Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

1k- cke de Jer en al: jer "er die [ik, t. 1- ig, zu ng ers Die ter: isel est: die des nte sen ten, 1nd ger zor: gen zu bei [bst der nen ;ten iten Bb het aus (fte, get quit :esst die ibel jors erti iel det 1ilit au 1ilit ihre mit diesen Gemälden im wesentlichen übereinstimmen- den, nur in einer feiner ausgeführten architektonischen Ausstattung gemalten und später auf diese Tafeln übertragenen Vorbilder. Herr Dr. Bruns bewies mit Hülfe einer Anzahl Oberstadtbucheintragungen, daß die den Frauen beigegebenen Familienwappen richtig sind, daß dagegen die auf den Tafelbildern angegebenen Jahreszahlen von dem Maler ungenau und vielleicht willkürlich angegeben wurden. Die drei älteren Gemälde stellen dar: 1) den 1323 ge- storbenen Bürgermeister Segebodo Crispin und seine der Familie Güstrow angehörige Ehefrau, 2) den 1328 gestorbenen gleichnamigen Sohn und dessen Ehefrau Elisabeth Mornewech, 3) den 1388 ge- storbenen Ratsherrn Segebodo Crispin und seine Ehefrau Elisabeth Warendorp. Dieser letztere ist als etwa Vierzigjähriger abgebildet, und da er 1325 oder 1326 geboren ist, so sind die leider jetzt stark beschädigten Wandgemälde um 1365 zu datieren. Die 1577 übermalten Tafelbilder zeigen außer den Kopieen der drei genannten Ehepaare als Vertreter der vierten Generation den 1442 gestorbenen Rats- herrn Johann Crispin und seine Ehefrau, geb. Kerk- ring, und sind wohl erst um 1440 entstanden. So wies Herr Dr. Bruns auf Grund eingehender Unter- suchungen nach, daß wir in diesen neu aufgefundenen Utplslereien die ältesten Familienbilder Lübecks eiitzen. Lü. Die neue Offiziers-Speiseanstalt. In der vorigen Nummer dieser Blätter hat Herr 1012 über Offizierkasinos im allgemeinen und den geplanten Neubau einer Offiziers - Speiseanstalt in Lübeck im besondern so ungewöhnliche Ansichten aus- gesprochen, daß eine Erwiderung geboten erscheint. Der Herr Verfasser bekennt sich, wenn auch etwas verhüllt und ein wenig verschämt, als grund- sätlichen Gegner von Offizierkasinos überhaupt. Er hat sich jedoch darauf beschränkt, seiner Sympathie für diesen rein ablehnenden Standpunkt einen nur theoretischen Ausdruck zu geben, — mit Recht, denn i btiglid preuh.(hen ‘heeiss Vifziets: Speis: anstalten vorhanden sind, wird es schwerlich als zwedmäßig, sicher nicht als zeitgemäß anerkannt werden, gerade hier in Lübect die grundsätzliche “ys! nach der Berechtigung dieser Einrichtung auf- âurollen. Was nun die Offiziers-Speiseanstalt in Lübeck anlangt, so sucht Herr 1012 die Ansicht zu wider- legen, daß es für das hiesige Offizierkasino auf rine möglichst zentrale Lage ankomme. Er hält es Ä 1 für wichtiger, daß das Kasino sich in der Nähe der Kaserne befinde. Da wir in Lübeck aber mit zwei recht weit von einander entfernten Kasernen zu t) ut ht: ut ur voruuhst us 18 für den Herrn Verfasser gewissermaßen ganz von selbst der Ausweg, nicht ein, sondern zwei Kasinos einzurichten und zwar das ehemalige Kasino in der alten Kaserne und ein neues in der Nähe der Marli-Kaserne, letzteres „mit einem größeren Speise- saal, in welchem die Offiziere beider Bataillone sich bei besonderen Festlichkeiten vereinigen“ sollen. Dieser Vorschlag scheint das Ei des Kolumbus zu sein, aber es sch eint auch nur so. Wer mit den in Betracht kommenden tatsächlichen Verhältnissen auch nur einigermaßen bekannt ist, der erkennt auf den ersten Blick, daß der Rat des Herrn Verfassers praktisch nicht zu verwerten ist. Der Zweck des Offizierkasinos ist ja nicht, das Offizierkorps der Bataillone auch außerdienstlich auseinander zu reißen, sondern gerade im Gegenteil nach getanem Dienste die Herren zu gemeinsamer Erholung, Unterhaltung und Pflege der Kameradschaft zusammenzuführen. Aber auch von diesem mehr ideellen Gesichtspunkte abgesehen wird man es kaum als besonders praktisch an- erkennen können, für ein Offizierkorps von etwa 20 bis 24 Herren + so groß etwa wird bei zwei Bataillonen die Zahl der regelmäßigen Besucher der Speise- anstalt sein – zwei vollständig getrennte Hauswirt- schaften, zwei Küchen, mit allem, was dazu gehört, und andererseits zwei Bibliotheken, ein zweifaches Abonnement auf die Zeitungen, Zeitschriften usw. einzurichten. Zur Verbilligung des Betriebes würde ein solches Verfahren jedenfalls nicht dienen. Kurz ~ so wie Herr 1012. vorschlägt, geht die Sache nicht. t.... es sich nur um eine Offiziers-Speisean- stalt in Lübect handeln, so wird man zugeben müssen, daß für diese eine zentrale Lage. d. h. eine Lage innerhalb der innern Stadt oder doch in möglichster Nähe der Altstadt nicht nur wünschenswert, sondern geradezu notwendig ist, und zwar nicht nur im Hin- hlick auf die Lage der beiden Kasernen, sondern auch mit Rücksicht auf den üblichen, von Herrn 1012 von seinem Standpunkte aus doch gewiß gern ge- sehenen Verkehr von Herren der städtischen Gesell- schaft in der Offiziersspeiseanstalt. Die Lage des neuen Offizierkasinos an der Hüxtertor-Allee würde hiernach als günstig zu bezeichnen sein, zumal die Wallbrechtsche Straßenbahnlinie in unmittelbarer Nähe des Grundstücks vorüberführen wird. Wag von Herrn 1012 gegen die geplante Errrichtung der Öffiziers - Speiseanstalt in den Anlagen am Hüxtertor ins Feld geführt wird, das soll im ein-
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