Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

447 t erhandl. d. Bürgerschaft am 18. Septbr. 1905. geräumt hervor: iteressen ) allein. igt sein fördern, Vorlage end be- ) in der f. Dr. Zenates .. Ih 's Jhre Punlte ch den genheit s nicht dahin werks eise in drückt, werker 1 das dustrie immer , daß in der vürde, Gel- Hand- nicht des mir treter mit daß seint eten, je it uten esset I jorte attel anz? eht: ge eint nde hen 1tiq und unter gegenseitiger Anerkennung ihrer Notwendig- keit und ihres Wertes zusammenarbeiten, ist das Wohl des Staates gesichert.“ Diese Worte sind geschrieben von einem angesehenen Kaufmann der Magdeburger Handelskammer, einem Herrn, der sich politisch zum äußersten linken Flügel der national- liberalen Partei bekennt. Diese Worte kann jeder hier als richtig anerkennen, und daher werden wir um so leichter zu der Überzeugung kommen, daß wir der Vorlage zustimmen müssen. Denn unsere Land- leute befolgen einfach das Wort, das der Kaiser in diesen Tagen in Coblenz gesprochen hat: Nach innen geschlossen, nach außen entschlossen. Lauenstein: Ich hätte nicht geglaubt, wie ich das schon in der Vorversammlung erwähnte, daß Herr Prof. Dr. Baethcke, nachdem er im Bürger- ausschuß bei der Beratung vollständig orientiert ge- wesen sein muß, heute wieder mit ganz denselben Außerungen kam, die wir dort ihm gegenüber ver- teidigten. Die Sache ist, wie schon Herr Senator Dr. Vermehren gesagt hat, eine rein lübeckische An- gelegenheit. Die Lübecker Landwirte sind bereits vor vier Jahren von seiten des Bundesrates, des deutschen Landwirtschaftsrates und von dem Hohen Senate in Lübeck aufgefordert, Schritte zu tun, um ine Landwirtschaftskammer zu gründen, die in jedem einzelnen Bundesstaat des deutschen Reiches bis auf Mecklenburg und Hamburg, die übrig geblieben sind, êingeführt sind. Wenn wir also jetzt, nachdem wir bier Jahre lang uns bemüht haben, endlich so weit gekommen sind, die Sache an die Bürgerschaft ge- bracht zu sehen, sind wir unserer Obrigkeit sehr dankbar dafür, daß unser Wunsch erfüllt ist. Wir haben zuerst vor einigen Jahren versucht, nicht allein für den Freistaat Lübeck, sondern im Zusammenhang mit dem Fürstentum Lübeck eine Landwirtschafts- kammer zu bilden. Das Fürstentum Lübeck ist uns zuvor gekommen, und wir versuchten uns mit dem Vorstande der dortigen Landwirtschaftskammer zu nigen. Dieser Schritt blieb aber nach längeren Verhandlungen darüber ohne Erfolg, und wir mußten darauf zurückgreifen, für uns im Freistaate Lübeck que Landwirtschastskammer zu gründen. Ein großer Teil der Kosten von . 4000 für das Jahr, die Sie bewilligen müssen, wird ja bereits jetzt vom Lübecker Senat an einzelne Vereine, Institute, für Tierschauen und dergleichen jährlich gegeben. Es ist 1so keine größere Ausgabe, die jet von seiten des Staates gefordert wird, sondern es wird nur eine Kleinigkeit zugegeben zu dem, was bisher der land- virtschaftliche Verein schon erhalten hat. Aber auch hier möchte ich gleich erwähnen, und dazu veranlaßt mich eine Äußerung im Bürgerausschuß, daß der landwirtschaftliche Verein, der bisher . 500 pro Jahr bekommen hat, diese Summe nicht dazu ver- wandt hat, um seine Delegierten in Berlin besonders gut leben zu lassen, sondern die Hälfte des Betrages davon genommen werden mußte, um den Beitrag des lübeckischen Staates durch den landwirtschaftlichen Verein für den deutschen Landwirtschaftsrat zu zahlen, also Æ 250. Dann blieben M 160 für die Reise und den achttägigen Aufenthalt des Dele- gierten in Berlin, und der Rest von M 90 wurde gebraucht zu Unterstützungen anderer Vereine, zur Unterstützung für Tierschauen und dergleichen. Auf die Worte, die Herr Prof. Dr. Baethcke in bezug auf die Fleischnot oder eigentlich die Fleischteuerung vorgebracht hat, möchte ich gar nicht weiter zurück. kommen. Die Sache ist nach meiner Meinung in der lezten Zeit so klar gestellt, daß es nur darauf ankommt, noch ein klein wenig Geduld zu haben. Es werden dann die Schweine, die jetßt so furchtbar teuer sind, wahrscheinlich etwas billiger werden. (Widerspruch und Heiterkeit.) Das ist nicht allein meine Ansicht, sondern die aller derjenigen, die über- haupt Schweine haben. Wir haben dieselbe Sache schon vor mehreren Jahren gehabt. Das kommt immer wieder, weil die Konjunktur einmal steigt und kurze Zeit darauf dann wieder fällt. Sie können es doch keinem Landmann verdenken, wenn er im vorigen Jahre MÆ 35 für 100 Pfund Lebend. gewicht bekommen hat und jetzt M >50, diese mit Freuden annimmt. Ich möchte Sie bitten, im In- teresse des lübeckischen Staates den Antrag des Senates anzunehmen und die Landwirtschaftskammer zu errichten. Jm Bürgerausschuß ist der Antrag mit 17 gegen 3 Stimmen angenommen, und es ist dort nur ein einziges Wort in dem ganzen Antrage geändert worden. Sch orer: Was den Antrag der Errichtung der Landwirtschaftskammer betrifft, so kann ich denselben nur auf das wärmste unterstüten und bitten, daß er angenommen wird. Was die Anregung von Herrn Rosenquist betrifft, so erkläre ich hier, daß sie von ihm persönlich ausgeht und daß ich sie zum ersten Male höre. Obwohl Herr Rosenquist Mitglied der Gewerbekammer ist, hat er dort niemals ein Wort davon gesprochen, und jetzt taucht zum ersten Male der Gedanke einer reinen Handwerkskammer auf. Bekanntlich sind nur in den drei Hanssestädten solche Gewerbekammern, sowie in einer Stadt in Sachsen. Es wird der große Vorteil allgemein anerkannt, den wir in den Gewerbekammern haben. Ich werde die Sache aber in der Gewerbekammer zur Sprache
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