Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

enator Heinrich Evers erklärt: „Die Baudeputa- ion hält die Legung dieses Sieles für hochnotwendig und die Vorarbeiten sind soweit getroffen, daß no um Herbst die Vorlage an den Senat und dan < an die Bürgerschaft gehen kann." Das war i uli 1904 und heute sind wir noch nicht weiter ovon soll ich denn nun wissen, woran die Sach iegt? Ich muß annehmen, daß es an der Bau eputation liegt. Nun hat Herr Senator Dr. Neu- ann in seinen weiteren Ausführungen auch zu estanden, daß die Beamten vom Baubureau mi erangezogen wären. Mit derartigen Behauptunge und Ausreden soll man nicht kommen, wenn e nach diesen Plänen so klipp und klar nachgewiese ist, daß die Baubeamten durch diese Sache ungemein beschäftigt worden sind. Dann hat Herr Senato r. Neumann gemeint, daß für die dritten Batail- one der Senat ebensowenig sorgen wie ich si erhindern könnte. Herr Senator Dr. Nenman at neulich erklärt, wie gleichgültig ihm die Politi ist, denn er hat damals in den Verhandlungen übe das Wahlrecht nachgewiesen, daß wir uns eigentli m die große Politik nicht zu kümmern brauchten as ist der Standpunkt von Herrn Senator Dr eumann, aber ich denke über diese Sache etwas anders. Wenn Herr Senator Dr. Neumann in diesen politischen Sachen nicht so unerfahren wäre – das ist vielleicht zu viel gesagt –~ (Rufe: Zur| Sache l), wenn er mehr Erfahrung hätte, würde er anz genau wissen, daß später in den Begründunge it ins Treffen geführt wird, der Senat von Lübeck hätt sich bereits so eingerichtet, daß die Offizierspeise anstalt für drei Bataillone gebaut sei. So wir die Flottenagitation gemacht, so die für die Ver ehrung des Heeres. Wer ein bißchen in der Politi escheid weiß, weiß ganz genau, wie die Sachen ge eichselt werden, und deshalb hat es mich nicht weiter berührt, wenn Herr Senator Dr. Neumann gewissermaßen mich zu blamieren gesucht hat, da ist ja nicht möglich, aber doch versucht hat, mi lächerlich machen zu wollen. Nun ist darauf hin gewiesen, daß die Verzinsung garantiert sei. Ja, eiß denn die Bürgerschaft überhaupt, was das rundstück uns heute kostet? Der Preis, den Herr chorer angenommen hat, M 40 per qm, ist do ehr niedrig bemessen. Aber selbst wenn man nur diesen Wert annimmt, ist die Verzinsung in keine eise berücksichtigt, und ich meine, wir in Lübeck aben es am allerwenigsten nötig, mit Hunderttausen- en herumzuwerfen. Bedenken Sie, wie saue ir zu kämpfen haben, um das tägliche Brot zu rwerben und die kleinen Groschen einnehmen z önnen. Bedenken Sie, daß der Senat Bescheide unter Nachnahme den Steuerzahlern zuschickt un hnen damit unnützerweise 30 Kosten macht 390 „M ; Wenn wir das Geld so nötig haben, daß ian aus der Senatskanzlei annimmt, es könne bedenklich werden, wenn diese / 2 ausfielen, soll man nicht somit underttausenden herumwerfen. Ich habe in der Finanz rage nichts weiter zu sagen, ich meine nur, man jollte unter allen Umständen Vorsicht obwalten lassen. Dann ist auch die Rudergesellschaft ins Treffen ge führt. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie das Ge bäude dahin gekommen ist, die Bürgerschaft hat jeden- alls nichts dazu zu sagen brauchen. Der Senat hat die Sache mit der Rudergesellschaft allein gemach ebenso wie bei dem Bau der Zentrale auf dem freieu latze in der ersten Wallstraße. Wahrscheinlich is der Platz der Rudergesellschast widerruflich bewilligt und diese hat Konzessionen bewilligt erhalten, dit auch die Herren im Senate nicht wissen dürften. Mit ist im vorigen Sommer etwas Merkwürdiges passiert Ich wollte dort spazieren gehen, und es waren Hunderte und Tausende von Spaziergängern da, und da stauden Polizisten da, die sagten, hier dürfe man nicht ent lang gehen. Die Ruderer wollten ein Boot heraus assen, und der ganze Verkehr wurde infolgedessen urch Polizisten gesperrt. Wie wird es erst werden wenn die Offiziere da sind! Dann wird überhaup ein Mensch mehr dort gehen dürfen, und wenn dit Herren Senatoren sich dort auch ihr Heim gründen f pics rote Zet fta ie Offizierspeiseanstalt bewilligt wird, von den Ur agen vor dem Hüxtertor nicht mehr die Rede seil ann. Ich stimme darum gegen die Vorlage, werdt mich aber einstweilen für die Kommission entscheidet Senator Dr. Schön: Herr Pape hat wiede einmal allerlei in die Debatte hineingebracht, wt mit der vorliegenden Sache gar nichts zu tun yat sogar daß ihm neulich ein abschlägiges Senatsdettt! unter Nachnahme der gesetzlich feststehenden Vt bühr von J 2 zugestellt sei. Derartige Dettelt werden in der Stadt durch Boten gegen Empfat! der Gebühr zugestellt, für die Vorstädte, so viel Boten haben wir nicht, erfolgt die Erhebung ebühr durch Nachnahme. Es könnte ja vielleid)! auch so gemacht werden, wie es die Baupol behörde eingerichtet hat, daß die Leute durch Fel karte benachrichtigt werden, daß die Verfügung Bureau liege und gegen Zahlung der Gebühr | Empfang genommen werden könne. Selbstverstän lich hat man nicht die Furcht gehabt, daß man L, errn Pape das Geld nicht bekommen würde. V glaube, daran hat man auf der Senatskanzlei uit im entferntesten gedacht. Aber die Weiterungeh sich früher in manchen Fällen ergeben haben, 10. seit langer Zeit dazu geführt, dies Verfahre t zuschlagen, und nun ist allerdings auch Herrn gegenüber, der gleich per Telephon erklärte, e kine Aus s:: worauf ja ist, wozu | wendet we sich darüb rforderlicl Jinanzdep der Steue hiesen Zwe werden. nichts zu t erlaubt ha ze äumlichk sihren. E: daß die € hu und mehr ist. 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