Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

Wir eben, omnt ß am dann inden- fallen f pr selben ission Sie, e sich haben z der erung mmen Jahre Zenat aber über dort ndere echen. ver. haben nmen, volles uplan nicht : das daß yertet nicht undes nad rdent- jpielt „ob sagt » 000 Sie ragt jultat d in Bal auth uher iedes ik |] 1 lann also kommen, daß Sie trot großer Geldausgaben nicht das haben, was Sie wünschen. Ein Vergleich mit dem Baugrund einer Apotheke ist nicht möglich. Ih glaube, jeder der Herren hier im Saale wird der Ansicht sein, daß die Gewichtsmasse des Theaters wesentlich größer sein wird als das Gewicht eines Privatbaues. Sie müssen einmal mit ganz anderen Dimensionen rechnen und auch mit anderen Höhen- verhältnissen. Sie haben nicht bloß zu rechnen mit hem, was über der Erde steht, sondern auch mit dem, was unter der Erde ist. Die Mauern müssen ganz anders fundamentiert und viel stärker sein, wenn sie ein so großes Gebäude zu tragen haben. \les das sind Gründe, die einen Vergleich mit der St. Lorenz - Apotheke nicht als zulässig erscheinen lossen. Nun sagt Herr Mühsam, wir hätten ver- handeln sollen. Zu verhandeln brauchen wir wegen dies Platzes nicht, denn er gehört der Stadt, nach- dem die Eisenbahn ihn geräumt haben wird. Aber jeder, der die Verhältnisse auf dem Bahnhofe kennt, weiß, daß dort heute mit außerordentlichen Schwierig- liten gearbeitet wird, die doch so leicht nicht zu beseitigen sind. Es sind sehr gewichtige Bedenken, len Plat vorher zu räumen, während alles im Um- lau begriffen ist und man heute kaum weiß, wie die Verantwortung getragen werden soll, daß sich keine Inglücksfälle ereignen. Eine solche Verhandlung würde, abgesehen davon, daß sie auch Zeit kosten würde, ziemlich aussichtslos sein. Ich glaube, das snd Gründe genug, weshalb man von diesem Platz tidgültig wird absehen müssen. , Dobbersstein: Gewitterschwül und drückend wie In der Natur die Luft (große Heiterkeit), lastet auf ns das unbehagliche Gefühl, in der Theaterfrage 'ner ungewissen Zukunft entgegenzugehen. Wenn uch in dieses Dunkel hinein von seiten des Senates und zu ein Blitz geschleudert wurde, wie ie Schließung des Theaters, wie das Dekret be- treffend die provisorische Benutzung des Stadttheaters, 11d wenn wir auf der anderen beteiligten Seite das Orollen des Donners hörten mit dem unbehaglichen Gefühl, hiervon betroffen zu sein, so hat doch dies les nichts zuwege gebracht, als daß die Bevölkerung "muntert wurde, Stellung zu der Theaterfrage zu [huen. Die Casino Gesellschaft fand vielleicht zu- tgt nicht mehr genügende Unterstützung der Be- ‘"ilkerung. Vielleicht war auch ihre Zusammensetzung iht so, wie man sie von einer derartigen Korporation ewarten durfte, jedenfalls mußten aber Schritte zu j"tr Anderung geschehen. Nun hat der Senat „akenswerterweise insofern eine Änderung getroffen, 1 er Schluß mit dem Theater machte. Den Zeit- ! kt allerdings, wann der Senat den Schluß hat treten lassen, halte ich für verfrüht. Wäre es 8349 Verhandl. d. Bürgerschaft am 26. Juni 1905. einige Jahre später geschehen, wären wir glücklicher daran. Es sind nun eine ganze Anzahl von Projekten aufgestellt worden, wohin das Theater gebaut werden soll. Nach den Vorarbeiten, die in gründlichster Weise vorgenommen sind, sind es zurzeit noch vier Projekte, über die ernsthaft debattiert werden kann. Da haben wir zunächst den Plat bei dem Kandelaber vorm Mühlentor. Ich bin heute noch dorthin spaziert. Es ist, wenn man sich das Terrain ansieht, wirklich ein herrlicher, parkartig angelegter Play, der durch die hohen Bäume, die dort vorhanden sind, einen sehr hübschen Anblick gewährt. Wenn man ssich ver- gegenwärtigt, daß diese vom Alter gekennzeichneten Bäume wegfallen sollen, mitten in der belebten Vor- stadt, wird man darüber ein kleines Bedauern haben. Aber der Baugrund dort ist, wie bekannt, da die ganze Gegend um den Plat herum bebaut ist, gut, und insofern würde der Play eigentlich nichts zu wünschen übrig lassen. Aber wenn man die Ent- fernung des Plates vom Zentrum der Stadt in Betracht zieht, wird man sich doch sagen müssen, daß das Theater ziemlich weit von ihm entfernt wäre, zumal da schon der künftig anzulegende Bahn- hof noch wieder um ein beträchtliches Stück vom Zentrum der Stadt und damit auch vom Mühlentor selbst entfernt liegt. Es würde demnach das Theater unbedingt auf den am wenigsten belebten Stadtteil kommen und weit entfernt von den reich bevölkerten Stadtteilen, so daß seine Lage eine ziemlich einsame werden würde. Daher kann man wohl sagen, wie zwei Theaterdirektoren, die darüber befragt worden sind, was für Geschäfte auf diesem Platze mit dem Theater gemacht werden könnten, es würde 25 % weniger Einnahme eingehen als auf einem Plate, der im Zentrum der Stadt oder in der Nähe des jeßzigen Bahnhofsterrains liege. Damit schon allein fällt dieses Projekt. Ich komme nun zu dem Projekt in der Vecker- grube, zu dem Platz, der der jetzigen Casino-Gesell- schaft gehört. Auch dieser Play soll baulich gut sein. Er wird auch groß genug sein, und außerdem liegt er in der besten Lage der Stadt. Es wird sich darum handeln, wenn doch naturgemäß für den Plat etwas gezahlt werden muß, da Hypotheken darauf lasten, daß dieser Betrag eventuell einen Aus- gleich bilden würde in den Einnahmen gegenüber andern Plätzen, die dem Staate zur Verfügung stehen und die ihm nichts kosten. Wenn ich an die Zeit der Erbauung des jetzigen Stadttheaters denke und daran erinnern darf, daß damals das theaterliebende Publikum aus eigener Kraft das Theater gebaut und Aktien ausgegeben hat, von denen man von vornherein sagen mußte, daß das Geld dafür & konds perdu gegeben war, so haben die Aktien jetzt doch
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.