das die Nei uns Vir s o d nde bird uns abwa haber ] iter Nabe der. U it
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.