Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

enem Plane zurückgetreten und hat für den Linden- lat gestimmt. Er ist aber auch mit der Becker- rube einverstanden. Nun noch ein Wort zum Lindenplaz. Es ist früher schon das Bedenken gegen den Lindenplatz er- oben, daß die unmittelbare Nähe des Bahnhofs den Theaterbetrieb stören werde. Das Theater würd unter den Einwirkungen der Eisenbahn zu leiden aben, es sei zu laut. Zweitens möchte ich fragen: Ist es denn so sicher, daß der Baugrund wirkli in guter ist? Wenn ich nicht irre, ist in jene egend früher ein Bach geflossen, und es wäre nich nmöglich, daß der Baugrund dort nicht sicher wäre. s ist nicht fern davon die Feuer- oder Polizeiwache ebaut worden, und wir haben es erlebt, daß die ntergrundverhältnisse sich dort als so schlecht er iesen, daß sogar ein Teil des bäudes ver ackt war. Das wesentliche und ausschlaggebende Bedenken aber gegen den Lindenplatz liegt für mich in den erkehrsverhältnissen begründet. Ich halte es gerade- zu für eine Unmöglichkeit, daß wir unmittelbar vor dem Bahnhof und dem Eingange zur Stadt ein roßes Theatergebäude hinsetzen. Wir verrammel ns damit den Eingang zur Stadt (sehr richtig), nd ich glaube, man sollte dazu erst schreiten, nach em man zuvor Lübeck in Schilda umgetauft hätte. Rufe: Oho! Lebhafter Widerspruch.) Ja, meine erren, man hat dies Projekt schon häufig als einen childbürgerstreich bezeichne. Wenn gesagt wird, s geht, so sage ich, die Möglichkeit wenigstens be- teht, daß das Theater dort einmal ein großes Ver-. ehrshindernis wird, und wenn nur diese Möglichkei esteht, dann dürfen wir dieses nachher nicht wiede egzuschaffende teure Verkehrshindernis dort nich rst errichten. Aus diesem Grunde, weil ich di töglichkeit einer Blamage verhindern will, bin i nter allen Umständen gegen den Lindenplatz. Nun bleibt noch der Platz in der Beckergrube as für ihn spricht, das hat Herr Dr. Eschenbur
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